Russlands Schweinefleischexporte könnten bis Ende 2026 um 10% wachsen
Russlands Schweinefleischexporte könnten bis Ende 2026 um 10% steigen, erwartet Verbandsvertreter Sergej Juschin. Die Lieferungen auf die Philippinen sollen in diesem Jahr etwa 40.000 Tonnen im Wert von rund 80 Millionen $ erreichen.
Branche erwartet weiteres Wachstum
Russlands Schweinefleischexporte könnten bis Ende 2026 um 10% wachsen, sagte Sergej Juschin, Leiter des Exekutivkomitees des Nationalen Fleischverbandes, gegenüber Vesti. Die Prognose deutet trotz der Schwierigkeiten russischer Fleischlieferanten auf internationalen Märkten auf eine weitere Expansion hin.
Russland bleibe ein bedeutender Exporteur von Fleischprodukten, werde den Rekord des Vorjahres aber wahrscheinlich nicht übertreffen, erklärte Juschin. Bei Schweinefleisch sei dennoch ein solides Wachstum zu erwarten. Der prognostizierte Anstieg um 10% würde den Exportausbau fortsetzen, ohne dass die Lieferungen einen neuen historischen Höchststand erreichen müssen.
Philippinen gewinnen als Absatzmarkt an Gewicht
Der philippinische Markt gehört zu den deutlichsten Quellen zusätzlicher Nachfrage. Russische Anbieter haben ihre Schweinefleischlieferungen in das Land erhöht. Der Verband erwartet für dieses Jahr Exporte von etwa 40.000 Tonnen im Wert von rund 80 Millionen $.
Damit werden die Philippinen zu einem relevanten Markt für russische Produzenten und Exporteure, die ihren Auslandsabsatz ausweiten wollen. Das erwartete Volumen zeigt außerdem, dass das Wachstum von realen Liefermengen und nicht nur von Preisänderungen getragen wird. Vesti nannte weder einzelne Schweinefleischprodukte, Unternehmen oder Lieferzeiträume noch die weiteren Zielmärkte, die zum landesweiten Plus von 10% beitragen sollen.
Schweinefleisch wächst über Menge, Rindfleisch über Wert
Der Ausblick verdeutlicht den Unterschied zwischen Russlands Schweine- und Rindfleischexporten. Russland exportiere weniger Rindfleisch, erziele damit auf Auslandsmärkten aber höhere Preise, sagte Juschin. Er führte den Aufschlag auf die Nachfrage nach hochwertigem Fleisch spezialisierter Rinderrassen zurück, das in mehreren Ländern geschätzt werde.
Käufer seien bereit, russischen Lieferanten einen deutlichen Aufpreis gegenüber einigen Wettbewerbern zu zahlen, die schon wesentlich länger auf internationalen Märkten vertreten sind. Für Schweinefleisch legte der Verband dagegen eine konkrete Mengenprognose vor und nannte die Philippinen als wachsenden Absatzmarkt.
Inlandsverbrauch bleibt hoch
Die Exportprognose folgt auf einen historischen Höchststand beim russischen Verbrauch von Fleisch und Fleischprodukten im Jahr 2025. Der durchschnittliche Jahresverbrauch überstieg 100 Kilogramm je Einwohner, wie Vesti zuvor berichtet hatte.
Der hohe Inlandsverbrauch und die steigenden Schweinefleischexporte rücken sowohl den heimischen Markt als auch die Auslandsnachfrage in den Mittelpunkt der Produktionsplanung. Verarbeiter und Erzeuger müssen 2026 genügend Ware für inländische Käufer bereitstellen und zugleich ihre Auslandslieferungen ausbauen. Für Händler wird entscheidend sein, ob die Philippinen und weitere Märkte bis zum Jahresende ausreichend zusätzliche Mengen aufnehmen, um das prognostizierte Plus von 10% zu erreichen, auch wenn der Exportrekord des Vorjahres nicht wiederholt wird.