Südkorea gründet Politikausschuss für Reisverarbeitung gegen Rohstoffengpässe
Der koreanische Verband für reisverarbeitende Lebensmittel hat einen Politikausschuss für die Reisverarbeitungsindustrie gegründet; Vorsitzender ist der frühere Abgeordnete Kim Choon-jin, die erste Sitzung fand am 29. des Vormonats in Seoul statt. Der Ausschuss befasst sich mit dem Beschaffungssystem für Verarbeitungsreis, dem Inlandsmarkt, den K-Rice-Food-Exporten und der Verbindung zur Ernährungssicherheit. Trotz heimischer Reisüberschüsse erhalten Verarbeiter nach eigenen Angaben nicht verlässlich die benötigte Qualität.
Der koreanische Verband für reisverarbeitende Lebensmittel hat einen Politikausschuss für die Reisverarbeitungsindustrie gegründet, der eine mittel- und langfristige Industriepolitik für die Branche erarbeiten soll. Der Sektor wächst im Inland wie im Export, seine Unternehmen berichten jedoch über Schwierigkeiten, Reis in der benötigten Verarbeitungsqualität zu beschaffen. Die erste Sitzung fand laut Thinkfood am 29. des Vormonats im Space Share am Seouler Hauptbahnhof statt.
Nach Angaben von Agrinet entstand der Ausschuss aus dem Bedarf an einer Politik, die Reisanbau, Angebot und Nachfrage, Verarbeitung, Vertrieb, Verbrauch, Export und Ernährungssicherheit organisch verknüpft, anstatt jedes Problem einzeln und kurzfristig zu behandeln. Als Gründe für die Gründung nennt dasselbe Medium die stabile Rohstoffbeschaffung für Verarbeitungsreis, die Verbesserung der Qualität, die Ausweitung des heimischen Verbrauchsmarkts und eine stärkere Exportwettbewerbsfähigkeit.
Rohstoffversorgung als erklärter Ausgangspunkt
Die Teilnehmer der ersten Sitzung waren sich einig, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Branche mit einem System beginnt, das Reis in der von den Verarbeitern benötigten Qualität zum benötigten Zeitpunkt liefert, und dass das bestehende Beschaffungssystem für Verarbeitungsreis verbessert werden muss. Thinkfood berichtet, dass der Verband die Lage der Branche und ihre zentralen Problemfelder darlegte und die Mitglieder anschließend über die aus ihrer Sicht dringlichsten politischen Aufgaben berieten.
Vorsitzender ist Kim Choon-jin, früheres Mitglied der Nationalversammlung und ihres Ausschusses für Landwirtschaft, Ernährung, ländliche Angelegenheiten, Meere und Fischerei. Mitglieder kommen aus Hochschulen und Forschungsinstituten der Bereiche Landwirtschaft, Ernährung, Wirtschaft und Ernährungssicherheit sowie aus Industrie, Handel, Verbraucherorganisationen und Medien. Beide Medien berichten, dass der Ausschuss nicht als Beratungsgremium, sondern als private Politikplattform arbeiten soll: Probleme aus der Praxis aufgreifen und zu konkreten Vorschlägen für Regierung und Nationalversammlung entwickeln. Fünf Themenfelder sind benannt:
- stabile Beschaffung von Verarbeitungsreis und Verbesserung des Liefersystems
- Ausweitung des Inlandsmarkts für reisbasierte Verarbeitungsprodukte
- höhere K-Rice-Food-Exporte und eine stärkere Basis für den Eintritt in Auslandsmärkte
- Verknüpfung der staatlichen Ernährungssicherheitspolitik mit der Reisverarbeitung
- Reform der für die Branche geltenden Gesetze und Regelwerke
„Damit die Reisverarbeitungsindustrie dauerhaft wachsen kann, müssen stabile Versorgung und bessere Qualität des Verarbeitungsreises, eine breitere heimische Verbrauchsbasis, Exportwettbewerbsfähigkeit und die Verbindung zur Ernährungssicherheit gemeinsam gedacht werden“, sagte Kim laut beiden Publikationen. Der Ausschuss werde die Stimmen von Fachleuten und Unternehmen bündeln, den politischen Bedarf der Branche ermitteln und Regierung und Parlament praktikable Alternativen vorlegen.
Export: Die Popularität von K-Food schlägt noch nicht durch
Die Verbrauchsstruktur beim Reis verändert sich in Korea schnell, und der Markt für Verarbeitungsprodukte – Tteok-Reiskuchen, Fertigreis, Reissnacks und Reisgetränke – wächst, berichtet Thinkfood; die Verbreitung von K-Food eröffnet zusätzliche Chancen im Ausland. Gleichzeitig benennen die Unternehmen weiterhin ungelöste Punkte: Rohstoffsicherheit, Qualität, Inlandsnachfrage und Exportwettbewerbsfähigkeit.
In der Sitzung wurde argumentiert, dass die Umsetzung der K-Food-Popularität in tatsächliches Exportwachstum eine Verbindung staatlicher Exportförderprogramme mit der eigenen Markterschließung der Unternehmen erfordert, zusammen mit einer Diversifizierung der Exportmärkte und stärkeren Vertriebsstrukturen vor Ort.
Vom Überschussverwerter zur strategischen Branche
Die Mitglieder forderten, den Sektor nicht länger als Industrie zu betrachten, die übrigen Reis verbraucht. In der von Thinkfood wiedergegebenen Lesart soll die Reisverarbeitung als strategische Branche positioniert werden, die Marktstabilisierung, Lagerhaltung, Verarbeitung, Verbrauch und Export verbindet und die Reaktionsfähigkeit des Landes in einer nationalen Ernährungskrise stützt. Agrinet berichtet von derselben Übereinstimmung in der Sitzung.
Die nächsten Schritte
Der Verband will auf Basis der Sitzungsbeiträge die zentralen politischen Aufgaben je Bereich konkretisieren und Umsetzungspläne erarbeiten, weitere Branchenpositionen über Fachgespräche und Politikdebatten einholen und die Themen in Politikempfehlungen an die Regierung sowie in Gesetzes- und Regeländerungen über die Nationalversammlung überführen. Yoon Jae-don, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Verbands, sagte, die Probleme der Branche reichten von der Rohstoffversorgung über Produktion, Vertrieb und Verbrauch bis zum Export und seien miteinander verzahnt, sodass kein Bereich sie allein lösen könne; der Ausschuss werde die Stimmen aus der Praxis weiter sammeln und in für Unternehmen spürbare Politik- und Regeländerungen übersetzen.