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Südkorea weitet Förderung für Erdbeer-Vertikalfarmen im Nahen Osten aus

Südkoreas Behörde für ländliche Entwicklung erhöht die Zahl der geförderten Exporteure von Vertikalfarmtechnik von fünf Unternehmen im Jahr 2025 auf sieben im Jahr 2026. Das Programm verbindet kontrollierten Anbau mit Hummelbestäubung und KI-gestützter Stockverwaltung.

Südkorea weitet Förderung für Erdbeer-Vertikalfarmen im Nahen Osten aus

Exportförderung steigt auf sieben Unternehmen

Südkoreas Behörde für ländliche Entwicklung hat die Zahl der Unternehmen, die beim Export von Erdbeer-Vertikalfarmen in den Nahen Osten unterstützt werden, von fünf im Jahr 2025 auf sieben im Jahr 2026 erhöht. Das entspricht einem Anstieg um 40 %. Das Programm soll koreanischen Anbietern helfen, kontrollierte Produktionssysteme in einer Region aufzubauen, in der Hitze und Trockenheit den konventionellen Anbau frischer Agrarerzeugnisse erschweren.

Die Behörde koordiniert die Initiative über eine Arbeitsgruppe für den Export von Vertikalfarmtechnik. Deren Aufgabe reicht über die Installation der Anlagen hinaus: Die teilnehmenden Unternehmen erhalten Unterstützung für eine verlässliche Erdbeerproduktion nach der Inbetriebnahme. Das Angebot umfasst Sortenwahl, Jungpflanzenanzucht, Bestäubung, Nährlösungsmanagement, Umweltsteuerung und laufende Kulturführung.

KI und Hummeln werden Teil des Produktionssystems

Forschungsergebnisse des südkoreanischen Nationalen Instituts für Agrarwissenschaften sollen schrittweise in Auslandsprojekten eingesetzt werden. Untersucht werden der Einsatz von Hummeln zur Erdbeerbestäubung in geschlossenen Vertikalfarmen, geeignete Nutzungsbedingungen und optimale Lichtverhältnisse. Zudem entwickeln die Forscher eine KI-basierte Technik zur automatischen Verwaltung der Hummelstöcke.

Die Bestäubung ist eine konkrete Hürde für den Erdbeeranbau in Innenräumen, weil geschlossene Anlagen nicht auf natürlich vorkommende Insekten angewiesen sein können. Die Verbindung kontrollierter Hummelvölker mit Beleuchtung und Klimasteuerung könnte daher Fruchtbildung, Ertragsstabilität und Arbeitsbedarf beeinflussen. Die Quelle nennt weder kommerzielle Erträge noch Investitionen, Kapazitäten oder Exportwerte. Auch die beteiligten Unternehmen und einzelnen Länder des Nahen Ostens werden nicht genannt.

Der Schwerpunkt verlagert sich auf verlässliche Erträge

Die Behörde will jedem Exporteur eigene Fachleute zuweisen und ein Online-Reaktionssystem betreiben. Die Teams sollen Probleme bei der Einführung neuer Erdbeersorten, der Anwendung der Hummelbestäubung unter lokalen Bedingungen und der Geschwindigkeit technischer Hilfe lösen. Dieser Ansatz zeigt, dass ein komplettes landwirtschaftliches Produktionssystem übertragen wird und nicht nur einzelne Hardware.

Choi Kwang-ho, Generaldirektor des Büros für Technologiekooperation, erklärte, der Export einer Vertikalfarm sei erst abgeschlossen, wenn die Anlage am Zielort zuverlässig Agrarerzeugnisse produziere. Für koreanische Anbieter gehören damit Anbauprotokolle, biologische Betriebsmittel und technische Fernbetreuung zum kommerziellen Angebot. Erzeuger und Investoren im Nahen Osten erhalten Zugang zu einem Produktionsmodell, das Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Licht und Nährstoffe trotz des trockenen Außenklimas präzise steuert. Die wirtschaftliche Bedeutung wird davon abhängen, ob die sieben geförderten Unternehmen aus der technischen Umsetzung eine stabile Produktion zu Kosten entwickeln können, die lokale Käufer akzeptieren.

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