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US-Importe von russischem Käse und Quark steigen auf 33,4 Tonnen

Die USA importierten in den ersten fünf Monaten des Berichtszeitraums 33,4 Tonnen Käse und Quark aus Russland im Wert von 133.800 US-Dollar. Der Importwert stieg um 39 %, die Menge um 24 %, wobei Hart- und Schnittkäse rund 27 Tonnen ausmachten.

US-Importe von russischem Käse und Quark steigen auf 33,4 Tonnen

Russische Molkereiprodukte wachsen in einer US-Marktnische

Die Vereinigten Staaten importierten in den ersten fünf Monaten des Berichtszeitraums 33,4 Tonnen Käse und Quark aus Russland, wie die St. Petersburg Daily berichtet. Der Wert der Lieferungen belief sich auf 133.800 US-Dollar. Gemessen am gesamten US-Molkereimarkt bleibt die Menge gering. Sie zeigt jedoch, dass trotz der sanktionsbedingten Schwierigkeiten und der allgemeinen Handelsbeschränkungen zwischen beiden Ländern weiterhin ein kommerzieller Absatzkanal für russische Produkte besteht.

Die Importe nahmen sowohl mengen- als auch wertmäßig zu. Der Wert stieg um 39 %, während die Menge um 24 % wuchs. Der stärkere Wertzuwachs deutet auf einen höheren durchschnittlichen deklarierten Warenwert je Einheit gegenüber dem früheren Vergleichszeitraum hin. Detaillierte Angaben zu Preisen, Lieferanten oder einzelnen Transaktionen veröffentlichte die Zeitung allerdings nicht. Die Zahlen beziehen sich auf Käse und Quark, nicht auf das gesamte Sortiment an Molkereiprodukten.

Hart- und Schnittkäse bestimmen den Produktmix

Hart- und Schnittkäse bildeten mit rund 27 Tonnen die größte Kategorie. Auf Quarkprodukte entfielen etwa 4,5 Tonnen, auf Schmelzkäse rund 2 Tonnen. Zusammen entsprechen die drei genannten Kategorien weitgehend der gesamten Liefermenge. Damit bilden herkömmliche Käsesorten den Kern des Handelsstroms und nicht lediglich ein einzelnes Spezial- oder Nostalgieprodukt.

In amerikanischen Geschäften sind mehrere aus Russland bekannte Produkte erhältlich. Dazu zählen laut St. Petersburg Daily der Schmelzkäse Druschba, der Käseaufstrich Jantar und der Käse Korall mit Garnelen. Außerdem werden russischer Maasdammer und verschiedene Frisch- oder Quarkkäsesorten angeboten. Dieses Sortiment kombiniert bekannte Markenprodukte mit konventionelleren Käsekategorien und richtet sich vor allem an Kunden, die mit russischen und osteuropäischen Lebensmitteln vertraut sind.

Einzelhandelspreise zeigen eine Premiumpositionierung

Eine Packung Druschba mit 90 Gramm kostet in den Vereinigten Staaten etwa 4,07 US-Dollar. Das entspricht rund 45 US-Dollar je Kilogramm oder nach dem von der Zeitung verwendeten Wechselkurs etwa 3.500 Rubel. Eine Dose Jantar kostet fast 8 US-Dollar, Korall mit Garnelen etwa 7 US-Dollar. Die St. Petersburg Daily weist darauf hin, dass Druschba in US-Geschäften deutlich teurer ist als in Russland.

Der Preisunterschied entsteht nicht allein durch den Abgabepreis des Herstellers. Kleine Liefermengen erhöhen die Kosten für Logistik, Zollabwicklung, regulatorische Vorgaben, Lagerung und Vertrieb je Einheit. Fachgeschäfte kalkulieren zudem häufig höhere Margen, weil der Warenumschlag langsamer und der Kundenkreis kleiner ist als im allgemeinen Lebensmittelhandel. Die veröffentlichten Daten erlauben keine genaue Zuordnung dieser Kosten, doch die Ladenpreise und das wertmäßige Importwachstum von 39 % sprechen für einen Markt mit hochpreisigen Spezialprodukten.

Für russische Hersteller bleiben die Vereinigten Staaten ein kleiner, aber messbarer Absatzmarkt. Das Mengenwachstum von 24 % zeigt eine steigende Nachfrage von einer niedrigen Basis. Der hohe Anteil von Hart- und Schnittkäse macht zugleich sichtbar, welche Produktgruppen auf Resonanz stoßen. Für US-Importeure und spezialisierte Händler hängt weiteres Wachstum von stabilen, regelkonformen Lieferwegen sowie von der Bereitschaft der Kunden ab, die hohen Preise für russische Molkereiprodukte zu bezahlen.

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