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USA kürzen Brasiliens Rohzuckerquote für 2027 um 35,9 %

Die USA teilen Brasilien im Rahmen der Zollquote für das Fiskaljahr 2027 nur noch 100.000 Tonnen Rohzuckerwert zu, 35,9 % weniger als im vorigen Zyklus. Damit schrumpft Brasiliens Zugang zum US-Präferenzmarkt, während die Dominikanische Republik, die Philippinen und Australien hohe Mengen erhalten.

USA kürzen Brasiliens Rohzuckerquote für 2027 um 35,9 %

Brasiliens Zuteilung sinkt auf 100.000 Tonnen

Die USA haben Brasiliens Anteil an der Zollquote für Rohzucker im Fiskaljahr 2027, das am 1. Oktober 2026 beginnt, deutlich gekürzt. Nach Angaben von SpaceMoney unter Berufung auf das Büro des US-Handelsbeauftragten erhält Brasilien 100.000 Tonnen Rohzuckerwert, kurz MTRV. Das sind 35,9 % weniger als die 155.990 MTRV des vorigen Zyklus.

Die Kürzung betrifft den präferenziellen Zugang zu einem der wichtigsten Absatzmärkte für brasilianischen Rohzucker. Einfuhren innerhalb der Zollquote werden günstiger behandelt als Mengen außerhalb der Quote. Die Zuteilung ist deshalb für Zuckerfabriken, Exporteure und US-Raffinerien wirtschaftlich relevant. Brasilien verfügte traditionell über den größten Länderanteil, muss nun aber möglicherweise einen Teil seiner geplanten Verkäufe umlenken.

USA halten an ihrer WTO-Gesamtverpflichtung fest

Die gesamte US-Rohzuckerquote für 2026/27 beträgt 1,117 Millionen MTRV. Der Auslandslandwirtschaftsdienst des US-Landwirtschaftsministeriums setzte diese Menge entsprechend der Mindestverpflichtung der USA bei der Welthandelsorganisation fest. Davon wurden 1,061 Millionen MTRV auf Lieferländer verteilt; 55.990 MTRV bleiben für eine Zuteilung vor Anfang Oktober in Reserve.

Mehrere konkurrierende Lieferanten erhielten erhebliche Mengen. Auf die Dominikanische Republik entfallen 189.340 MTRV, auf die Philippinen 145.240 MTRV und auf Australien 89.290 MTRV. Guatemala erhält 51.640 MTRV und Argentinien 46.260 MTRV. Laut SpaceMoney hielten oder erhöhten diese Länder ihre Anteile, während Brasiliens Quote sank. Das verändert den Wettbewerb um die Belieferung der US-Raffinerien.

Separate Quoten für weitere Zuckerkategorien

Das Quotenpaket umfasst auch raffinierten Zucker und zuckerhaltige Erzeugnisse. Die Gesamtquote für raffinierten Zucker wurde auf 22.000 MTRV festgesetzt, davon 10.300 MTRV für Kanada und 2.950 MTRV für Mexiko. Weitere 7.090 MTRV werden nach dem Windhundprinzip verwaltet, während 1.660 MTRV Spezialzucker vorbehalten sind.

Für zuckerhaltige Erzeugnisse gilt eine eigene Grenze von 64.710 Tonnen. Davon entfallen 59.250 Tonnen auf Kanada und 5.460 Tonnen auf andere Partner. Die Einfuhr der Präferenzmengen ist ab dem 1. Oktober 2026 möglich. Käufer und Verkäufer erhalten damit einen festen Zeitplan für Vertragsabschlüsse und Transportplanung.

Brasilianische Exporteure müssen Absatz neu ordnen

Die US-Entscheidung senkt die gesamte Rohzuckerquote nicht unter das WTO-Minimum, sondern verteilt den Zugang zwischen den Ursprungsländern neu. Für Brasilien geht es deshalb um eine länderspezifische Kürzung und nicht um einen allgemeinen Rückgang der US-Quotennachfrage. Fabriken und Händler können weniger Zucker zu Präferenzbedingungen einführen und dürften auf anderen Märkten stärker konkurrieren.

SpaceMoney nennt Asien und Afrika als mögliche alternative Absatzregionen und verweist auf die wachsende Bedeutung bilateraler Abkommen. Die wirtschaftliche Wirkung hängt außerdem von den Weltmarktpreisen für Zucker und dem Wettbewerb anderer Produzenten ab. Händler, Fabriken und US-Raffinerien müssen ihre Verkaufs-, Einkaufs- und Logistikpläne vor Beginn des neuen Quotenjahres anpassen.

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