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Spaniens Haushalte kaufen 3,33 % weniger Rindfleisch, geben aber 9,7 % mehr aus

Spaniens Haushalte verbrauchten 2025 pro Kopf 3,77 Kilogramm Rindfleisch, 3,33 % weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig stiegen die Pro-Kopf-Ausgaben um 9,7 % auf 52,67 €, was auf einen deutlichen Preisdruck auf die Nachfrage hinweist.

Spaniens Haushalte kaufen 3,33 % weniger Rindfleisch, geben aber 9,7 % mehr aus

Haushalte zahlen mehr für weniger Rindfleisch

Der Rindfleischkonsum spanischer Haushalte sank 2025 auf 3,77 Kilogramm pro Kopf und damit um 3,33 % gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig erhöhten sich die jährlichen Ausgaben um 9,7 % auf 52,67 € pro Person, wie AgroNews Castilla y León unter Berufung auf Daten des Lebensmittelkonsumberichts 2025 meldete.

Die gegenläufige Entwicklung von Menge und Ausgaben zeigt, dass die Haushalte je gekauftem Kilogramm deutlich mehr bezahlten. Aus den gemeldeten Gesamtwerten ergibt sich für 2025 eine durchschnittliche Ausgabe von rund 13,97 € je Kilogramm. Die Daten weisen keine Einzelhandelspreise für bestimmte Teilstücke aus, machen aber deutlich, dass die höheren Ausgaben den Nachfragerückgang nicht verhindern konnten.

Rindfleisch entwickelte sich entgegen dem gesamten Fleischmarkt. Der gesamte Fleischkonsum nahm im Jahresverlauf um 3,6 % zu, während die Rindfleischkäufe der Haushalte sanken. Für Erzeuger, Verarbeiter und Händler deutet diese Abweichung auf einen stärkeren Widerstand der Rindfleischkunden gegen den Preisdruck hin.

Traditionelle Metzgereien halten einen hohen Anteil

Fast 50 % des frischen Rindfleischs spanischer Haushalte werden in Supermärkten gekauft. Sie bleiben der führende Absatzkanal, ihre Rindfleischnachfrage sank 2025 jedoch um 2,25 % gegenüber dem Vorjahr. Traditionelle Geschäfte verkaufen 34,5 % der Rindfleischmenge und erreichen damit einen wesentlich höheren Anteil als ihre 10,6 % am gesamten Lebensmittelabsatz.

Die starke Stellung des Fachhandels hebt Rindfleisch von weiten Teilen des Lebensmittelmarktes ab. Metzgereien und andere traditionelle Geschäfte bleiben für Produktauswahl und Kundenbindung wichtig, während Supermärkte trotz ihrer führenden Position Mengen verlieren. Lieferanten hängen somit sowohl von großen Handelsketten als auch von einem vergleichsweise zersplitterten Fachhandelskanal ab.

Auch außer Haus hat Rindfleisch eine bedeutende Stellung. In Restaurants und anderen Gastronomiebetrieben lag der Verbrauch 2025 bei 2,25 Kilogramm pro Kopf. Damit war Rindfleisch nach Hähnchen die am zweithäufigsten konsumierte Fleischart. Von 2019 bis 2025 stieg der Außer-Haus-Verbrauch von Kalbfleisch um 0,5 % und von Hähnchen um 1 %, während Schweinefleisch um 14,6 % und Lammfleisch um 28,3 % zurückgingen.

Alter, Haushaltstyp und Region prägen die Nachfrage

Der Verbrauch unterscheidet sich deutlich nach Alter und Haushaltsstruktur. Menschen über 65 Jahre konsumierten jährlich 5,90 Kilogramm pro Kopf, gegenüber 2,43 Kilogramm bei den 35- bis 49-Jährigen. Rentnerhaushalte erreichten mit 6,27 Kilogramm pro Person den höchsten Wert der untersuchten Gruppen, Paare mit kleinen Kindern dagegen nur 1,89 Kilogramm.

Der Abstand von 4,38 Kilogramm bedeutet, dass Rentnerhaushalte pro Kopf mehr als dreimal so viel Rindfleisch verbrauchen wie Haushalte mit kleinen Kindern. Ein hoher Konsum konzentrierte sich zudem auf Haushalte mit hohem oder mittlerem Einkommen sowie auf Haushalte, in denen die einkaufende Person älter als 50 Jahre war. Die wichtigste inländische Kundengruppe der Branche ist damit älter, während junge Familien deutlich geringere Mengen kaufen.

Auch regional bestehen große Unterschiede. Das Baskenland führte mit 5,62 Kilogramm pro Kopf und lag damit 1,85 Kilogramm über dem Landesdurchschnitt, während Extremadura mit 1,87 Kilogramm den niedrigsten Wert verzeichnete. Kastilien und León, Galicien, Asturien, Katalonien und die Autonome Gemeinschaft Madrid lagen ebenfalls über dem spanischen Durchschnitt; für Kastilien und León nannte die Quelle jedoch keinen konkreten Wert. Hinter dem nationalen Mengenrückgang stehen daher erhebliche Unterschiede nach Absatzkanal, Altersgruppe und Region.

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