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Südkorea sichert 21.000 Tonnen Gemüse zur Versorgung vor Chuseok

Südkorea hält 15.000 Tonnen Chinakohl und 6.000 Tonnen Rettich bereit, falls Extremwetter die Versorgung vor Chuseok beeinträchtigt. Anfang August lagen die Großhandelspreise für Chinakohl, Rettich und Weißkohl dank höherer Erträge 31–43 % unter dem üblichen Niveau.

Südkorea sichert 21.000 Tonnen Gemüse zur Versorgung vor Chuseok

Südkorea wappnet sich gegen wetterbedingte Lieferausfälle

Südkorea hält 21.000 Tonnen Chinakohl und Rettich in Reserve, um die Gemüseversorgung vor dem Chuseok-Fest zu sichern, obwohl die aktuellen Preise deutlich unter dem üblichen Niveau liegen. Das Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und ländliche Angelegenheiten hat 15.000 Tonnen Chinakohl und 6.000 Tonnen Rettich eingelagert. Bei sinkenden Anlieferungen sollen Großmärkte, Verarbeiter und andere gewerbliche Abnehmer beliefert werden.

Dailian zufolge übertraf die Produktion von Hochlandgemüse das langjährige Niveau. Dadurch lagen die Großhandelspreise für Chinakohl, Rettich und Weißkohl Anfang August 31–43 % unter dem Normalwert. Ohne ein größeres Wetterereignis erwartet das Ministerium bis zur Nachfragespitze rund um Chuseok eine stabile Versorgung.

Günstiges Wetter erhöht die Erträge im Hochland

Der Großteil des derzeit vermarkteten Sommer-Chinakohls, Rettichs und Weißkohls stammt aus den Hochlagen der Provinz Gangwon, darunter Gangneung, Pyeongchang, Taebaek und Samcheok. Angemessene Niederschläge und Temperaturen im Juli und August steigerten den Flächenertrag laut Dailian gegenüber dem Normalwert um 5–10 %.

Anfang August kostete Chinakohl im Großhandel 3.437 Won je Kopf und damit 32 % weniger als üblich. Rettich lag bei durchschnittlich 1.877 Won je Stück, ein Rückgang um 31 %, und Weißkohl bei 1.626 Won je Kopf, 43 % unter dem Normalwert. Auch die Einzelhandelspreise lagen 23–32 % niedriger: Chinakohl kostete 4.226 Won, Rettich 1.880 Won und Weißkohl 3.192 Won.

Die derzeit gute Ernte steht einem langfristigen Rückgang der Anbaufläche für Sommer-Chinakohl gegenüber. Sie sank von 5.551 Hektar im Jahr 2021 auf 3.579 Hektar im Jahr 2025. Die Fläche für Sommer-Weißkohl wuchs im selben Zeitraum dagegen von 1.882 auf 2.307 Hektar.

Hitze bleibt das größte Risiko

Blatt- und Wurzelgemüse wie Chinakohl, Rettich, Weißkohl, Salat, Perillablätter und Spinat gedeiht bei kühlem Wetter; bei Temperaturen über 30 Grad Celsius sinkt die Produktion. Im Sommer liegen die Preise gewöhnlich zwei- bis dreimal höher als in anderen Jahreszeiten, weil geringere Anlieferungen mit stärkerer Feriennachfrage und höheren Kosten für Bewässerung und Pflanzenschutz zusammenfallen. Im langjährigen Mittel beträgt der sommerliche Großhandelspreis für Chinakohl das 1,6-Fache des Niveaus anderer Jahreszeiten, bei Salat das 2,6-Fache und bei Spinat das 3,6-Fache.

Überwiegend im Gewächshaus erzeugte Salate, Perillablätter und Spinat haben sich wegen der Hitze gegenüber dem Frühjahr bereits verteuert, liegen aber meist noch auf oder unter dem üblichen Niveau. Anfang August kosteten 4 Kilogramm Salat im Großhandel 36.903 Won, Perillablätter 33.656 Won und Spinat 53.241 Won. Salat war 1,4 % und Spinat 0,1 % günstiger als üblich; Perillablätter waren 2,9 % teurer.

Eine anhaltende Hitzewelle oder Überschwemmungen nach Starkregen könnten die Preise für Gewächshausgemüse dennoch erhöhen. Das Ministerium rechnet bei sinkenden Temperaturen mit steigenden Anlieferungen. Selbst nach Ernteschäden kann dieses Gemüse meist 20–30 Tage nach Aussaat oder Pflanzung geerntet werden, was die Aussicht auf eine ausreichende Versorgung im September und zur Chuseok-Spitze stützt.

Reserven, Betriebsmittel und Rabatte

Das Ministerium überwacht Bestände und Preise über eine Arbeitsgruppe mit Kommunen, der Behörde für ländliche Entwicklung, dem nationalen Verband der Agrargenossenschaften und dem koreanischen Institut für Agrarökonomie. Die Unterstützung mit Mitteln gegen Hitzeschäden, darunter Pflanzenschutzmittel, Nährstoffe, Mulchfolie und Schattierungsbeschichtungen, wurde gegenüber früheren Jahren ausgeweitet.

Bei schwächeren Marktanlieferungen will die Regierung ihre Reserven freigeben. Für Produkte mit fallenden Preisen sind zudem Absatzkampagnen mit Direktmärkten, Verbraucherverbänden und dem koreanischen Verband der Ernährungsfachkräfte vorgesehen. Rabatte von bis zu 40 % auf Gemüse in großen Supermärkten und traditionellen Märkten sollen bis zur Chuseok-Saison gelten. Das entlastet Verbraucher und hilft den Erzeugern, die verfügbare Ware abzusetzen.

Vollständige Marktanalyse

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