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Spanien, Rumänien und Deutschland führen Polens Gurkenimporte an

Polen importierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 48.870 Tonnen Gurken und Cornichons im Wert von 343,26 Millionen Złoty. Spanien führte die Halbjahresbilanz an, während Rumänien im Juni zum wichtigsten Lieferanten wurde.

Spanien, Rumänien und Deutschland führen Polens Gurkenimporte an

Importe erreichen 48.870 Tonnen

Polen importierte von Januar bis Ende Juni 2026 insgesamt 48.870 Tonnen Gurken und Cornichons. Das zeigen Daten des polnischen Statistikamtes, die das Branchenportal warzywa.pl zitierte und über die Fakt berichtete. Der Warenwert belief sich auf 343,26 Millionen Złoty. Ausländische Ware spielt damit eine wichtige Rolle in einem Markt, in dem Gurken sowohl frisch als auch eingelegt verzehrt werden.

Die Importe helfen polnischen Händlern und Einkäufern, Angebotslücken zu schließen, wenn heimische Gewächshaus- und Freilandgurken noch nicht in ausreichenden Mengen verfügbar sind. Ende April lag die kumulierte Einfuhr bei 37.980 Tonnen. Im Mai kamen weitere 3.810 Tonnen hinzu, im Juni 7.070 Tonnen.

Spanien führt die Halbjahresrangliste an

Spanien war im ersten Halbjahr 2026 mit 12.160 Tonnen Polens größter Lieferant. Das entsprach fast einem Viertel der gesamten Einfuhr von Gurken und Cornichons. Rumänien folgte mit 7.580 Tonnen auf Platz zwei, knapp vor Deutschland mit 7.340 Tonnen.

Auch die Niederlande und die Türkei lieferten bedeutende Mengen. Polen bezog 4.980 Tonnen aus den Niederlanden und 3.320 Tonnen aus der Türkei. Die Herkunftsstruktur zeigt, dass polnische Käufer sowohl europäische Gewächshausproduzenten als auch Anbieter aus wärmeren Anbauregionen nutzen.

Die Lieferbasis ist breit aufgestellt, dennoch entfiel ein erheblicher Marktanteil auf die drei führenden Herkunftsländer. Spaniens Spitzenposition spiegelt seine Bedeutung außerhalb der polnischen Freilandsaison wider. Rumänien und Deutschland gewannen mit fortschreitender Saison deutlich an Gewicht.

Rumänien übernimmt im Juni die Führung

Im Juni veränderte sich die Lieferstruktur stark. Spanien lieferte in diesem Monat lediglich 195 Tonnen, während aus Rumänien 3.620 Tonnen kamen. Damit deckte Rumänien mehr als die Hälfte der polnischen Gurkenimporte im Juni. Deutschland steuerte weitere 1.570 Tonnen bei.

Kleinere Juni-Mengen kamen aus Tschechien, Albanien und Österreich. Tschechien lieferte 426,8 Tonnen, Albanien 356,4 Tonnen und Österreich 206,7 Tonnen. Diese Warenströme ergänzten die deutlich größeren rumänischen und deutschen Lieferungen, während das spanische Aufkommen zurückging.

Rumänien verzeichnete die stärkste Beschleunigung. Allein im Juni lieferte das Land mehr als dreimal so viele Gurken wie von Januar bis April zusammen. Im Mai und Juni erreichten die rumänischen Lieferungen insgesamt 6.420 Tonnen. Der größte Teil der Halbjahresmenge entfiel somit auf diese beiden Monate.

Die monatliche Verschiebung zeigt, wie Polens Importbedarf von regionalen Erntekalendern und dem heimischen Angebot abhängt. Spanien blieb über sechs Monate der größte Lieferant, doch zu Sommerbeginn rückte Rumänien an die Spitze. Für Erzeuger, Verarbeiter und Frischwarenhändler ist der Zeitpunkt der Zuflüsse ebenso wichtig wie die Halbjahresrangliste: Gebündelte Lieferungen können Angebot und Wettbewerb gerade dann verändern, wenn polnische Freilandgurken auf den Markt kommen.

Vollständige Marktanalyse

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