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Kanada erhält nach 23 Jahren wieder Marktzugang für Rindfleisch in der Dominikanischen Republik

Die Dominikanische Republik hat Importe von kanadischem Rindfleisch und Rindfleischerzeugnissen einschließlich Innereien von Rindern aller Altersklassen genehmigt, wie die kanadische Lebensmittelinspektionsbehörde am 11. September 2026 mitteilte. Damit enden die 2003 nach dem ersten BSE-Fall in Kanada verhängten Beschränkungen. Die Rindfleischimporte des Landes lagen 2025 bei über 200 Millionen Dollar.

Kanada erhält nach 23 Jahren wieder Marktzugang für Rindfleisch in der Dominikanischen Republik

Die Dominikanische Republik hat Importe von kanadischem Rindfleisch und Rindfleischerzeugnissen einschließlich Innereien von Rindern aller Altersklassen genehmigt. Das teilte die kanadische Lebensmittelinspektionsbehörde CFIA am 11. September 2026 mit. Die Entscheidung öffnet kanadischen Lieferanten erstmals seit 2003 wieder einen bedeutenden Markt in der Karibik. 2003 hatte die Dominikanische Republik nach dem ersten in Kanada festgestellten Fall der bovinen spongiformen Enzephalopathie (BSE) Beschränkungen verhängt.

Die aus Ottawa verbreitete Mitteilung wurde von Les Affaires veröffentlicht. Sie sieht keine Altersgrenze für die Rinder vor, aus denen die zugelassenen Erzeugnisse stammen, und schließt Innereien ausdrücklich ein. Kanadische Rindfleisch verarbeitende Betriebe dürfen nun in das Land liefern. Rinder aller Altersklassen plus Innereien ist die weitestgehende Form des Zugangs: Keine Kategorie zugelassener Rindfleischerzeugnisse bleibt außen vor.

Ein Audit, keine Handelsverhandlung, öffnete den Markt

Die Öffnung folgte auf ein Audit des kanadischen Rindfleisch-Inspektionssystems durch die dominikanische Generaldirektion für Arzneimittel, Lebensmittel und Gesundheitsprodukte (DIGEMAPS) und die Generaldirektion für Viehwirtschaft (DIGEGA). Nach Angaben der CFIA bestätigte das Audit die Belastbarkeit und Verlässlichkeit der kanadischen Kontrollen in den Bereichen Lebensmittelsicherheit, Inspektion und Tiergesundheit. Daraufhin hoben die dominikanischen Behörden die seit mehr als zwei Jahrzehnten geltenden Beschränkungen auf.

Kanada verfügt über den international anerkannten Status eines Landes mit vernachlässigbarem BSE-Risiko. Dieser Status spiegelt nach Darstellung der CFIA den wissenschaftlich fundierten Rahmen des Landes für Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit wider und stützt die Bemühungen, den Marktzugang auszuweiten, die globale Ernährungssicherheit zu stärken und Verbraucherinnen und Verbraucher weltweit mit hochwertigem kanadischem Rindfleisch zu beliefern. Zum kommerziellen Zugang wurde er in diesem Fall erst nach der Vor-Ort-Prüfung durch die Behörden des Einfuhrlandes.

Ein Importmarkt von mehr als 200 Millionen Dollar

Nach Angaben des kanadischen Fleischrats Canadian Meat Council importierte die Dominikanische Republik 2025 Rindfleisch im Wert von mehr als 200 Millionen Dollar; der Verband bezeichnet das Land als bedeutenden Fleischimportmarkt. Kyle Larkin, Präsident und Geschäftsführer des Rats, erklärte, die Organisation setze sich seit 2023 für den Zugang ein und habe die dominikanische Auditmission während ihres Kanada-Besuchs empfangen und finanziert.

Ohne dieses Audit und letztlich ohne die dominikanische Genehmigung hätten kanadische Betriebe nicht in diesen Markt exportieren können, sagte Larkin. Mit dem nun erteilten Zugang könnten kanadische Verarbeiter darum konkurrieren, dominikanische Verbraucher mit hochwertigem kanadischem Rindfleisch zu beliefern. Das Ergebnis eröffne weitere Exportmöglichkeiten und eine stärkere Marktdiversifizierung entlang der gesamten Lieferkette.

  • Umfang: Rindfleisch und Rindfleischerzeugnisse einschließlich Innereien von Rindern aller Altersklassen.
  • Markt seit 2003 geschlossen, nach dem ersten BSE-Fall in Kanada.
  • Auslöser: Audit des kanadischen Inspektionssystems durch DIGEMAPS und DIGEGA.
  • Größe: Rindfleischimporte von mehr als 200 Millionen Dollar im Jahr 2025 laut Canadian Meat Council.

Was das für Erzeuger und Verarbeiter bedeutet

Landwirtschaftsminister Heath MacDonald bezeichnete die Dominikanische Republik als wichtigen und wachsenden Markt in Amerika. Die Wiederherstellung des Zugangs schaffe Chancen für kanadische Landwirte und Verarbeiter, ihre Präsenz auszubauen, ihre Geschäfte zu stärken und Beschäftigung in ganz Kanada zu sichern. Die Regierung werde weiter mit Branchen- und internationalen Partnern zusammenarbeiten, um neue Märkte zu öffnen.

Die CFIA ordnete die Genehmigung in die laufenden Bemühungen ein, international Zugänge für kanadische Agrar- und Lebensmittelprodukte zu sichern. Für die Verarbeiter verlagert sich die Arbeit nun auf die Zertifizierung zugelassener Betriebe und auf Abschlüsse mit dominikanischen Importeuren, die sich in den 23 Jahren des geschlossenen Marktes bei anderen Lieferanten eingedeckt haben.

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