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Spanisches natives Olivenöl extra wird zum Saisonende in Andalusien billiger

Der durchschnittliche Erzeugerpreis für natives Olivenöl extra in Andalusien sank in Woche 36 auf 3,42 € je Kilogramm, während die gemeldete Absatzmenge der teilnehmenden Betriebe auf 1.040 Tonnen zurückging. Knappe Bestände hochwertiger Ware und wenige Abschlüsse prägen den Markt vor der neuen Saison.

Spanisches natives Olivenöl extra wird zum Saisonende in Andalusien billiger

Erzeugerpreise geben in den letzten Saisonwochen nach

Die Preise für spanisches natives Olivenöl extra sind weiter gesunken, während sich die Saison 2025/26 in Andalusien ihrem Ende nähert. Daten der Preis- und Marktbeobachtungsstelle des regionalen Ministeriums für Landwirtschaft, Fischerei, Wasser und ländliche Entwicklung, über die ABC de Sevilla berichtete, zeigten im Wochenvergleich Rückgänge bei nativem Olivenöl extra und nativem Olivenöl.

In Woche 36 vom 31. August bis 6. September 2026 fiel der durchschnittliche Erzeugerpreis für natives Olivenöl extra von 3,70 € je Kilogramm in Woche 35 auf 3,42 € je Kilogramm. Das entsprach einem Rückgang von fast 280 € je Tonne. Natives Olivenöl verbilligte sich auf 3,25 € je Kilogramm, während Lampantöl entgegen diesem Trend gegenüber 3,17 € je Kilogramm leicht zulegte.

Handelsmenge schrumpft bei knappen Qualitätsbeständen

Die teilnehmenden Betriebe vermarkteten in der Woche 1.040 Tonnen, verglichen mit 1.466 Tonnen im vorangegangenen Zeitraum. Der Rückgang um 426 Tonnen beziehungsweise rund 29 % verdeutlicht die geringe Zahl an Abschlüssen kurz vor Saisonende.

ABC de Sevilla führte die schwache Aktivität teilweise auf die geringen Bestände an Öl hervorragender Qualität zurück, wenige Wochen bevor die neue Saison offiziell beginnt. Die Erzeugergeschäfte konzentrierten sich auf Córdoba, Granada, Huelva, Jaén und Sevilla. Sinkende Referenzpreise bei gleichzeitig begrenzten Premiumbeständen sprechen dafür, dass die aktuellen Notierungen in einem engen Markt und nicht durch breit angelegte Verkäufe entstehen.

Poolred zeigt ein anderes Marktbild

Gesonderte Poolred-Daten, die Asaja Jaén für den Zeitraum vom 1. bis 7. September vorlagen, erfassten 54 Geschäfte über 3.432 Tonnen. Im Ausgangstext wurden für natives Olivenöl extra 3,50 € je Tonne und für natives sowie Lampantöl jeweils 3,14 € genannt. Diese Einheit weicht von der sonst im Bericht verwendeten Kilogrammangabe ab. Die Poolred-Zahlen sollten daher in der veröffentlichten Form gelesen und nicht unmittelbar mit den Notierungen der Beobachtungsstelle verglichen werden.

Für Picual-Öl aus Jaén nannte der Bericht 3,43 € für natives Olivenöl extra und 3,19 € für Lampantöl, ohne die Einheit erneut anzugeben. Er verzeichnete 17 Geschäfte mit 914 Tonnen. Poolred signalisiert damit weiterhin nennenswerte physische Mengen, allerdings verteilt auf eine begrenzte Zahl von Abschlüssen und mit einer Preisbasis, die vorsichtig interpretiert werden muss.

Neue Ernte entscheidet über die weitere Preisrichtung

Der Preisrückgang am Saisonende ist für Erzeuger, Mühlen und Exporteure relevant, weil er das Ausgangsniveau für die neue Ernte setzt. Niedrigere Erzeugerpreise senken die Rohstoffkosten der Abfüller und können die Wettbewerbsfähigkeit spanischen Olivenöls auf Auslandsmärkten stärken. Erzeuger müssen dagegen den Abbau ihrer Restbestände gegen niedrigere Erlöse je Kilogramm abwägen. Da hochwertige Ware bereits knapp ist, werden Umfang und Qualität der neuen Ernte darüber entscheiden, ob die Abwärtsbewegung nach dem Eintreffen des frischen Öls anhält.

Vollständige Marktanalyse

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