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US-Sojabranche nimmt Bangladesch bei steigenden Importen und Verarbeitung ins Visier

US-Sojaexporteure richten ihren Fokus stärker auf Bangladesch, wo die Futtermittelnachfrage und die heimische Verarbeitung wachsen. In den ersten acht Monaten von MY26 kamen 84 % der Sojaimporte aus den USA; für MY27 werden 2,4 Millionen Tonnen erwartet.

US-Sojabranche nimmt Bangladesch bei steigenden Importen und Verarbeitung ins Visier

Bangladesch rückt auf der US-Sojaagenda nach oben

Die US-Sojabranche verstärkt ihre Bemühungen um eine breitere Aufstellung ihrer Exportmärkte. Bangladesch entwickelt sich dabei mit dem Wachstum seiner Geflügelhaltung, Aquakultur und Viehwirtschaft zu einem vorrangigen Abnehmer. Laut The Business Standard trägt die steigende Nachfrage in Südasien dazu bei, schwächere Lieferungen an einige traditionelle Zielmärkte auszugleichen.

Der US Soybean Export Council erwartet, dass die US-Ausfuhren von Sojabohnen, Sojaschrot und Sojaöl im Wirtschaftsjahr 2026-27 um 5 % zulegen. Auf der zweitägigen Konferenz Soy Connext in Chicago bringt der Verband Anbieter und Käufer zusammen. Im Mittelpunkt stehen Marktdiversifizierung, Nachhaltigkeit, die weltweite Marktlage und widerstandsfähige Lieferketten.

Mehr als 850 Teilnehmer werden erwartet, darunter rund 400 internationale Käufer aus 67 Ländern. Bangladesch ist mit einer zehnköpfigen Wirtschaftsdelegation vertreten, zu der Unternehmen wie Delta Agrofood Industries, Mahbub Group, Akij Feed, Nahar Agro und KGS Group gehören. Die Delegierten wollen US-Exporteure treffen sowie landwirtschaftliche Betriebe und Verarbeitungsanlagen besuchen.

US-Anteil an Bangladeschs Importen erreicht 84 %

Nach Daten des US-Landwirtschaftsministeriums, die The Business Standard anführt, lieferten die Vereinigten Staaten in den ersten acht Monaten von MY26 insgesamt 84 % der Sojaimporte Bangladeschs. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es 48 %. Damit hat sich die Beschaffung in kurzer Zeit deutlich zugunsten amerikanischer Anbieter verschoben.

Für MY27 werden Sojaimporte von 2,4 Millionen Tonnen erwartet, 4,3 % mehr als im Vorjahr. Die heimische Verarbeitung soll 2,35 Millionen Tonnen erreichen. Die eingeführten Bohnen werden zu Speisesojaöl und Sojaschrot verarbeitet, einem wichtigen Bestandteil von Futtermitteln für Geflügel, Nutztiere und Aquakultur.

Die Handelsbeziehung wird bereits durch eine im November 2025 unterzeichnete Kaufzusage über 1,25 Milliarden $ gestützt. Meghna Group of Industries, City Group, Delta Agrofood Industries, Mahbub Group und KGS Group verpflichteten sich, in den darauffolgenden zwölf Monaten US-Sojabohnen und Sojaschrot zu kaufen.

Größere US-Ernte stützt die Diversifizierung

Die Exportoffensive fällt in eine Phase, in der sich die US-Branche mit höherer Produktion und zusätzlichen heimischen Verarbeitungskapazitäten auf eine stärkere globale Nachfrage vorbereitet. Der Juli-Ausblick des USDA prognostiziert für diese Saison eine US-Rekordernte von 4,5 Milliarden Bushel. Die Landwirte bestellten 85,4 Millionen Acres, 5 % mehr als ein Jahr zuvor.

Die US-Exporte von Sojaschrot erreichten laut US Soybean Export Council in MY25 den Rekordwert von 16,3 Millionen Tonnen, ein Plus von 13,9 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die Lieferungen ganzer Sojabohnen nach Japan, Indonesien und Südasien nahmen in MY26 zu. Mexiko bleibt einer der größten Abnehmer, während Ägypten seine Einfuhren deutlich ausgeweitet hat.

Jim Sutter, Vorstandsvorsitzender des US Soybean Export Council, erklärte, die Verkäufe außerhalb der traditionellen Märkte seien seit Jahresbeginn nach dem Vorjahresrekord kräftig gestiegen. US-Soja konkurriere über einen höheren Produktwert und nicht über den Preis. Für Verarbeiter und Futtermittelhersteller in Bangladesch bedeutet die engere Beziehung Zugang zu einem größeren US-Angebot; amerikanische Erzeuger und Exporteure gewinnen zugleich einen weiteren Absatzkanal und eine breitere geografische Kundenbasis.

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