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Türkei gibt ab 5. Oktober 5,5 Millionen Tonnen staatliche Weizenbestände frei

Die türkische Getreidebehörde bietet ab 5. Oktober 5,5 Millionen Tonnen Brot- und Hartweizen an, nachdem sie hohe Bestände aufgebaut hat. Mühlen und Teigwarenhersteller erhalten damit zusätzliches inländisches Angebot zu unveränderten staatlichen Verkaufspreisen.

Türkei gibt ab 5. Oktober 5,5 Millionen Tonnen staatliche Weizenbestände frei

TMO öffnet großes Weizenvolumen für Abnehmer

Die staatliche türkische Getreidebehörde Toprak Mahsulleri Ofisi (TMO) bringt ab 5. Oktober 5,5 Millionen Tonnen Brot- und Hartweizen auf den Markt. Bloomberg HT, Ekonomim und En Son Haber berichteten unter Berufung auf eine schriftliche Mitteilung der Behörde über die Entscheidung.

Das Angebot umfasst Weizen in lizenzierten Lagerhäusern sowie Bestände in eigenen TMO-Lagern. Der freie Verkauf aus lizenzierten Lagern wird über die türkische Warenbörse TÜRİB fortgesetzt; Bestände in TMO-Lagern werden für den freien Verkauf an gewerbliche Nutzer geöffnet. Wie sich die 5,5 Millionen Tonnen auf Brot- und Hartweizen verteilen und bis wann der Verkauf abgeschlossen sein soll, teilte die Behörde nicht mit.

Überhänge ermöglichen die Freigabe

Nach Angaben der TMO wurde durch Überhänge aus früheren Jahren und Ankäufe im laufenden Jahr ein hoher Lagerbestand erreicht. Der Entscheidung ging eine Überprüfung der Mengen, Verfahren und Bedingungen für die seit 1. September über TÜRİB abgewickelten Getreideverkäufe voraus. Dabei habe die Behörde Marktentwicklungen und den Bedarf der Branche berücksichtigt.

Die Freigabe betrifft zwei große industrielle Käufergruppen. Brotweizen ist ein zentraler Rohstoff für Mühlen und Bäckereien, während Hartweizen von Teigwarenherstellern und anderen Lebensmittelproduzenten verarbeitet wird. Das gemeinsame Programm über 5,5 Millionen Tonnen kann die Beschaffungsplanung erleichtern und den unmittelbaren Wettbewerb der Verarbeiter um Weizen außerhalb des staatlichen Systems verringern.

Die während der Ernteperiode festgelegten und veröffentlichten Verkaufspreise wurden laut TMO weder geändert noch erhöht. Das staatliche Angebot bleibt damit an den bereits bekannt gegebenen Niveaus ausgerichtet, statt zum Programmstart einen neuen Preis einzuführen. Konkrete Preise, Teilnahmebedingungen, Losgrößen und Qualitätsvorgaben nannten die Quellen nicht. Einzelheiten will die TMO auf ihrer Website und in ihren Geschäftsstellen bereitstellen.

Folgen für Inlandsangebot und Importe

Wegen seines Umfangs ist die Umsetzung des Programms für die inländische Preisbildung relevant. Die Wirkung hängt davon ab, wie schnell das Getreide die Käufer erreicht, welche Qualitäten angeboten werden und wie hoch die Nachfrage von Mühlen und Teigwarenherstellern ausfällt. Das Volumen in inländischen Vertriebskanälen steigt, doch die Mitteilungen enthalten keine Prognose für Marktpreise oder türkische Weizenimporte.

Für Verarbeiter können TMO-Bestände eine Alternative zu Käufen von privaten Lagerhaltern oder internationalen Lieferanten darstellen. Importbedarf verschwindet jedoch nicht automatisch, insbesondere wenn bestimmte Proteinwerte, Qualitäten oder Liefermerkmale verlangt werden. Eine Aufschlüsselung nach Herkunft fehlt; auch teilte die Behörde nicht mit, ob ein Teil des Bestands ursprünglich importiert wurde.

Die TMO will die nationalen und internationalen Märkte, das Verhältnis von Angebot und Nachfrage sowie den Branchenbedarf weiter beobachten. Weitere Anpassungen der Verkaufspolitik bleiben damit während der Vermarktung der 5,5 Millionen Tonnen möglich, obwohl keine zusätzlichen Mengen oder Termine angekündigt wurden. Nach dem 5. Oktober werden Marktteilnehmer daher vor allem die Verkaufsbedingungen und das tatsächliche Zuteilungstempo verfolgen.

Vollständige Marktanalyse

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