World Durum and Pasta Forum in Rom: Weltmarkt für Pasta erreicht 14,6 Milliarden Euro
Die dritte Ausgabe des World Durum and Pasta Forum in Rom bezifferte den Weltmarkt für Trockenpasta auf 14,6 Milliarden Euro, ein Plus von 0,8 % im Jahr bis zum 28. Juni 2026 bei einer Produktion von 6,9 Millionen Tonnen. Europa steht für rund die Hälfte des Marktes, italienische Marken halten in den USA etwa 42 %, während Italiens Hartweizenernte 2026 mit 3,8 Millionen Tonnen deutlich unter dem Vermahlungsbedarf liegt.
Ein Markt von 14,6 Milliarden Euro wächst langsam
Die dritte Ausgabe des World Durum and Pasta Forum fand in Rom im Palazzo Brancaccio statt und versammelte die wichtigsten italienischen und internationalen Akteure der Hartweizen- und Pastakette. Internationale Märkte, Preise, Verbrauch, Im- und Exporte sowie die Aussichten für Hartweizen standen im Zentrum, berichten Repubblica und Il Mattino, die beide die auf der Veranstaltung vorgestellten Zahlen veröffentlichten.
Ausgangspunkt der Diskussion war ein Weltmarkt für Trockenpasta im Wert von 14,6 Milliarden Euro, in dem Europa weiterhin das Zentrum der globalen Gleichgewichte bildet und italienische Marken im Ausland eine führende Rolle spielen. Daten aus 60 Ländern zeigen, dass der Markt im Jahr bis zum 28. Juni 2026 wertmäßig um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr zulegte, während die Produktion 6,9 Millionen Tonnen erreichte, ein Plus von 0,4 %. Der zugrunde liegende Verbrauchsbericht wurde von Affari & Finanza in Zusammenarbeit mit NielsenIQ erstellt.
- Weltmarkt für Trockenpasta: 14,6 Milliarden Euro, plus 0,8 % im Jahresvergleich
- Produktion: 6,9 Millionen Tonnen, plus 0,4 %
- Europa: rund die Hälfte des Weltmarktes, Mengen plus 0,9 %
- Asien-Pazifik: 1,1 Milliarden Euro, plus 2,3 %
Europa wächst wieder in der Menge
Europa bestätigte seine Stellung als wichtigster Markt für Trockenpasta: Auf die Region entfällt etwa die Hälfte des Gesamtvolumens, und mengenmäßig kehrt sie mit einem Zuwachs von 0,9 % zum Wachstum zurück. Die Region Asien-Pazifik bleibt deutlich kleiner, verzeichnet aber ebenfalls eine positive Entwicklung und erreicht 1,1 Milliarden Euro, ein Plus von 2,3 %.
In den meisten der untersuchten Länder waren Anzeichen einer Mengenerholung sichtbar, was auf ein günstigeres Umfeld als im Vorjahr hindeutet, so Repubblica. Die Differenz zwischen 0,8 % Wertwachstum und 0,4 % Mengenwachstum zeigt, dass ein Teil der Marktausweitung weiterhin aus Preis und Produktmix stammt und nicht aus zusätzlichem Verbrauch.
Italienische Marken halten in den USA rund 42 %
Die führenden italienischen Marken halten außerhalb Italiens etwa ein Viertel des Trockenpasta-Marktes, so die von Il Mattino zitierten Analysten. In einzelnen strategischen Märkten ist das Gewicht deutlich höher: In den Vereinigten Staaten erreicht ihr Anteil rund 42 %.
Dieselben Marken erzeugen weiter Wert und festigen ihre Anteile, gestützt in den meisten Märkten auf eine Premium-Preispositionierung über dem Kategoriedurchschnitt. Für Exporteure ist genau diese Kombination – ein Viertel des Marktes außerhalb Italiens bei überdurchschnittlichen Preisen – der Kern des Auslandsgeschäfts mit italienischer Pasta.
Italien vermahlt weit mehr Hartweizen als es erntet
2026 lag die italienische Hartweizenproduktion bei etwa 3,8 Millionen Tonnen, bei einer Gesamtvermahlung von 6,5 bis 6,8 Millionen Tonnen im Fünfjahresdurchschnitt. Diese Lücke macht italienische Mühlen und Pastahersteller von importiertem Hartweizen abhängig. Entsprechend widmete das Forum eigene Sessions den Herkünften mit dem größten Gewicht für die globalen Bilanzen: Kanada, den Vereinigten Staaten, Europa, der Türkei und Nordafrika.
Die Marktüberblicke präsentierten Dean Arsenie (Hartweizenmarkt Kanada, USA und Mexiko), Emilio Ferrari (europäischer Hartweizenmarkt), Tair Batalov (kasachischer Hartweizenmarkt), Saban Buflanri (türkischer Hartweizenmarkt) und Stefania Verini (weltweite Pastaproduktion und -ausfuhr). Aus der Industrie kamen Beiträge von Francesco Casillo (Casillo Spa Società Benefit), Marco De Matteis (De Matteis Agroalimentare Spa), Vincenzo Divella (Divella Spa), Angelo Mastrolia (Newprincess Spa), Margherita Mastromauro (Pastificio Riscossa – Unione Italiana Food), Marina Mastromauro (Granoro Spa), Massimo Menna (Pastificio Lucio Garofalo Spa) und Nicola Ricci (Molitoria Umbra Srl). Repubblica fasste die Verschiebung der Beschaffung in ihrer Überschrift als Weg „von Kanada in die Türkei“ zusammen.