Kirgisistan und Pakistan wollen Bohnen direkt liefern – Handelsziel bei 200 Millionen $
Kirgisistans Landwirtschaftsminister Erlist Akunbekov und Pakistans Botschafter Altamash Wazir Khan vereinbarten, kirgisische Bohnenproduzenten direkt mit pakistanischen Importeuren zu verbinden. Das Exportpotenzial der Kultur liegt bei über 50.000 Tonnen, die Bohnenausfuhren erreichten 2025 einen Wert von 67 Millionen $. Der bilaterale Handel beträgt derzeit rund 16,1 Millionen $ bei einem Ziel von 200 Millionen $.
Direkter Kontakt zwischen Erzeugern und Importeuren
Erlist Akunbekov, stellvertretender Vorsitzender des Ministerkabinetts Kirgisistans und Minister für Wasserressourcen, Landwirtschaft und verarbeitende Industrie, empfing den außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter Pakistans in der Kirgisischen Republik, Altamash Wazir Khan. Nach Angaben des Kabinettspressedienstes, die 24.kg zitiert, stand der Export kirgisischer Bohnen auf den pakistanischen Markt im Mittelpunkt des Treffens – ebenso wie die Schritte, die aus Absichtserklärungen tatsächliche Lieferungen machen.
Besonderes Gewicht legten beide Seiten laut 24.kg auf direkte Kontakte zwischen kirgisischen Produzenten und pakistanischen Importeuren, auf die Organisation von und Teilnahme an bilateralen Handelsmessen sowie auf die Festlegung konkreter Liefermengen und -bedingungen. economist.kg berichtet über dieselben Vereinbarungen und bezeichnet die Organisation direkter Bohnenlieferungen als zentrales Thema der Gespräche: Es gehe um abgestimmte Mengen und Konditionen, nicht um allgemeine Absichten.
Eine Kultur für 67 Millionen $ sucht einen neuen Markt
Statistische Daten, die 24.kg anführt, beziffern das Exportpotenzial kirgisischer Bohnen auf mehr als 50.000 Tonnen. Das Portal verweist zudem auf die stabile Nachfrage nach dieser Ware auf ausländischen Märkten: 2025 belief sich der Gesamtwert der Bohnenexporte auf 67 Millionen $. Bohnen zählen zu den wenigen Agrarpositionen des Landes mit belegter Exporthistorie – deshalb standen sie im Gespräch mit Pakistan im Zentrum und nicht auf einer allgemeinen Warenliste.
Weder 24.kg noch economist.kg schlüsseln auf, welcher Anteil dieser 67 Millionen $ nach Pakistan ging; Ausgangsmengen für den pakistanischen Markt werden nicht genannt. Die Zahl von 50.000 Tonnen ist ausdrücklich als Potenzial ausgewiesen und nicht als kontrahierte Menge. Der Umfang erster kommerzieller Partien bleibt damit offen, bis Erzeuger und Importeure Qualität, Preis und Zahlungsbedingungen untereinander klären.
Von 16,1 Millionen $ auf 200 Millionen $
Der gegenseitige Handel beider Länder beträgt derzeit rund 16,1 Millionen $, berichtet economist.kg. Dasselbe Medium hält fest, dass die Seiten zuvor erklärt hatten, den bilateralen Warenumsatz in den kommenden zwei Jahren auf 200 Millionen $ steigern zu wollen – mehr als das Zwölffache der heutigen Basis. Bohnen sind der am weitesten ausgearbeitete Teil dieser Agenda, aber nicht der einzige, auf den gesetzt wird.
Nach Angaben von economist.kg setzen die Länder außerdem auf Pharmazeutika, gemeinsame Produktionen und eine Transportroute über China zu den pakistanischen Häfen. Die Logistik ist für jeden Massenhandel mit Agrargütern entscheidend: Kirgisistan hat keinen Meereszugang, und der Zugriff auf Häfen an der pakistanischen Küste verändert die Kostenstruktur beim Abtransport von Massengütern aus Zentralasien.
Was vereinbart wurde
Das Treffen brachte Arbeitsvereinbarungen hervor, keine unterzeichneten Verträge. Laut 24.kg und economist.kg einigten sich die Seiten auf Folgendes:
- Aufbau direkter Kontakte zwischen kirgisischen Bohnenproduzenten und pakistanischen Importeuren;
- Organisation von und Teilnahme an bilateralen Handelsmessen;
- Festlegung konkreter Liefermengen und Lieferbedingungen;
- sofortiger Beginn der praktischen Arbeit an Lieferungen kirgisischer Agrarprodukte nach Pakistan.
Weder Termine für die ersten Verschiffungen noch Zollkonditionen oder Namen möglicher beteiligter Unternehmen wurden von den Publikationen genannt. Die Seiten hätten vereinbart, die Arbeit an Lieferungen kirgisischer Agrarerzeugnisse auf den pakistanischen Markt bereits jetzt zu intensivieren und mit gemeinsamen praktischen Schritten zur Ausweitung des Handels zu beginnen, berichtet 24.kg.