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Tunesien will Geflügelfleischproduktion im Oktober auf 15.500 Tonnen steigern

Tunesien erwartet für Oktober 2026 einen Anstieg der Geflügelfleischproduktion von derzeit rund 11.000 auf 15.500 Tonnen und damit eine Deckung des Inlandsbedarfs. Nach hitzebedingten Tierverlusten sollen im November und Dezember zudem vier Container mit jeweils 290 Tonnen eintreffen.

Tunesien will Geflügelfleischproduktion im Oktober auf 15.500 Tonnen steigern

Oktoberproduktion soll den Bedarf decken

Tunesiens Produktion von Geflügelfleisch soll im Oktober 2026 auf 15.500 Tonnen steigen, verglichen mit derzeit rund 11.000 Tonnen. Die erwartete Zunahme dürfte ausreichen, um den Inlandsverbrauch zu decken und den Druck durch den vorangegangenen Engpass zu mindern. Für Geflügelhalter, Verarbeiter und Einzelhändler ist die Erholung vor den letzten Monaten des Jahres entscheidend, da die verlässliche Verfügbarkeit über die weitere Preisentwicklung bestimmt.

Auslöser des früheren Defizits war der Tod einer erheblichen Zahl von Tieren infolge hoher Temperaturen. Ibrahim Nefzaoui, Präsident der tunesischen Nationalkammer der Händler für Geflügel und weißes Fleisch, sagte im Nationalradio, der Engpass sei durch die Planung von Geflügelfleischimporten ausgeglichen worden. Der Vorfall zeigt, wie anfällig die lokale Produktion für extreme Hitze ist und wie schnell erhöhte Tierverluste die vermarktbaren Mengen verringern können.

Importe für November und Dezember geplant

Nach Angaben Nefzaouis sollen im November und Dezember vier Container mit jeweils 290 Tonnen in Tunesien eintreffen. Die Einfuhren ergänzen den erwarteten Produktionsanstieg im Oktober und schaffen einen zusätzlichen Puffer, statt die einzige Reaktion auf den Engpass zu bilden. Der Zeitplan könnte eine erneute Verknappung nach dem Oktoberzyklus verhindern und die kontinuierliche Versorgung von Großhändlern, Gastronomie und privaten Haushalten sichern.

AllAfrica berichtete, Nefzaoui habe die aktuelle Versorgung mit Geflügel und anderem weißen Fleisch als regelmäßig und störungsfrei bezeichnet. Seine Aussage vom 18. September 2026 deutet darauf hin, dass das unmittelbare Defizit bereits vor dem Eintreffen der vorgesehenen Lieferungen nachgelassen hat. Für einheimische Erzeuger bedeuten die Importe jedoch zusätzliche Konkurrenz und könnten hohe Preise begrenzen, sofern die lokale Produktion tatsächlich das prognostizierte Niveau erreicht.

Preisdruck vor allem im informellen Handel

Die höhere Produktion soll auch die Einzelhandelspreise stabilisieren. Ein weiterer Bericht zum Produktionsausblick nannte für Geflügelschnitzel einen erwarteten Höchstpreis von 20 tunesischen Dinar je Kilogramm. Nefzaoui zufolge treten die beobachteten Preissteigerungen nicht im organisierten Einzelhandel auf, sondern vor allem an unregulierten Verkaufsstellen. Das deutet darauf hin, dass ein Teil des Preisdrucks auf Praktiken im Einzelhandel und nicht auf einen flächendeckenden Mangel in der formellen Lieferkette zurückzuführen ist.

Die erwarteten 15.500 Tonnen im Oktober und die für November und Dezember geplanten Lieferungen stützen das Angebot aus zwei Quellen. Entscheidend wird sein, ob die Produktionsprognose nach den hitzebedingten Verlusten erreicht wird und ob die Importware termingerecht in den Vertrieb gelangt. Stabile Preise im formellen Handel kämen Verarbeitern und Verbrauchern zugute, während Geflügelhalter beobachten müssen, ob das zusätzliche Angebot die Erzeugerpreise belastet.

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