Griechische Supermärkte senken Preise für bis zu 1.500 wichtige Artikel
Griechische Supermärkte und Lieferanten starten am 31. August abgestimmte Preissenkungen für wichtige Waren. Rund 1.100 Artikel sind bereits erfasst; die endgültige Liste könnte 1.500 erreichen, bei einem bislang vereinbarten Durchschnittsrabatt von etwa 7 %.
Händler und Lieferanten teilen sich den Rabatt
Griechische Supermärkte bereiten im Rahmen einer landesweiten Vereinbarung zwischen Handel und Lieferanten ab dem 31. August Preissenkungen für zahlreiche wichtige Waren vor. Die Initiative umfasst Lebensmittel, Haushaltsprodukte und Schulbedarf. Nach Angaben von thebest.gr und To Pontiki liegt die bislang vereinbarte durchschnittliche Senkung bei etwa 7 %.
Die Lieferanten reduzieren ihre Preise um rund 5 %, während die Supermarktketten weitere 1,5 % bis 2 % beisteuern. Der endgültige Nachlass hängt vom jeweiligen Produkt sowie von der Beteiligung einzelner Lieferanten und Händler ab. Entwicklungsminister Takis Theodorikakos erklärte, ein Produkt müsse für die Aufnahme mindestens 5 % günstiger werden. Bei einigen Artikeln seien zweistellige Senkungen vorgesehen.
Die Vereinbarung soll die Preise häufig gekaufter Waren dämpfen und die Haushaltsbudgets entlasten. To Pontiki zufolge gelten die Rabatte für einzelne Produkte zwei bis vier Monate. Die übergreifende Initiative beginnt am 31. August und soll laut thebest.gr mindestens bis zum 31. Dezember 2026 laufen.
Liste könnte von 1.100 auf 1.500 Artikel wachsen
Bislang nehmen rund 1.100 Artikel teil. Das griechische Entwicklungsministerium rechnet damit, dass vor dem Start weitere 200 bis 300 hinzukommen könnten. Damit wäre eine Gesamtzahl von bis zu 1.500 möglich. Die endgültige Liste und die genauen Reduktionssätze wurden vor der Einführung noch festgelegt.
Zu den erfassten Kategorien gehören Fleisch, Milchprodukte, Eier, Teigwaren, Babynahrung, Kaffee, Wasch- und Reinigungsmittel sowie Schulbedarf. Die Initiative reicht damit über Lebensmittel hinaus und erfasst wiederkehrende Haushaltsausgaben. Schulartikel wurden mit Blick auf den Beginn des neuen Schuljahres im September aufgenommen.
Rund 60 Lieferanten haben Interesse an einer Teilnahme bekundet; weitere vier oder fünf Unternehmen sollen hinzukommen. Ihre Beteiligung entscheidet über den Umfang der endgültigen Liste und die Verteilung der Rabatte auf Marken und Kategorien. Mit ihrem zusätzlichen Nachlass tragen die Handelsketten einen Teil des Margendrucks selbst, statt sich ausschließlich auf niedrigere Einkaufspreise zu stützen.
Folgen für Haushalte und Marktteilnehmer
Theodorikakos erklärte, die genaue Artikelzahl sei weniger wichtig als die Einbeziehung von Massenprodukten, die ein durchschnittlicher griechischer Haushalt benötigt. Eine vorübergehende Senkung der monatlichen Supermarktausgaben um 40 € oder 50 € sei für Verbraucher, die ihre Ausgaben genau kontrollieren müssen, erheblich.
Die Initiative folgt auf einen Rückgang der griechischen Lebensmittelinflation im Juli. To Pontiki berichtete unter Berufung auf Eurostat, dass die Lebensmittelpreise gegenüber dem Vorjahr um 0,4 % und gegenüber Juni um 2,3 % gesunken seien. Dies war die niedrigste monatliche Veränderung im Euroraum. Der Minister wertete die Daten als Zeichen für die Wirkung der sommerlichen Preisvereinbarung, räumte jedoch ein, dass nicht alle Produkte billiger geworden seien und einige Preise gestiegen seien.
Lieferanten erhalten durch die Teilnahme Zugang zu einer landesweit beworbenen Gruppe umsatzstarker Produkte, müssen dafür aber mindestens 5 % Preisnachlass gewähren. Supermärkte müssen die zusätzlichen 1,5 % bis 2 % durch mehr Kundenverkehr und höhere Absatzmengen ausgleichen. Entscheidend bleibt die Zusammensetzung der Liste: Eine breite Abdeckung häufig gekaufter Grundprodukte wirkt sich stärker auf Haushaltsrechnungen aus als eine längere Liste mit selten gekauften Artikeln.
Vollständige Marktanalyse