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Westbengalen plant Kartoffel-Transporthilfe wegen Überschuss von 3 Millionen Tonnen

Westbengalen bereitet eine Beihilfe für Kühlhausbetreiber und Händler vor, die Kartoffeln in andere indische Bundesstaaten liefern, nachdem ein Überschuss von 3 Millionen Tonnen die Erzeugerpreise gedrückt hat. Im Distrikt Etah in Uttar Pradesh waren bis zum 26. Juli erst 13 % der eingelagerten Kartoffeln ausgelagert, während die Großhandelspreise unter den Kosten der Erzeuger lagen.

Westbengalen plant Kartoffel-Transporthilfe wegen Überschuss von 3 Millionen Tonnen

Überschuss begrenzt Absatzwege für Erzeuger in Westbengalen

Westbengalen bereitet eine Beihilfe vor, um überschüssige Kartoffeln in andere indische Bundesstaaten zu bringen, nachdem schwache Lieferungen aus dem Bundesstaat zu deutlich niedrigeren Erzeugerpreisen geführt haben. Prabhat Khabar berichtet von einem Überschuss von 3 Millionen Tonnen und Preisen von 100-150 Taka je Sack. Die Ernte aus Westbengalen habe in diesem Jahr nicht in andere Bundesstaaten geliefert werden können, wodurch Absatzmöglichkeiten wegfielen und die Verluste der Landwirte stiegen.

Bei einem Besuch in Hooghly sagte Panchayat-Minister Dilip Ghosh, die Regierung bereite Unterstützung für den Transport der zusätzlichen Produktion vor. Der Vorschlag sei dreimal an das Finanzressort geschickt worden; zudem sei im Haushalt eine Beihilfe für die Abnahme von Kartoffeln bei Landwirten angekündigt worden. Empfänger sollen Kühlhausbetreiber und Händler sein, die Ware in andere Bundesstaaten versenden. Die Mittel sollen über das Agrarmarketingressort bereitgestellt werden.

Ghosh führte die aktuellen Marktprobleme außerdem auf Beschränkungen für Kartoffellieferungen zurück, die die frühere Regierungschefin in den vergangenen Jahren verhängt habe. Prabhat Khabar bezeichnet die geplante Maßnahme als Exportbeihilfe, obwohl der Minister Lieferungen in andere indische Bundesstaaten und nicht ins Ausland nannte. Zur Höhe, zum Gesamtbudget und zum Starttermin der Beihilfe enthalten die Quellen keine Angaben.

Auslagerungen in Uttar Pradesh verlaufen schleppend

Auch im Distrikt Etah in Uttar Pradesh steht der Markt unter Druck. Laut Live Hindustan lagerten bis April insgesamt 200.000 Tonnen Kartoffeln in den 23 Kühlhäusern des Distrikts. Rund 35 % oder etwa 70.000 Tonnen sind als Pflanzkartoffeln für die nächste Saison vorgesehen, die übrigen 65 % wurden für den Verkauf eingelagert.

Bis zum 26. Juli waren nur 13 % der Kartoffeln aus den Kühlhäusern in Etah ausgelagert, verglichen mit 30 % bis Juli des Vorjahres. Nach staatlichen Vorschriften müssen die Lager bis Dezember geräumt werden. Damit befinden sich noch 87 % der Bestände in den Kühlhäusern, während nur vier bis fünf Monate verbleiben. Der pensionierte Gartenbauinspektor Ravendra Mishra warnte, dass Landwirte ihre Ware bis Dezember im Lager zurücklassen oder zu extrem niedrigen Preisen verkaufen müssten, falls Nachfrage und Großhandelspreise im August und September nicht anziehen.

Chipsona- und zuckerarme Kartoffeln kosteten im Großhandel von Etah 800-1.000 Rupien je Doppelzentner. Hybridkartoffeln erzielten lediglich 600-800 Rupien je Doppelzentner. Allein die Kühlhausmiete lag bei rund 150 Rupien pro 50-Kilogramm-Packung; hinzu kamen Kosten für Säcke, Arbeit und Transport. Die Landwirte konnten ihre Gesamtkosten damit nicht decken.

Reichliches Gemüseangebot belastet die Nachfrage zusätzlich

Sughar Singh, Gartenbaubeauftragter des Distrikts Etah, führte die langsamen Auslagerungen und niedrigen Preise auf ein großes Angebot an grünem Gemüse zurück. Zeitlich günstige geringe Niederschläge hätten die Produktion und Verfügbarkeit in der Region und den umliegenden Gebieten erhöht. Da grünes Gemüse reichlich und günstig angeboten wurde, sank der Kartoffelverbrauch und mehr Ware blieb eingelagert.

Die beiden regionalen Fälle zeigen dasselbe wirtschaftliche Problem in unterschiedlicher Größenordnung: Große Bestände treffen auf eine unzureichende kurzfristige Nachfrage. Westbengalen versucht, den Inlandsabsatz mit finanzieller Unterstützung auszuweiten. Den Erzeugern in Etah bleibt dagegen immer weniger Zeit, ihre Bestände vor der vorgeschriebenen Räumung der Kühlhäuser zu verkaufen.

Für Erzeuger, Händler und Lagerbetreiber hängt die Wirkung der Maßnahme in Westbengalen von ihrer Höhe, ihrem Startzeitpunkt und ihrer Fähigkeit ab, die Transportkosten zu Märkten außerhalb des Bundesstaates zu decken. In Etah werden die Auslagerungen im August und September sowie ein möglicher Anstieg der Großhandelspreise auf ein Niveau, das Lagerung, Umschlag und Transport abdeckt, entscheidend sein. Keine der Publikationen nennt über die beschriebenen Bedingungen hinaus Prognosen für Produktion, Verbrauch oder Preise.

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