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Rinderpreise in São Paulo drehen Mitte Juli, Hähnchen legt weiter zu

In der ersten Julihälfte liefen die Großhandelspreise für Fleisch im Großraum São Paulo auseinander: Rindfleisch mit Knochen und Schweinefleisch gaben nach, während gekühltes Hähnchen weiter stieg, berichtet agronews.tv.br. Am Freitag, dem 17. Juli, verzeichneten Mastrinder erstmals seit über einem Monat einen Anstieg, so Globo Rural unter Berufung auf Scot Consultoria.

Rinderpreise in São Paulo drehen Mitte Juli, Hähnchen legt weiter zu

Die Großhandelspreise für Fleisch im Großraum São Paulo bewegten sich in der ersten Julihälfte in entgegengesetzte Richtungen, berichtet agronews.tv.br. Rindfleisch mit Knochen und Schweinefleisch gaben nach, während gekühltes Hähnchen im selben Zeitraum weiter zulegte. Das Portal führt diese Spaltung unmittelbar auf die Lage der Binnennachfrage, die Kaufkraft der Bevölkerung und den Rhythmus des Außenhandels zurück — drei Faktoren, die die wichtigsten tierischen Proteine binnen zweier Wochen auseinandertrieben.

Vorsichtige erste Monatshälfte

Der Rückgang bei Rind und Schwein erklärt sich vor allem durch den moderaten Inlandsverbrauch, der für die erste Monatshälfte typisch ist, berichtet agronews.tv.br. In dieser Phase agieren die Großhandelsakteure vorsichtiger beim Wiederauffüllen der Lager und vermeiden es, Ware ohne gesicherten, schnellen Absatz an den Endkunden anzuhäufen. Diese Zurückhaltung gab bei beiden roten Fleischsorten den Ton an und ließ kaum Spielraum, die Großhandelspreise zu verteidigen.

Rind fällt, dreht dann zum Wochenschluss

Beim Rindfleisch hing die Abwertung mit dem jüngsten Rückgang des Arroba-Preises für Mastrinder (boi gordo) zusammen sowie mit der deutlichen Schwierigkeit der Verteiler, Kosten an den Einzelhandel weiterzugeben, so agronews.tv.br. Dem Portal zufolge wurden die Verluste der Branche durch zwei strategische Faktoren abgefedert.

Zum Wochenende kippte die Stimmung. Am Freitag, dem 17. Juli, verzeichnete der Preis für Mastrinder im Bundesstaat São Paulo erstmals seit über einem Monat einen Anstieg, berichtet Globo Rural unter Berufung auf Scot Consultoria. Der Schritt markiert eine Erholung des Rindermarktes nach einem Rückgang, der mehr als einen Monat angehalten hatte.

Schwein trotz starker Ausfuhren belastet

Schweinefleisch stand vor einem ähnlichen Bild. Zwar blieb das Volumen der Auslandslieferungen kräftig und half, das Gesamtangebot auszugleichen, doch die Inlandsnachfrage blieb schwach und hielt die Großhandelspreise unter anhaltendem Abwärtsdruck, berichtet agronews.tv.br. Mit anderen Worten: Der Exportkanal nahm das Angebot auf, konnte die Notierung am Heimatmarkt aber nicht anheben.

Hähnchen profitiert vom Umstieg

Gegen den Rückzug der übrigen Proteine hielt gekühltes Hähnchen im Großraum São Paulo eine klar günstige Entwicklung. Der Haupthebel für den Anstieg ist der Preis, so agronews.tv.br: Historisch günstiger für das Familienbudget als Rind oder Schwein, profitiert Geflügel von einem natürlichen Substitutionseffekt. Bei knapperen Haushaltsbudgets steigen viele Verbraucher auf Hähnchen um, was für eine feste und stabile Nachfrage sorgt, die die Notierungen im Großhandel auf hohem Niveau hält.

Wie es weitergeht

Für den Rest des Monats hängt die Preisentwicklung grundlegend von einer Wiederbelebung der Binnennachfrage und vom Tempo des Tierangebots zur Schlachtung ab, merkt agronews.tv.br an. Beide roten Fleischsorten sind davon abhängig, ob der inländische Käufer zurückkehrt, während die Festigkeit beim Hähnchen auf demselben Budgetdruck beruht, der den Umstieg von teureren Teilstücken antreibt.

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