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Indonesien meldet breite Hühnerfleisch-Teuerung und Rindfleisch über Referenzwert

Die Preise für Hühnerfleisch stiegen Anfang August 2026 in 188 indonesischen Landkreisen und Städten, teilte BPS mit. Rindfleisch kostete landesweit im Mittel Rp 143.137 je Kilogramm und auf einem Markt in Süd-Jakarta bis zu Rp 150.000.

Indonesien meldet breite Hühnerfleisch-Teuerung und Rindfleisch über Referenzwert

Hühnerfleisch wird in 188 Regionen teurer

Die indonesische Statistikbehörde BPS hat Hühner- und Rindfleisch zu besonders zu beobachtenden Lebensmitteln erklärt, nachdem die Preise Anfang August 2026 in mehreren Landesteilen gestiegen waren. BPS-Leiterin Amalia Adininggar Widyasanti sagte, beide Proteinquellen erforderten vor allem in Regionen mit einem steigenden Preisentwicklungsindex IPH Aufmerksamkeit.

Nach Angaben von Kumparan lag der landesweite Durchschnittspreis für Masthühnerfleisch bei Rp 39.712 je Kilogramm. Damit blieb er knapp unter dem staatlichen Referenzankaufspreis HAP, doch BPS bezeichnete das Anstiegstempo als hoch. Hühnerfleisch trug in 188 Landkreisen und Städten zu höheren IPH-Werten bei. Der Preisdruck ist damit geografisch breit, obwohl der nationale Durchschnitt die Referenzmarke noch nicht überschritten hat.

Auf lokaler Ebene fielen die Bewegungen deutlich stärker aus. Im Landkreis Südbangka veränderte sich der IPH für Hühnerfleisch um 34,58%. In Binjai erreichte der Anstieg 29,78%, während der dortige Preis bereits 5% über dem HAP lag. Dahinter standen unterschiedliche kurzfristige Angebots- und Nachfragefaktoren. In Südbangka beeinträchtigte schlechtes Wetter die Fischerei, woraufhin Verbraucher auf Hühnerfleisch auswichen. In Binjai zog die Nachfrage an, nachdem die Ernährungsversorgungsstellen nach den Schulferien ihren Betrieb wieder aufgenommen hatten.

Rindfleisch überschreitet staatlichen Referenzkorridor

BPS hob auch die Entwicklung bei Rindfleisch hervor. Laut Kumparan erreichte dessen landesweiter Durchschnittspreis in der ersten Augustwoche 2026 Rp 143.137 je Kilogramm. Dieser Wert lag nach Angaben der Behörde deutlich über dem HAP-Korridor. Besonders hoher Druck zeigte sich in den Landkreisen Kubu Raya und Melawi, wo die Verkaufspreise um gut zehn bis mehrere zehn Prozent über dem Referenzwert lagen.

Eine Markterhebung von Liputan6 am 10. August bestätigte das hohe Preisniveau auf dem traditionellen Markt Kebayoran Lama in Süd-Jakarta. Ein Händler bot Rindfleisch für rund Rp 150.000 je Kilogramm an und erklärte, der Preis sei seit dem Opferfest hoch geblieben. Ein anderer verlangte Rp 138.000–140.000, weil Verbraucher Rp 150.000 nicht tragen könnten. Ihm zufolge hält das hohe Niveau bereits seit dem Fest des Fastenbrechens an.

Auch Hühnerfleisch wurde auf diesem Markt teurer. Ein Geflügelhändler sagte Liputan6, die Preise stiegen seit 10 Tagen. Hühnerbrust kostete Rp 55.000 je Kilogramm, Schenkelfleisch Rp 50.000 und Hühnerfüße Rp 30.000. Diese Einzelhandelspreise gelten für den jeweiligen Markt und Zuschnitt, während die BPS-Zahl einen landesweiten Durchschnitt darstellt.

Andere Lebensmittel zeigen ein gemischtes Bild

Die Preisentwicklung war insgesamt nicht einheitlich inflationär. BPS registrierte in 161 Landkreisen und Städten einen rückläufigen Gesamt-IPH, während 65 einen Anstieg verzeichneten. In Kebayoran Lama sank der Eierpreis von Rp 28.000 je Kilogramm in der Vorwoche auf Rp 25.000. Premiumreis blieb bei Rp 17.000 je Kilogramm, Reis mittlerer Qualität bei rund Rp 14.000 und einfacherer Reis bei Rp 13.000. Speiseöl kostete unverändert Rp 21.000 je Liter und Zucker Rp 19.000 je Kilogramm.

Eine Ausnahme waren Erdnüsse, deren Preis von Rp 38.000 auf Rp 45.000 je Kilogramm stieg. Ein örtlicher Lebensmittelhändler konnte die genaue Ursache nicht nennen, vermutete aber einen möglichen Zusammenhang mit ausländischen Lieferanten. BPS forderte die betroffenen Lokalregierungen zu Markteingriffen auf, um den Preisanstieg bei Hühner- und Rindfleisch zu bremsen. Für Fleischerzeuger, Händler und Einzelhändler bedeutet die regionale Streuung, dass lokale Verfügbarkeit und Nachfrage kurzfristig ebenso wichtig bleiben wie der nationale Durchschnitt.

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