Vietnams Schweinepreise fallen bei steigendem Angebot auf 56.000–58.000 VND je kg
Die Preise für Lebendschweine sind in allen Regionen Vietnams gefallen, weil ein höheres Angebot auf saisonal schwächere Nachfrage trifft. Landwirte, die ihre Bestände Anfang 2026 wieder aufgebaut haben, sehen sich Preisen von 56.000–58.000 VND je kg und wachsendem Druck durch Schweinefleischimporte gegenüber.
Preise fallen landesweit
Die Preise für Lebendschweine in Vietnam sind Mitte August weiter gesunken. Bei wachsendem Angebot und schwächerer Verbrauchernachfrage liegt die landesweite Ankaufsspanne nun bei 56.000–58.000 VND je kg. Nach Angaben von Thanh Nien dauert der Rückgang seit etwa einem Monat an, ohne dass sich bislang eine klare Stabilisierung abzeichnet. Das belastet Landwirte, die Anfang 2026 mit dem Wiederaufbau ihrer Bestände begonnen hatten.
Der Markt im Norden blieb nach einer Woche flächendeckender Abschläge unter Druck. Gegenüber dem vorherigen Wochenende sanken die Preise vielerorts um 2.000–3.000 VND je kg, womit die regionale Spanne bei 57.000–58.000 VND liegt. Quang Ninh, Bac Ninh, Hanoi, Hai Phong, Ninh Binh und Hung Yen hielten mit 58.000 VND je kg den landesweiten Höchststand. In Tuyen Quang, Cao Bang, Thai Nguyen, Lang Son, Lao Cai, Lai Chau, Dien Bien, Phu Tho und Son La zahlten Händler rund 57.000 VND je kg.
Regionale Preisabstände schrumpfen
In Zentralvietnam wurden Lebendschweine überwiegend für 56.000–58.000 VND je kg gehandelt. Da Nang und Khanh Hoa verzeichneten den stärksten Wochenrückgang: Dort fielen die Preise um 4.000 VND auf 56.000 VND je kg. Der Süden folgte derselben Richtung. Dong Nai hielt sich bei 58.000 VND, während Dong Thap und Ca Mau um 3.000 VND auf 56.000 VND je kg nachgaben. In den meisten anderen südlichen Regionen lagen die Preise bei rund 57.000 VND.
Die breite Korrektur hat die Preisunterschiede zwischen den Regionen deutlich verringert. Nach der jüngsten Woche sind die Verkaufspreise landesweit nahezu angeglichen, während zuvor größere regionale Abstände bestanden. Die Konvergenz zeigt, dass der Druck nicht auf ein einzelnes Produktionszentrum oder einen lokalen Absatzmarkt begrenzt ist.
Saisonflaute trifft auf frühe Verkäufe
Nguyen Tri Cong, Vorsitzender des Viehzuchtverbands von Dong Nai, sagte Thanh Nien, dass die Schweinefleischpreise im siebten Mondmonat üblicherweise nachgeben. Der Verbrauch sinkt, weil ein Teil der Konsumenten auf vegetarische Kost umsteigt und die Schulen noch in den Sommerferien sind. Der aktuelle Rückgang ist damit teilweise Ausdruck einer wiederkehrenden Nachfrageschwäche.
Die Angebotslage hat die saisonale Bewegung verschärft. Cong zufolge verunsicherte ein Vorgehen gegen verbotene Substanzen in der Tierhaltung viele Betriebe, sodass sie Schweine früher als geplant verkauften. Die zusätzlichen Tiere kamen gleichzeitig auf den Markt, erhöhten das verfügbare Angebot und beschleunigten den Preisverfall.
Importe erhöhen den Druck im Inland
Le Xuan Huy, Senior Deputy General Director der C.P. Vietnam Livestock Corporation, bezeichnete die aktuelle Phase ebenfalls als saisonales Markttief. Als weiteren wichtigen Belastungsfaktor nannte er die rasch steigenden Schweinefleischimporte, die einen größeren Anteil des inländischen Verbrauchs übernehmen.
Für Erzeuger, die ihre Bestände erst kürzlich aufgestockt haben, ist das Verkaufsumfeld schwierig: Mehr heimische Schweine erreichen die Käufer, während der saisonale Verbrauch schwach ist und importiertes Schweinefleisch um denselben Markt konkurriert. Händler und Verarbeiter können Tiere innerhalb einer ungewöhnlich engen landesweiten Preisspanne beschaffen. Landwirte tragen jedoch ein höheres Risiko weiterer Verluste, falls die frühen Verkäufe anhalten. Entscheidend wird sein, ob der vorübergehende Angebotsschub nachlässt und die Binnennachfrage nach dem saisonalen Tief wieder anzieht.