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Kasachstan steigert Import russischer Kondensmilch um 30 % auf 28 Mio. US-Dollar

Kasachstan hat von Januar bis Juli 2026 den Import russischer Milch und Sahne wertmäßig um 8 % auf 14,7 Mio. US-Dollar gesteigert, den von gezuckerter Kondensmilch und Kondenssahne um 30 % auf 28 Mio. US-Dollar. Bei Flüssigmilch blieb die Menge mit rund 10.100 Tonnen unverändert, der gesamte Wertzuwachs stammt aus dem Preis. Russland lieferte 30,8 % aller Wareneinfuhren des Landes.

Kasachstan steigert Import russischer Kondensmilch um 30 % auf 28 Mio. US-Dollar

Kasachstan hat in den ersten sieben Monaten 2026 den Import russischer Milch und Sahne wertmäßig um 8 % auf 14,7 Mio. US-Dollar gesteigert. Der Import von Kondensmilch und Kondenssahne mit Zuckerzusatz legte um 30 % auf 28 Mio. US-Dollar zu. Die Zahlen stammen vom Statistikamt Kasachstans und wurden von TASS ausgewertet.

Von Januar bis Juli 2025 bezifferte Astana die Käufe russischer Milch und Sahne auf rund 13,6 Mio. US-Dollar. Verglichen wird in beiden Jahren derselbe Siebenmonatszeitraum, die Veränderung geht also nicht auf einen verschobenen Berichtszeitraum zurück. Zusammen kamen beide Molkereikategorien im Zeitraum auf 42,7 Mio. US-Dollar.

Kondensmilch treibt den Zuwachs

Die deutlichere Bewegung zeigt sich bei gezuckerter Kondensmilch und Kondenssahne. Mengenmäßig stiegen die Lieferungen laut TASS-Auswertung der kasachischen Daten um rund 20 % auf fast 10.200 Tonnen, nach 8.400 Tonnen von Januar bis Juli 2025. Der Wert wuchs schneller als die Menge – 30 % gegenüber 20 % –, die Käufer in Kasachstan zahlten also mehr je Tonne als im Vorjahr. Rechnerisch liegt der Durchschnittswert der Lieferungen 2026 bei knapp 2.700 US-Dollar je Tonne.

Gezuckerte Kondensmilch lässt sich von allen Milchprodukten am leichtesten über weite Strecken transportieren: lange Haltbarkeit, keine Kühlkette, Großabnahmen durch Süßwaren-, Back- und Speiseeishersteller sowie den Einzelhandel. Kasachstan und Russland gehören beide der Eurasischen Wirtschaftsunion an, Zollschranken zwischen den Märkten entfallen, für Exporteure bleiben Transport und Preis die entscheidenden Variablen.

Flüssigmilch und Sahne: Menge stabil, Rechnung höher

Bei nicht konzentrierter Milch und Sahne sieht das Bild anders aus. Die Mengen blieben etwa auf dem Niveau von 2025, die Republik führte von Januar bis Juli rund 10.100 Tonnen aus Russland ein. Da die Tonnage unverändert blieb, der Wert aber um 8 % stieg, geht der gesamte Zuwachs auf höhere Preise und nicht auf zusätzliche Lieferungen zurück. Für Verarbeiter in Kasachstan bedeutet das eine höhere Rohstoffrechnung bei gleicher Menge; ein Verdrängen der Importe durch heimische Rohmilch zeigen die Handelsdaten nicht.

  • Milch und Sahne: 14,7 Mio. US-Dollar, plus 8 % zum Vorjahr; rund 10.100 Tonnen, weitgehend unverändert
  • Kondensmilch und Kondenssahne mit Zucker: 28 Mio. US-Dollar, plus 30 %; fast 10.200 Tonnen, plus rund 20 %
  • Milch und Sahne, Januar bis Juli 2025: rund 13,6 Mio. US-Dollar
  • Kondensmilch und Kondenssahne, Januar bis Juli 2025: 8.400 Tonnen

Russland bleibt wichtigster Lieferant

Über die Molkereiprodukte hinaus war Russland in den sieben Monaten Kasachstans größter Importpartner und stellte 30,8 % aller aus dem Ausland eingeführten Waren, wie das Statistikamt mitteilte. Knapp ein Drittel des kasachischen Importkorbs stammt damit aus einem einzigen Land, weshalb sich Änderungen bei russischem Angebot und Preis unmittelbar in den Kosten kasachischer Unternehmen niederschlagen.

Die Molkereizahlen fügen sich in dieses Muster ein. Zwei Kategorien entwickeln sich unterschiedlich: Die eine wächst allein über den Preis, die andere gewinnt tatsächlich an Tonnage. Das deutet auf stabile Nachfrage nach russischen Milchprodukten in Kasachstan und auf eine wachsende Rolle gerade der verarbeiteten, gezuckerten Erzeugnisse hin. Russische Exporteure verbreitern ihre Erlösbasis im Nachbarmarkt, kasachische Hersteller treffen auf Importkonkurrenz, die im Segment mit höherer Wertschöpfung am schnellsten zulegt. Weder TASS noch das Statistikamt veröffentlichten eine Aufschlüsselung nach Unternehmen oder Regionen.

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