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Kroatiens Koka eröffnet Brüterei in Varaždin für 20 Millionen Euro mit 45 Millionen Küken Jahreskapazität

Koka d.o.o., das führende Geflügelunternehmen Kroatiens, hat in Varaždin eine neue Hightech-Brüterei für 20 Millionen Euro vorgestellt, vollständig aus Eigenmitteln finanziert. Die Anlage verarbeitet 30.000 Eier pro Stunde und erreicht in zwei Ausbaustufen 45 Millionen Eintagsküken pro Jahr. Sie ist Teil eines größeren Modernisierungszyklus mit Linien für 1,2 Millionen und 6,5 Millionen Euro.

Kroatiens Koka eröffnet Brüterei in Varaždin für 20 Millionen Euro mit 45 Millionen Küken Jahreskapazität

Koka d.o.o., das führende Geflügelunternehmen Kroatiens, hat in Varaždin eine neue Hightech-Brüterei vorgestellt – eine Investition von 20 Millionen Euro, die vollständig aus Eigenmitteln finanziert wurde. Nach Angaben von Varaždinske vijesti und Glas Istre umfasst die Anlage mehr als 7.000 Quadratmeter, davon über 5.000 Quadratmeter Produktionsfläche; die geplante Kapazität erreicht in zwei Ausbaustufen 45 Millionen Eintagsküken pro Jahr.

30.000 Eier pro Stunde

Das automatisierte System zum Sortieren und Stapeln verarbeitet 30.000 Eier pro Stunde. Jutarnji list berichtet, dass die neue Brüterei mit 39 Beschäftigten arbeitet. SEEbiz bezeichnet sie als größte und technologisch fortschrittlichste Brüterei Kroatiens.

Der Standort Varaždin gehört weltweit zu den ersten mit SmartSense-Technologie, die eine Überwachung und Anpassung der Brutbedingungen erlaubt. Roman Merkaš, Vorstandsmitglied für Produktion, erklärte, die Anlage nutze zudem SmartControl für zentrale Überwachung und Prozesssteuerung; die Brüterei sei ein bedeutender technologischer Schritt für das Produktionssystem des Unternehmens und bringe Präzision, Gleichmäßigkeit und Kontrolle in eine der wichtigsten Produktionsstufen.

Laut SEEbiz wurde die Brüterei in Zusammenarbeit mit Royal Pas Reform und der Vencomatic Group (Prinzen) aus den Niederlanden ausgestattet. Dieselbe Quelle nennt die Investition als im Einklang mit den Zielen der grünen Transformation der Europäischen Union: geringere Treibhausgasemissionen, optimierter Energieeinsatz und weniger Umweltbelastung.

Von der Elterntierherde ins Regal

Die Brüterei ist Teil des nach Unternehmensangaben einzigen Hähnchenfleisch-Produktionssystems in Kroatien mit eigener Bruteiproduktion. Koka ist der einzige kroatische Hähnchenfleischproduzent mit eigenen Elterntierfarmen; die Kette beginnt damit eine Generation vor dem Masthuhnküken. SEEbiz weist darauf hin, dass Großelternfarmen weltweit von globalen Zuchtkonzernen übernommen wurden und Koka deshalb der einzige heimische Produzent mit dieser Kettentiefe ist. Die Verbindung von eigener Produktion, Verarbeitung und Distribution ermögliche es, frisches Cekin-Hähnchenfleisch innerhalb von 24 Stunden vom Hof ins Regal zu bringen – mit Rückverfolgbarkeit von den Elterntierfarmen bis zum fertigen Produkt.

Stjepan Sabljak, Vorstandsvorsitzender von Koka, sagte, das Unternehmen baue die kroatische Geflügelwirtschaft seit 65 Jahren auf, und nannte die Brüterei eine der wichtigsten Investitionen der jüngeren Unternehmensgeschichte – mit Blick auf heimische Lebensmittelproduktion, Selbstversorgung und die Wettbewerbsfähigkeit der kroatischen Lebensmittelindustrie. Die Auszeichnung „Zlatna bilanca 2026“ sei eine zusätzliche Bestätigung für stabiles Wachstum. Die Kette reiche vom eigenen Futter über zertifizierte Aufzucht ohne Antibiotika bis zur Fleischverarbeitung und zum Produkt im Regal.

Kroatiens Lücke bei der Selbstversorgung

SEEbiz ordnet die Investition vor dem Hintergrund eines sinkenden heimischen Angebots ein. Seit dem EU-Beitritt Kroatiens ist die Selbstversorgung mit Geflügelfleisch von 81 auf 73 Prozent gefallen – Folge einer geringeren Produktion bei gleichzeitig höherer Nachfrage und höherem Geflügelfleischkonsum. Im selben Zeitraum sank der Viehbestand um 58 Prozent und der Zuchtbestand um 48 Prozent, während die Geflügelproduktion um 18 Prozent zulegte. Neue Investitionen seien laut SEEbiz der Schlüssel zu einer höheren Selbstversorgung im Geflügelsektor.

Ein breiterer Modernisierungszyklus

Die Brüterei ist nur ein Element eines größeren Investitionsprogramms, über das Varaždinske vijesti, Glas Istre und Jutarnji list berichten:

  • 1,2 Millionen Euro für eine neue Linie für Hähnchenhackfleisch, Ćevapi und Pljeskavice;
  • 6,5 Millionen Euro für eine neue Linie für paniertes Sortiment;
  • Betrieb an mehr als 30 Standorten und Absatz auf 13 Exportmärkten.

Cekin ist die führende Hähnchenmarke auf dem kroatischen Markt; Koka stellt den laufenden Investitionszyklus als Weg dar, das Sortiment auszubauen und zugleich die heimische Produktion sowie die Exportwettbewerbsfähigkeit zu stärken.

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