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Türkische Milchmenge steigt im Mai um 2,3%, Butterproduktion fällt um 12%

Türkische Molkereien erfassten im Mai 2026 insgesamt 1.022.587 Tonnen Kuhmilch, 2,3% mehr als im Vorjahr. Die Produktion von Konsummilch, Käse, Ayran und Kefir stieg, während Butter und Butterschmalz um 12% nachgaben.

Türkische Milchmenge steigt im Mai um 2,3%, Butterproduktion fällt um 12%

Milcherfassung überschreitet 1 Million Tonnen

Die gewerblichen Molkereien der Türkei erfassten im Mai 2026 insgesamt 1.022.587 Tonnen Kuhmilch. Das waren 2,3% mehr als im Mai 2025, wie aus Daten des Türkischen Statistikinstituts hervorgeht, über die Bloomberg HT berichtete. Das Mai-Volumen lag zudem über den 999.267 Tonnen vom April.

Der Zuwachs im Mai setzte den moderaten Aufwärtstrend seit Jahresbeginn fort. Von Januar bis Mai erfassten die Molkereien 4.858.029 Tonnen Kuhmilch, 0,5% mehr als im entsprechenden Zeitraum 2025. Der Abstand zwischen monatlicher und kumulierter Wachstumsrate zeigt, dass die Dynamik im Mai stärker war als im Durchschnitt der ersten fünf Monate.

Konsummilch verzeichnet das stärkste Wachstum

Die Verarbeiter setzten mehr Rohmilch in mehreren wichtigen Produktgruppen ein. Die Konsummilchproduktion stieg im Mai gegenüber dem Vorjahr um 19,7% auf 157.453 Tonnen. Damit verzeichnete sie unter den ausgewiesenen Produkten den höchsten prozentualen Zuwachs. Die Produktion von Kuhmilchkäse nahm um 2,4% auf 72.146 Tonnen zu, während Ayran und Kefir zusammen um 2% auf 95.439 Tonnen stiegen.

Auch die Fünfmonatszahlen zeigten in diesen Kategorien ein breites Wachstum. Von Januar bis Mai nahm die Konsummilchproduktion gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 um 9,2% zu. Die Herstellung von Kuhmilchkäse stieg um 2,8% auf 357.882 Tonnen, die von Ayran und Kefir um 8,9% auf 433.952 Tonnen. Die größeren Mengen an Flüssigmilch, Käse und fermentierten Getränken können den türkischen Bedarf an Molkereiwarenimporten sowie die Lieferfähigkeit für Exportmärkte beeinflussen.

Butter und Joghurt weichen vom Rohmilchtrend ab

Die höhere Milcherfassung führte nicht in allen Produktgruppen zu mehr Produktion. Die Herstellung von Butter und Butterschmalz fiel im Mai gegenüber dem Vorjahr um 12% auf 9.671 Tonnen. Von Januar bis Mai sank sie um 5% auf 46.995 Tonnen, womit Milchfett den deutlichsten Schwachpunkt der Produktionsdaten bildete. Für Einkäufer und Händler ist der Rückgang relevant, weil ein kleineres heimisches Butterangebot die Verfügbarkeit trotz steigender Milcherfassung verknappen kann.

Auch die Joghurtproduktion gab im Mai nach und sank um 1,2% auf 120.224 Tonnen. Kumuliert blieb der Trend stärker: Von Januar bis Mai stieg die Produktion um 8,4% auf 591.052 Tonnen. Der Rückgang im Mai machte das zuvor erzielte Wachstum damit nicht zunichte. Importeure, Exporteure und Marktanalysten müssen beobachten, wie die Verarbeiter die wachsende Rohmilchmenge verteilen, insbesondere zwischen stark wachsender Konsummilch und schwächeren Milchfettprodukten.

Vollständige Marktanalyse

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