Frankreich bleibt 2025 größter Eiscremeexporteur der EU
Frankreich blieb 2025 mit 59,1 Millionen Kilogramm der größte EU-Exporteur von Eiscreme in Drittländer. Die gesamten Ausfuhren der Union stiegen um 10 % auf 289,8 Millionen Kilogramm und damit schneller als die Produktion.
Frankreich behauptet seinen Vorsprung vor Italien
Frankreich blieb 2025 der größte Exporteur von Eiscreme aus der Europäischen Union in Märkte außerhalb des Staatenbundes. Das zeigen Eurostat-Daten, über die Patrasevents.gr berichtete. Die französischen Lieferungen erreichten 59,1 Millionen Kilogramm und entsprachen rund 20 % aller EU-Eiscremeexporte in Drittländer.
Italien folgte mit 55,2 Millionen Kilogramm und einem Anteil von rund 19 %. Der Abstand betrug 3,9 Millionen Kilogramm. Italiens enge Verbindung mit Gelato sorgt damit zwar für eine starke internationale Marktposition, aber nicht für die Führung nach Exportvolumen. Belgien belegte mit 34,5 Millionen Kilogramm beziehungsweise 12 % Rang drei. Deutschland exportierte 29,9 Millionen Kilogramm oder 10 %, während die Niederlande mit 26,5 Millionen Kilogramm und etwa 9 % die ersten fünf komplettierten.
Fünf Länder kontrollieren rund 70 % der Lieferungen
Frankreich, Italien, Belgien, Deutschland und die Niederlande stellten zusammen rund 70 % der EU-Eiscremeexporte in Drittländer. Diese Konzentration zeigt, dass der Zugang zu Auslandsmärkten von einer relativ kleinen Gruppe europäischer Produktions- und Vertriebsstandorte geprägt wird. Für Verarbeiter und internationale Einkäufer machen die Zahlen zugleich sichtbar, welche Länder besonders stark von der Nachfrage außerhalb der EU abhängen.
Die EU-Mitgliedstaaten exportierten 2025 insgesamt rund 289,8 Millionen Kilogramm Eiscreme in Nicht-EU-Märkte. Das waren 10 % mehr als 2024 und etwa 26 Millionen Kilogramm zusätzlich innerhalb eines Jahres. Die Ausfuhren wuchsen deutlich schneller als die Produktion. Der Auslandsabsatz nahm somit einen größeren Teil des zusätzlichen Branchenangebots auf.
Auch die Einfuhren legten zu. Die EU-Staaten bezogen 77,8 Millionen Kilogramm Eiscreme aus Ländern außerhalb der Union. Gegenüber dem Vorjahr entsprach dies einem Anstieg um 12 % oder rund 8,5 Millionen Kilogramm. Trotz der prozentual stärkeren Importzunahme exportierte die EU weiterhin fast viermal so viel Eiscreme, wie sie importierte. Der Saldo unterstreicht die Position der europäischen Industrie als bedeutender Nettolieferant für internationale Märkte.
Produktion wächst, Griechenland bleibt importabhängig
Die EU produzierte 2025 insgesamt 3,44 Milliarden Liter Eiscreme, nach 3,38 Milliarden Litern im Jahr 2024. Das Jahresplus von 1,9 % blieb deutlich hinter dem Exportwachstum von 10 % zurück. Für Hersteller ist diese Abweichung ein klares wirtschaftliches Signal: Der Absatz außerhalb der EU wuchs schneller als die gesamte Fertigungsmenge. Exportkanäle gewinnen dadurch für Betriebe an Bedeutung, die zusätzliche Mengen vermarkten wollen.
Griechenlands Marktposition unterscheidet sich von derjenigen der führenden Exportländer. Das Land führte 2025 etwa 8,3 Millionen Kilogramm Eiscreme aus, importierte jedoch rund 19,5 Millionen Kilogramm. Die Einfuhren waren damit mehr als doppelt so hoch wie die Ausfuhren; die Differenz überstieg 11 Millionen Kilogramm. Patrasevents.gr brachte die starke Präsenz importierter Produkte trotz heimischer Fertigung mit der vom Tourismus, hohen Temperaturen und ausgeprägter Saisonalität gestützten Nachfrage in Verbindung.
Die Daten für 2025 zeigen sowohl Frankreichs knappen Vorsprung vor Italien als auch eine breitere Expansion des europäischen Handels. Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Hersteller ist nicht allein das kulinarische Ansehen eines Landes, sondern auch die Fähigkeit, große Mengen über etablierte internationale Kanäle zu liefern. Für Importeure und Händler außerhalb der EU bleiben Frankreich und Italien die größten Bezugsquellen. Belgien, Deutschland und die Niederlande bilden eine substanzielle zweite Anbietergruppe.