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Schwächere US-Nachfrage bremst Spaniens Olivenölmarkt, Lagerbestände in Jaén steigen

Der monatliche Olivenölabsatz in Spanien sank auf rund 95.100 Tonnen und blieb damit unter den Erwartungen der Branche. ASAJA-Jaén führt die Verlangsamung auf einen schwächeren Verbrauch spanischen Olivenöls in den USA zurück. Die Mühlen von Jaén könnten die Kampagne mit etwa 156.000 Tonnen abschließen — rund 40% des vor der neuen Ernte verfügbaren Öls.

Schwächere US-Nachfrage bremst Spaniens Olivenölmarkt, Lagerbestände in Jaén steigen

Spaniens Olivenölmarkt bewegt weiterhin große Mengen, doch die Branche blickt inzwischen mit Sorge auf die Absatzentwicklung. Nach Daten der Lebensmittelinformations- und Kontrollbehörde (AICA), die andaluciainformacion.es zitiert, lagen die Ölabgaben im vergangenen Monat bei rund 95.100 Tonnen. Die Zahl bleibt positiv, unterschreitet aber die Erwartungen des Sektors.

US-Markt gilt als Grund für die Verlangsamung

Der Bauernverband ASAJA-Jaén führt die Schwäche größtenteils auf einen Rückgang des Verbrauchs spanischen Olivenöls in den Vereinigten Staaten zurück. Sein Geschäftsführer und Sprecher Luis Carlos Valero ist der Ansicht, dass der Markt die Folgen des Imageschadens des Produkts in diesem Land zu spüren beginnt.

„Das ist das unmissverständliche Zeichen, dass der Markt leidet, vor allem wegen des Reputationsschadens durch den Streit mit den USA und des daraus folgenden Rückgangs des Verbrauchs spanischen Olivenöls in diesem Land", sagte Valero.

Für Importeure und Händler bedeutet das: Die USA — ein wichtiges Ziel für spanisches Öl — nehmen die Mengen nicht mehr in dem Tempo auf, mit dem die Branche gerechnet hatte, und die Nachfrage wird nicht nur vom Preis, sondern auch von Reputationsfaktoren bestimmt.

Produktion und Bestände belasten die Bilanz

Nach vorläufigen AICA-Daten liegt die kumulierte Produktion der Kampagne bei 1.298.503 Tonnen. Der gelagerte Gesamtbestand beläuft sich auf 683.345 Tonnen, verteilt auf die Mühlen (almazaras) mit 419.283 Tonnen, die Abfüllindustrie mit 258.237 Tonnen und das Patrimonio Comunal Olivarero mit 5.825 Tonnen.

Trotz Zweifeln an der Entwicklung des internationalen Marktes bleibt das Vermarktungstempo hoch. Halten sich die Abgaben in den kommenden Monaten auf ähnlichem Niveau, läge der Übertrag in die nächste Kampagne bei rund 400.000 Tonnen — ein erhebliches Angebotspolster vor der neuen Ernte.

Jaén bündelt den Überschuss

In diesem Szenario spielen die Mühlen von Jaén erneut eine entscheidende Rolle. Prognosen zufolge wird die Provinz Ende September rund 156.000 Tonnen lagern, etwa 40% des vor dem Beginn der neuen Kampagne verfügbaren Öls. Diese Konzentration bedeutet, dass das weltweit größte Anbaugebiet für Olivenöl einen überproportionalen Anteil unverkaufter Bestände hält, während die nächste Ernte näher rückt.

Was das für den Handel bedeutet

  • Monatliche Abgaben nahe 95.100 Tonnen signalisieren eine stabile, aber schwache Nachfrage.
  • Ein prognostizierter Übertrag von rund 400.000 Tonnen deutet auf reichliches Angebot und Abwärtsdruck auf die Preise hin.
  • Käufer mit spanischem Ursprung sollten die US-Nachfrage und den Reputationsstreit genau verfolgen, da beide derzeit bestimmen, wie schnell die Bestände abgebaut werden.

ASAJA warnt zudem, dass der August üblicherweise ein Monat mit geringerer Handelstätigkeit ist. Deshalb hält der Verband die Absatzentwicklung am Ende des Sommers für entscheidend dafür, mit welchem Bestandsvolumen der Sektor in die nächste Ernte geht.

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