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US-Importe von russischem Speiseeis erreichen höchsten Stand seit April 2022

Die USA importierten im Juli russisches Speiseeis im Wert von 107.900 $, so viel wie seit April 2022 nicht mehr. Der Warenwert stieg gegenüber dem Vormonat um 42 % und auf das 2,4-Fache des Vorjahreswertes, blieb jedoch weit unter dem Höchststand vom April 2022.

US-Importe von russischem Speiseeis erreichen höchsten Stand seit April 2022

Importwert steigt im Juli auf 107.900 $

Die Vereinigten Staaten importierten im Juli russisches Speiseeis im Wert von 107.900 $. Das war der höchste monatliche Wert seit dem Frühjahr 2022. Infox veröffentlichte die Zahl unter Berufung auf US-Zolldaten, die von RIA Novosti ausgewertet wurden. Damit erholte sich ein kleiner Lebensmittelhandelsstrom, der nach einem wesentlich stärkeren Ergebnis im April 2022 deutlich eingebrochen war.

Gemessen am Warenwert lagen die Lieferungen im Juli um 42 % über dem Vormonat. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat stiegen sie auf das 2,4-Fache. Beide Vergleiche sprechen dafür, dass sich die Erholung nicht allein durch eine schwache Basis in einem einzelnen Monat erklären lässt. Die Daten erfassen jedoch den Wert und nicht die Warenmenge; der Einfluss von Mengen, Produktsortiment und Preisen bleibt daher offen.

Handel bleibt deutlich unter dem Höchststand von 2022

Der Juli war der stärkste Monat seit April 2022, als die US-Importe von russischem Speiseeis einen Wert von 1,5 Millionen $ erreichten. Bereits im Mai 2022 fiel der Wert auf 74.000 $. Gemessen daran bleibt das jüngste Ergebnis bescheiden: Trotz kräftiger Monats- und Jahreszuwächse machten die 107.900 $ vom Juli nur einen kleinen Teil des Wertes vom April 2022 aus.

Für Hersteller und Vertriebspartner, die die wirtschaftliche Bedeutung der Erholung bewerten, ist diese Differenz entscheidend. Die Zahlen zeigen, dass russisches Speiseeis auf dem US-Markt etwas Boden gutgemacht hat, belegen aber noch keine Rückkehr zum Umfang von Anfang 2022. Bei einem geringen Handelswert können schon einzelne zusätzliche Lieferungen oder eine Verschiebung von Bestellterminen hohe prozentuale Veränderungen auslösen.

Vertrieb und Produktpositionierung bleiben entscheidend

Infox nennt veränderte Verbraucherpräferenzen und eine aktivere Vermarktung russischer Marken als mögliche Gründe für den Anstieg. Auch das Interesse an besonderen Geschmacksrichtungen und Zutaten könnte die Nachfrage stützen. Zugleich ist der US-Markt für Speiseeis stark umkämpft. Ausländische Anbieter müssen lokale Vorlieben ebenso berücksichtigen wie die Nachfrage nach natürlichen Zutaten und umweltverträglicheren Verpackungen.

Nun muss sich zeigen, ob die Anbieter aus dem Juli-Zuwachs eine dauerhafte Folge von Lieferungen machen können. Stabile Vertriebskanäle und an die Erwartungen des lokalen Marktes angepasste Produkte würden russischen Herstellern helfen, ihre Verkäufe zu sichern. Für Importeure und Einzelhändler signalisieren die Zahlen neue Aktivität in einem Nischensegment, aber keine breite Rückkehr zum Handelsniveau vom April 2022. Erst weitere Zolldaten werden zeigen, ob der Juli Teil eines anhaltenden Wachstums oder nur eine vorübergehende Bündelung von Bestellungen war.

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