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USA drängen Japan zur Beschleunigung der Zulassung frischer Kartoffelimporte

Die USA haben Japan erneut aufgefordert, das Verfahren zur Aufhebung des Einfuhrverbots für amerikanische Frischkartoffeln zu beschleunigen, berichtete Sankei Shimbun am 18. September. Die Prüfung läuft seit 2020 und umfasst drei Stufen. Japans Landwirtschaftsministerium hat die zweite Stufe abgeschlossen und geht demnächst zur letzten über.

USA drängen Japan zur Beschleunigung der Zulassung frischer Kartoffelimporte

Die USA haben Japan erneut aufgefordert, das Verwaltungsverfahren zu beschleunigen, mit dem das japanische Einfuhrverbot für amerikanische Frischkartoffeln aufgehoben würde. Das berichtete die Zeitung Sankei Shimbun am 18. September. Die Forderung sei an die japanische Seite gerichtet worden und an diesem Tag bekannt geworden.

Japan hatte die Prüfung einer möglichen Marktöffnung 2020 auf Antrag der US-Seite begonnen. Das Verfahren umfasst drei Stufen. Das japanische Ministerium für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei hat die zweite abgeschlossen und dürfte in Kürze zur letzten Stufe übergehen, schreibt Sankei. Einen Termin für den Abschluss dieses letzten Schritts nannte die Zeitung nicht.

Sechs Jahre Verfahren, eine Stufe offen

Die Daten sind der konkreteste Teil der Geschichte. Ein 2020 gestellter Antrag hat rund sechs Jahre gebraucht, um zwei von drei Stufen zu durchlaufen; die dritte hat noch nicht begonnen. Für eine einzelne Warenposition zeigt dieses Tempo, wie stark der Marktzugang für Agrarprodukte in Japan vom Pflanzenschutzverfahren bestimmt wird und nicht von Zoll- oder Quotenverhandlungen. Zum Ausgang der letzten Stufe enthält der Bericht von Sankei keine Angaben, eine Entscheidung zur Zulassung von Lieferungen ist nicht gefallen.

Die erneute Forderung aus Washington ist selbst die Nachricht. Sie signalisiert, dass die US-Seite den Zeitplan für zu langsam hält und bereit ist, das Thema wieder auf Regierungsebene anzusprechen, statt den technischen Ablauf abzuwarten.

Was die letzte Stufe kommerziell bedeutet

Bis zum Abschluss des Verfahrens und zur förmlichen Aufhebung des Verbots bleiben Frischkartoffeln aus den USA in Japan untersagt. Solange gibt es für Exporteure keinen legalen Lieferweg für Frischware, unabhängig von der Nachfrage auf japanischer Seite.

Eine Öffnung hätte Folgen über den Frischwarenhandel hinaus. Frisch eingekaufte Kartoffeln versorgen sowohl den Einzelhandel als auch Verarbeitungslinien, weshalb die Herkunft der Ware Packbetriebe und Verarbeiter ebenso betrifft wie Gemüseimporteure. All das beginnt jedoch erst nach Abschluss der dritten Stufe, und dazu nennt der Bericht keinen Zeitpunkt.

  • Der US-Antrag auf Öffnung des japanischen Marktes stammt aus dem Jahr 2020.
  • Das japanische Prüfverfahren umfasst drei Stufen.
  • Zwei Stufen sind abgeschlossen, die dritte soll in Kürze beginnen.
  • Frischkartoffeln aus den USA dürfen derzeit nicht nach Japan eingeführt werden.
  • Sankei Shimbun berichtete am 18. September über die erneute US-Forderung.

Offene Fragen für Exporteure und Importeure

Die operativen Details bleiben offen: kein Zeitplan für die letzte Stufe, keine Angaben zu den Bedingungen einer Öffnung, keine Mengenhinweise. Bei Quarantänefällen dieser Art hängt der kommerzielle Wert einer Öffnung meist weniger von der Entscheidung selbst ab als von den daran geknüpften Auflagen — welche Anbaugebiete zugelassen werden, welche Kontrolle oder Behandlung vorgeschrieben ist und wie Sendungen bei der Ankunft abgefertigt werden. Nichts davon ist bisher veröffentlicht.

Für japanische Abnehmer wie für US-Erzeuger ändert sich vorerst nichts. Der Vorgang ist einer Entscheidung einen Schritt näher gekommen und der politische Druck ist gestiegen, doch das Verbot gilt weiter.

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