Tomatenernte auf 34.130 Dekar in der türkischen Provinz Bitlis beginnt
In Bitlis hat die Ernte der in dieser Saison auf 34.130 Dekar angebauten Tomaten begonnen. Die Provinz steht in Ost- und Südostanatolien an erster und türkeiweit an siebter Stelle; Tatvan ist ihr wichtigster Anbaubezirk.
Ernte beginnt in der gesamten Provinz
In der osttürkischen Provinz Bitlis hat die Tomatenernte begonnen. Die Kultur belegt in dieser Saison 34.130 Dekar, berichtet Son Dakika. Mit ihrer Produktion rangiert die Provinz in Ost- und Südostanatolien auf Platz eins und landesweit auf Platz sieben.
Der Gouverneur von Bitlis, Ahmet Karakaya, beteiligte sich bei einem Besuch im Stadtteil Karşıyaka des Bezirks Tatvan an der Ernte. Vertreter der Landwirtschafts- und Forstbehörden auf Provinz- und Bezirksebene begleiteten ihn und informierten über die örtlichen Agrarflächen und den Tomatenanbau.
Tatvan führt die Produktion in Bitlis an
Tatvan steht unter den Bezirken von Bitlis beim Tomatenanbau an erster Stelle. Haberler.com zufolge ernteten Landwirte am Fuß des Berges Nemrut auf einer rund 600 Dekar großen Fläche, zu der auch das Feld des Erzeugers Behçet Bilici gehört.
Auf dem Standort wächst die Industrietomate „Bambam“, während auf benachbarten Feldern traditionelle Sorten angebaut werden. Diese Unterscheidung ist für die Vermarktung relevant: Die lokale Ernte geht an Großmärkte für Frischwaren, an Supermärkte und an Hersteller von Tomatenmark und Konserven.
Cevdet Erdal, ein Käufer aus dem Bezirk Kahta in der Provinz Adıyaman, bezieht nach eigenen Angaben seit 7 Jahren Tomaten aus dem Gebiet. Pro Fahrt transportiert er 10 Tonnen, die über einen Obst- und Gemüsegroßmarkt sowie über Konserven-, Tomatenmark- und Einzelhandelskanäle vertrieben werden. Bei einer längeren Saison könne er mehr Ware abnehmen.
Breit aufgestellte Landwirtschaft
Bitlis verfügt laut Gouverneur Karakaya über rund 1,5 Millionen Dekar landwirtschaftliche Fläche. Darauf erzeugen Landwirte zahlreiche Produkte, darunter Kartoffeln, Bohnen und Tomaten; zudem besitzt die Provinz einen bedeutenden Honigsektor. Karakaya bezeichnete Landwirtschaft und Tierhaltung als strategisch für die Versorgung des Landes mit Lebensmitteln und verwies auf die Unterstützung des Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft.
Mit dem Erntebeginn richtet sich der Blick nun von der Anbaufläche auf die vermarktbare Menge, die Qualität und die Dauer der Feldarbeiten. Die Quellen nennen weder eine Prognose für die Produktionsmenge noch Erzeugerpreise oder den erwarteten Bedarf der Verarbeiter. Diese Faktoren entscheiden darüber, wie stark die Ernte von 34.130 Dekar zu den Einkommen der Betriebe, zum regionalen Großmarktangebot und zur Rohstoffversorgung der Tomatenmark- und Konservenhersteller beiträgt.