Haselnusspreise in Trabzon erreichen mit der neuen Ernte 2026 Rekordwerte
Am 24. September 2026 sind die Haselnusspreise am freien Markt in Trabzon mit der neuen Ernte deutlich gestiegen; in Vakfıkebir erreichte Tombul 189,00 Lira je Kilogramm. Landesweit lagen die gewichteten Durchschnittspreise bei 172,44 Lira für Tombul, 163,97 für Levant und 164,80 für Sivri. Wegen steigender Produktionskosten halten Erzeuger Ware im Lager zurück.
Die Preise für Haselnüsse aus der neuen Ernte sind in Trabzon, einem der wichtigsten Produktions- und Handelszentren an der türkischen Ostschwarzmeerküste, in dieser Woche deutlich gestiegen, nachdem die Ernte 2026 auf den Markt gekommen ist. Nach Angaben von Haber Expres zeigten die am Donnerstag, dem 24. September 2026, um 08:31 Uhr aktualisierten Notierungen des freien Marktes ausgeprägte Unterschiede zwischen den Landkreisen, in einzelnen Orten wurden Rekordwerte erreicht.
Der türkische Handel notiert Haselnüsse nach Handelssorten. In den Daten aus Trabzon sind das Tombul, Levant – auch Çakıldak genannt – und die dünnschalige Sorte Sivri beziehungsweise Yerli. Erzeuger, die die Nachtrocknung abgeschlossen und die Ware eingelagert haben, verfolgen die Ankaufspreise von Händlern und Börsen genau.
Mehr als 20 Lira Spanne zwischen den Landkreisen
Im Provinzzentrum fand Tombul aus der Ernte 2026 bei 175,00 Lira je Kilogramm Käufer, Levant wurde bei 172,00 Lira gehandelt, Sivri bei 166,00 Lira, berichtet Haber Expres. Zwischen den Landkreisen fiel die Spanne erheblich größer aus:
- Vakfıkebir: Tombul 189,00 Lira je Kilogramm, der höchste Wert der Provinz; Levant 174,00 Lira; Sivri 184,00 Lira
- Araklı: Tombul 175,00 Lira, Levant 170,00 Lira, Sivri 165,00 Lira
- Arsin: Tombul 174,00 Lira, Levant 170,00 Lira, Sivri 164,00 Lira
- Yomra: Tombul 173,50 Lira, Levant 169,00 Lira, Sivri 164,50 Lira
- Akçaabat: Tombul 168,00 Lira, Levant 162,75 Lira, Sivri 156,00 Lira
Allein bei Tombul betrug der Abstand zwischen Vakfıkebir und Akçaabat 21,00 Lira je Kilogramm, rund 12,5 % über der niedrigeren Notierung. Vakfıkebir war zugleich der einzige Landkreis in der Erhebung, in dem Sivri mit 184,00 Lira höher bewertet wurde als Levant.
Landesdurchschnitt und die beiden Ränder des Marktes
Landesweit wurde der gewichtete Durchschnitt des freien Marktes derselben Marktübersicht zufolge mit 172,44 Lira je Kilogramm für Tombul, 163,97 Lira für Levant und 164,80 Lira für Sivri berechnet. Die höchsten Ankaufspreise des Tages lagen türkeiweit bei 190,00 Lira für Tombul, 185,00 Lira für Levant und 183,50 Lira für Sivri. Den Tageshöchstwert bei Tombul und Levant verzeichnete Eynesil, der höchste Sivri-Preis wurde in Tirebolu notiert.
Die niedrigsten Ankaufswerte des Tages wurden in der Region Kandıra registriert: 140,24 Lira für Tombul, 128,24 Lira für Levant und 134,49 Lira für Sivri. Bei Tombul ergibt das eine landesweite Spanne von 49,76 Lira je Kilogramm, der Spitzenpreis liegt rund 35 % über dem niedrigsten Wert. Die Übersicht beschreibt einen klaren Aufwärtstrend bei Tombul und Levant, während sich die dünnschalige Sivri seitwärts bewegt – deshalb liegt der landesweite Levant-Durchschnitt derzeit knapp unter dem von Sivri.
Ausbeute, Feuchtigkeit und Ölgehalt erklären die Spanne
Die Preisunterschiede zwischen Landkreisen und Regionen gehen dem Bericht zufolge vor allem auf Kernausbeute, Feuchtigkeitsgrad und Ölqualität der Nuss zurück. Partien Tombul mit einem Ölgehalt von 54 % und mehr haben für Exporteure und die Schokoladenindustrie erste Priorität und werden deshalb am oberen Rand des freien Marktes gehandelt. Das wirkt über Trabzon hinaus: Die Türkei ist die wichtigste Herkunft für die internationale Süßwarenindustrie, und die Kernqualität entscheidet, welche Partien in Exportkontrakte gehen und welche in den heimischen Handel mit Nussmus und Snacks.
Erzeuger halten Ware zurück
Angesichts gestiegener Produktionskosten entscheiden sich Erzeuger in Trabzon teilweise dafür, die Ware im Lager zu halten, statt sie sofort auf den Markt zu bringen, und warten auf Preise, die sie für angemessen halten, berichtet Haber Expres. Die Händler des freien Marktes wiederum mahnen die Verkäufer, die Ware gründlich zu trocknen und keine feuchten Nüsse anzuliefern.
Unter Berücksichtigung des Einkaufswettbewerbs im Inland und währungsbedingter Nachfrageverschiebungen auf den internationalen Märkten dürften die Preise in Trabzon und den Nachbarprovinzen ihre Aufwärtsdynamik in den kommenden Tagen beibehalten, heißt es in dem Bericht.