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Thailand zerschlägt Netzwerk für verbotene Wachstumsförderer bei Rindern

Thailändische Polizei- und Viehzuchtbehörden fanden verbotene Beta-Agonisten in Rinderbetrieben, Futtermittelanlagen und im Rindfleischhandel von fünf Provinzen. Der Fall betrifft 967 Rinder, Vermögenswerte von 32.366.240 Baht und Finanzbewegungen von mehr als 80 Millionen Baht.

Thailand zerschlägt Netzwerk für verbotene Wachstumsförderer bei Rindern

Ermittlungen in fünf Provinzen

Thailändische Polizei- und Viehzuchtbehörden haben ein Netzwerk zerschlagen, das verbotene Wachstumsförderer entlang der Rindfleisch-Lieferkette vertrieben und eingesetzt haben soll. Laut Sanook lief der Einsatz mehr als acht Monate und erfasste 16 Standorte in Pathum Thani, Saraburi, Suphan Buri, Kanchanaburi und Phetchaburi.

Die Ermittler fanden Hinweise auf die Mittel in Rindfleisch, Rinderurin, Tierfutter, Futtermittelrohstoffen und Produktionsanlagen. Than Settakij berichtete, dass 967 Rinder mit den mutmaßlichen Verstößen in Verbindung standen. Behörden beschlagnahmten oder sperrten Rinder, Futter, Rohstoffe und Ausrüstung im Wert von 32.366.240 Baht. Zudem verfolgten sie Finanzströme von mehr als 80 Millionen Baht, die mit einem Lieferanten am Anfang der Kette verbunden waren. Sanook bezifferte die Ein- und Auszahlungen genau auf 80.289.292 Baht.

Sorawut Nuangjamnong, Sekretär des Ministers für Landwirtschaft und Genossenschaften sowie Leiter des Agrar- und Ernährungssicherheitszentrums Phra Phirun, erklärte, die Aktion habe belastete Tiere und Fleisch vor dem Eintritt in die Lebensmittelkette gestoppt. Than Settakij bezifferte die abgefangene Menge auf mehr als 125 Tonnen.

Von der Fleischtheke zur Futtermittelproduktion

Der Fall weitete sich am 11. Februar 2026 aus, als Beamte laut Sanook ein Rindfleischgeschäft auf einem Markt in Pathum Thani kontrollierten und Rückstände eines Wachstumsförderers im Fleisch fanden. Die Spur führte zu einem Rinderbetrieb in Saraburi. Dort entdeckten die Kontrolleure am 19. Februar 21 Rinder; Stichproben des Urins fielen positiv aus.

Ein zweiter, am 25. Februar kontrollierter Betrieb in Saraburi hielt 257 Rinder. Erneut waren Proben positiv. Verdächtiges Futter und Vormischungen wurden für weitere Analysen sichergestellt. Am 27. Mai fanden Behörden in einer Futtermittelanlage in Suphan Buri 220 Säcke verdächtiges Tierfutter.

Am 4. Juni wurden zwei weitere Produktions- und Verkaufsstätten für Futtermittel in Suphan Buri durchsucht. Die Beamten fanden große Mengen Futter, Rohstoffe und Maschinen sowie 100 Rinder, deren Urinproben positiv ausfielen. Am 11. Juni folgten zeitgleiche Durchsuchungen an sieben Standorten in Kanchanaburi und Suphan Buri. Nach Angaben von Sanook verfügten die meisten der dabei entdeckten Futtermittelbetriebe nicht über eine Lizenz zur Herstellung speziell kontrollierter Tiernahrung.

Bei einer Kontrolle am 25. Juni wurde in einem weiteren Betrieb in Suphan Buri nicht registriertes Futter gefunden. Die Laboranalyse wies anschließend einen Wachstumsförderer nach. Die jüngsten von Sanook aufgeführten Durchsuchungen fanden am 14. August an zwei Futtermittel- und Rinderstandorten in Phetchaburi statt. Dort gefundenes, nicht registriertes Futter wurde weiter untersucht.

Lieferant festgenommen, Ermittlungen dauern an

Nach der Auswertung der Verbindungen innerhalb des Netzwerks nahm die Polizei am 4. September 2026 einen mutmaßlichen Verkäufer fest, der die Substanzen ohne Genehmigung angeboten haben soll. Die Ermittlungen zu weiteren Beteiligten, Vertriebswegen und möglichen Organisatoren laufen weiter.

Die von den Behörden identifizierten Substanzen gehören zur Gruppe der Beta-Agonisten, darunter Salbutamol. Sie können den Magerfleischanteil erhöhen und Fett reduzieren, was Aussehen und möglichen Handelswert der Rinder verbessert. Ihr Einsatz im Futter von Tieren für die Lebensmittelkette ist in Thailand jedoch verboten.

Somchuan Rattanamangkhalanon, Generaldirektor des Department of Livestock Development, warnte vor Risiken durch Rückstände. Besonders gefährdet seien Menschen mit Herzkrankheiten, Bluthochdruck oder Diabetes sowie Schwangere und Kinder. Mögliche Beschwerden sind Herzrhythmusstörungen, Zittern, Übelkeit, Erbrechen und Schwindel; schwere Belastungen können lebensbedrohlich sein.

Die Behörde wies darauf hin, dass das Beimischen verbotener Chemikalien zu Haft- und Geldstrafen führen kann. Verbraucher sollten Fleisch bei verlässlichen Händlern kaufen und auf die Zertifizierung Livestock OK achten. Für Rinderhalter, Futtermittelproduzenten und Fleischhändler signalisiert der Fall zugleich strengere Prüfungen von Futterregistrierung, Herstellungslizenzen und Rückverfolgbarkeit vom Hof bis zur Ladentheke.

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