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Russlands Exporterlöse mit Schokoladenwaren steigen im ersten Halbjahr 2026 um 18%

Russland exportierte im ersten Halbjahr 2026 rund 82.000 Tonnen Schokoladenwaren im Wert von 400 Millionen $. Die Exporterlöse stiegen im Jahresvergleich um 18%, getragen von Zentralasien, Belarus und der Türkei.

Russlands Exporterlöse mit Schokoladenwaren steigen im ersten Halbjahr 2026 um 18%

Exporterlöse erreichen 400 Millionen $

Russland exportierte im ersten Halbjahr 2026 rund 82.000 Tonnen Schokoladenwaren und erzielte damit Erlöse von 400 Millionen $. Das geht aus Zahlen von Agroexport hervor, über die Rambler Finance berichtete. Der Wert der Lieferungen stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18%. Eine vergleichbare Veränderung der physischen Menge wurde nicht veröffentlicht, sodass sich das ausgewiesene Wachstum ausdrücklich auf die Exporterlöse bezieht.

Die Zahlen zeigen, dass russische Schokoladenhersteller weiterhin in beträchtlichem Umfang außerhalb ihres Heimatmarktes verkaufen. Die Produkte erreichen mehr als 75 Länder, auch wenn sich die wichtigsten Abnehmer auf benachbarte Märkte konzentrieren. Das Erlösplus von 18% bei Ausfuhren von rund 82.000 Tonnen steht für ein stärkeres Auslandsgeschäft. Die veröffentlichten Angaben lassen jedoch offen, welchen Anteil Preise, Produktmix und Mengen daran hatten.

Nachbarländer bleiben die wichtigsten Absatzmärkte

Kasachstan, Belarus, Usbekistan, Kirgisistan und Aserbaidschan waren im ersten Halbjahr 2026 die fünf größten Importeure russischer Schokoladenwaren. Diese Märkte verfügen über etablierte Handelsbeziehungen und vergleichsweise kurze Transportwege. Ihre Bedeutung macht die Nachfrage im postsowjetischen Raum weiterhin zu einem entscheidenden Faktor für russische Süßwarenexporteure.

Nach Angaben von TASS stiegen die Exporterlöse mit Kasachstan um 30%, während Belarus ein Plus von 32% verzeichnete. Die Verkäufe nach Usbekistan legten um 19% und jene nach Kirgisistan um 18% zu. Das Wachstum verteilte sich damit auf mehrere wichtige Ziele und hing nicht von einem einzelnen Käufer ab. Aserbaidschan blieb unter den fünf größten Märkten, doch die Quellen nannten weder einen Wachstumswert noch den Umfang der dortigen Käufe.

Die Türkei setzt das stärkste Expansionssignal

Die Türkei verzeichnete im ersten Halbjahr den auffälligsten Anstieg der Lieferungen. Russland hatte binnen sechs Monaten bereits mehr Schokoladenwaren dorthin geliefert als im gesamten Jahr 2025, teilte Agroexport mit. Ein genauer Mengen- oder Wertansatz wurde nicht genannt. Der Vergleich weist die Türkei dennoch als wachsenden Absatzmarkt außerhalb der traditionellen Nachbarländer aus.

Für Hersteller und Vertriebsunternehmen kann das Wachstum in der Türkei einen zusätzlichen Absatzkanal schaffen und die Abhängigkeit von den fünf führenden Regionalmärkten verringern. Gleichzeitig bleibt die bisherige Exportstruktur stark auf nahe gelegene Länder ausgerichtet. Bei der Erschließung weiter entfernter Märkte müssen Exporteure unterschiedliche Logistikbedingungen, Anforderungen des Einzelhandels und Wettbewerbsverhältnisse berücksichtigen.

Die Beständigkeit des Wachstums rückt in den Fokus

Das Ergebnis des ersten Halbjahres schafft für russische Schokoladenhersteller 2026 eine höhere Erlösbasis. Die verfügbaren Zahlen zeigen aber noch nicht, ob vor allem größere Mengen oder höhere Stückwerte den Zuwachs bewirkt haben. Diese Unterscheidung ist sowohl für Verarbeiter, die kakaohaltige Rohstoffe einkaufen, als auch für Großhändler bei der Bewertung der Verbrauchernachfrage wichtig. Die Gesamtjahresdaten werden zudem zeigen, ob sich die schnelle Expansion in der Türkei fortsetzt und Kasachstan, Belarus, Usbekistan und Kirgisistan ähnliche Wachstumsraten halten können.

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