Ukraine will Geflügelfleisch- und Eierexporte nach Japan nach fünfjährigem Verbot wieder aufnehmen
Die Ukraine bemüht sich um die Wiederaufnahme ihrer Geflügelfleisch- und Eierexporte nach Japan. Die Beschränkungen wurden 2021 nach einem Ausbruch der Geflügelpest verhängt; ein Zeitplan und erwartete Handelsmengen sind bislang nicht bekannt.
Ukraine strebt Rückkehr auf den japanischen Markt an
Die Ukraine will nach einer fünfjährigen Unterbrechung wieder Geflügelfleisch und Eier nach Japan exportieren, berichtet NV Business. Japan hatte Lieferungen beider Produktgruppen 2021 nach einem Ausbruch der Geflügelpest in der Ukraine verboten.
Es geht um die Wiederöffnung eines früheren Absatzmarktes und nicht um den erstmaligen Eintritt in ein neues Zielland. Nach der Wiederzulassung könnten ukrainische Anbieter von Geflügelfleisch und Eiern erneut japanische Käufer beliefern, sofern sie die Vorgaben der japanischen Behörden erfüllen. Das vorliegende Material nennt weder einen möglichen Termin für die Wiederaufnahme noch beteiligte Unternehmen.
Tiergesundheit bleibt entscheidend
Das Verbot von 2021 verknüpfte den Marktzugang unmittelbar mit der Tierseuchenlage. Maßnahmen gegen die Geflügelpest können Fleisch und Eier gleichzeitig betreffen, weil Behörden die Krankheitsrisiken entlang der gesamten Geflügelproduktion bewerten. Für Exporteure reicht eine kommerzielle Nachfrage daher nicht aus: Das Einfuhrland muss auch die veterinärmedizinischen Kontrollen und Gesundheitsgarantien akzeptieren.
Einzelheiten zu dem von der Ukraine verfolgten technischen Verfahren wurden nicht veröffentlicht. Der Bericht enthält keinen Zeitplan für Verhandlungen oder Inspektionen und keine Angaben zu geplanten Veterinärzertifikaten. Ebenfalls offen ist, ob Japan einen landesweiten oder begrenzten Zugang prüft. Erwartete Mengen, Preise und der Wert möglicher Lieferungen wurden nicht genannt.
Chancen für Erzeuger und Käufer
Für ukrainische Produzenten würde eine Wiederöffnung die Zahl der Absatzmärkte für Geflügelfleisch und Eier erhöhen. Ein zusätzliches Zielland verschafft Verarbeitern und Exporteuren mehr Spielraum bei der Verteilung der Produktion, bei Vertragsverhandlungen und bei der Auswahl zwischen inländischen und ausländischen Kunden. Der wirtschaftliche Effekt hängt jedoch von den endgültigen Hygieneauflagen und den Anforderungen japanischer Käufer ab.
Japanische Importeure könnten nach einer offiziellen Genehmigung beide Produktgruppen wieder aus der Ukraine beziehen. Bis zum Abschluss des veterinärmedizinischen Verfahrens handelt es sich um den Versuch einer Wiederzulassung, nicht um eine tatsächliche Wiederaufnahme des Warenverkehrs. Entscheidend für die Marktteilnehmer wird eine formelle japanische Entscheidung über die Aufhebung oder Änderung der 2021 eingeführten Beschränkungen sein.