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Südkorea erwartet trotz konzentrierter Hitzeschäden mehr Äpfel und Birnen

Südkorea rechnet 2026 trotz Hitze und Dürre mit 487.100 Tonnen Äpfeln und 200.000 Tonnen Birnen. Die Schäden konzentrieren sich auf die Provinz Süd-Gyeongsang und gefährden vor allem Kakis, während höhere Apfel- und Birnenanlieferungen die Preise vor Chuseok drücken.

Südkorea erwartet trotz konzentrierter Hitzeschäden mehr Äpfel und Birnen

Apfel- und Birnenerzeugung bleibt auf Wachstumskurs

Südkorea erwartet 2026 trotz sommerlicher Hitze und Dürre größere Apfel- und Birnenernten. Die bislang gemeldeten Schäden konzentrieren sich nahezu vollständig auf die Provinz Süd-Gyeongsang. Das Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und ländliche Angelegenheiten erklärte am 20. August, die Obstversorgung dürfte insgesamt stabil bleiben, auch während der Nachfragespitze zu Chuseok.

Eine Anfang August veröffentlichte Prognose des Korea Rural Economic Institute bezifferte die Apfelerzeugung auf 487.100 Tonnen, 8,7% mehr als im Vorjahr. Bei Birnen wurde ein Plus von 1,3% auf 200.000 Tonnen erwartet. Die Kakierzeugung sollte ursprünglich um 7,0% auf 96.300 Tonnen steigen. Nach Einschätzung des Ministeriums werden die Apfel- und Birnenmengen auch unter Berücksichtigung der jüngsten Wetterschäden über dem Vorjahresniveau liegen, während die Kakiernte nun sinken könnte.

Gyeongnam trägt fast alle gemeldeten Schäden

Mit Stand vom 19. August wurden Hitzeschäden auf 54,6 Hektar Apfelfläche, 53,8 Hektar Birnenfläche und 1.696,7 Hektar Kakifläche gemeldet, wie das Ministerium mitteilte. Auf Süd-Gyeongsang, auch Gyeongnam genannt, entfielen 99,2% der gesamten betroffenen Fläche und 99,7% der gemeldeten Schäden bei Kakis.

Diese Konzentration ist relevant, weil Gyeongnam 2024 einen Anteil von 67,6% an der südkoreanischen Kakifläche hatte. Bei Äpfeln und Birnen waren die Anteile mit 11,1% beziehungsweise 5,0% deutlich kleiner. Der landwirtschaftliche Forschungs- und Beratungsdienst der Provinz schätzte die Schadensquote bei Äpfeln und Birnen auf weniger als 5%. Die gemeldeten Flächen entsprechen nur 0,6% der gesamten Apfelfläche und 0,2% der Birnenfläche, weshalb die Folgen für das landesweite Angebot begrenzt bleiben dürften.

Höhere Anlieferungen drücken Frühmarktpreise

Das Angebot an frühen Sorten nimmt bereits zu. Die durchschnittlichen täglichen Anlieferungen der frühen Apfelsorte Tsugaru erreichten Mitte August 106 Tonnen und lagen damit 20,5% über dem Vorjahr. Der Großhandelspreis sank im Jahresvergleich um 18,1% auf 45.819 Won je 10 Kilogramm, der Einzelhandelspreis um 28,6% auf 19.009 Won je 10 Äpfel.

Auch bei der frühen Birnensorte Wonhwang stiegen die Liefermengen, nachdem der Krankheits- und Schädlingsdruck abgenommen hatte und die Wachstumsbedingungen günstig blieben. Weil die Lagerbestände an Birnen schnell aufgebraucht waren, starteten die Großhandelspreise im August über dem Vorjahresniveau. Danach setzte der übliche saisonale Rückgang ein: von 70.696 Won je 15 Kilogramm am 3. August auf 48.452 Won am 19. August.

Regierung bereitet Maßnahmen für Chuseok vor

Die Regierung will die Freigabe festgelegter Obstmengen rund um Chuseok zeitlich verteilen und vergünstigte Geschenkpakete anbieten. Seit Juni liefert sie über 62 Agrargenossenschaften in wichtigen Obstbauregionen Pflanzenschutz- und Nährstoffpräparate mit Rabatten von bis zu 50%. Der Umfang der Unterstützung liegt 12,0% über dem Vorjahr.

Für Erzeuger und Großhändler entwickelt sich der Markt je nach Kultur und Region unterschiedlich. Größere Apfel- und Birnenmengen dürften die Verfügbarkeit verbessern und die Preise während der Feiertagssaison begrenzen. Kakierzeuger tragen ein höheres Risiko, weil die Schäden das wichtigste Anbaugebiet treffen. Das landesweite Ergebnis hängt deshalb stark davon ab, wie sich die betroffenen Plantagen in Gyeongnam bis zur Ernte entwickeln.

Vollständige Marktanalyse

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