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Russlands Mehlausfuhrerlöse steigen dank China-Geschäft um 13%

Russland erzielte von Januar bis Juli 2026 mit Ausfuhren von Weizen- und Weizen-Roggen-Mischmehl mehr als 96 Millionen $. Die Erlöse stiegen um 13%, während die Menge nur um 1% auf fast 287.000 Tonnen zunahm; den größten Wachstumsbeitrag lieferte China.

Russlands Mehlausfuhrerlöse steigen dank China-Geschäft um 13%

Erlöse wachsen schneller als die Ausfuhrmenge

Russland exportierte von Januar bis Juli 2026 Weizenmehl und Weizen-Roggen-Mischmehl im Wert von mehr als 96 Millionen $, wie ZOL unter Berufung auf das föderale Zentrum Agroexport und Expertenschätzungen berichtet. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stiegen die Ausfuhrerlöse um 13%, die Liefermenge dagegen nur um 1% auf fast 287.000 Tonnen.

Der Abstand zwischen Wert- und Mengenwachstum deutet auf höhere durchschnittliche Ausfuhrerlöse je Tonne hin. Aus den veröffentlichten Angaben geht nicht hervor, ob Preise, Produktmix, Absatzmärkte oder Vertragsbedingungen dafür verantwortlich waren. Für russische Mühlen und Händler zeigen die Zahlen jedoch, dass die Erlöse ohne eine vergleichbare Ausweitung der Gesamtmenge zunahmen.

China liefert den größten Wachstumsbeitrag

China war der größte der genannten Abnehmer und kaufte russisches Mehl für mehr als 24 Millionen $. Von Januar bis Juli 2026 erreichten die Lieferungen 69.000 Tonnen, nach 33.000 Tonnen im gleichen Zeitraum 2025. Ihr Wert stieg von etwas mehr als 11 Millionen $ auf über 24 Millionen $; damit haben sich Menge und Erlös mehr als verdoppelt.

Agroexport bezeichnete die höheren Lieferungen nach China als Hauptgrund für das Wachstum der gesamten russischen Mehlausfuhren. China stand für jeweils ungefähr ein Viertel des gemeldeten Ausfuhrwerts und -volumens. Das reichte aus, um schwächere oder weitgehend stabile Ergebnisse in anderen Märkten auszugleichen, auch wenn für die übrigen Länder keine vollständigen Einzeldaten vorliegen.

Die China-Zahlen zeigen zugleich die Bedeutung verarbeiteter Getreideprodukte für Russlands Agrarabsatz. Mit Mehlausfuhren bleibt die Verarbeitung im Land, anstatt ausschließlich unverarbeitetes Getreide zu verkaufen. Angaben zu Mühlenmargen, Frachtkosten oder vergleichbaren Weizenausfuhren fehlen allerdings, sodass sich die relative Rentabilität beider Absatzwege nicht bestimmen lässt.

Zentralasien und Nachbarmärkte bleiben bedeutend

Turkmenistan war unter den aufgeführten Märkten mit Käufen von mehr als 14 Millionen $ der zweitgrößte Abnehmer. Afghanistan folgte mit rund 8,5 Millionen $, die Mongolei mit etwa 6,5 Millionen $ und Belarus mit rund 5,7 Millionen $. Zusammen mit China entfielen auf diese Märkte mehr als 58 Millionen $ der gemeldeten Ausfuhrerlöse.

Besonders kräftig wuchs das Afghanistan-Geschäft. Die russischen Mehllieferungen dorthin erhöhten sich mengenmäßig auf das 1,8-Fache und wertmäßig auf das 1,9-Fache. Die absolute Tonnage wurde nicht genannt; der etwas stärkere Erlöszuwachs deutet jedoch auf einen höheren Durchschnittswert je Tonne oder veränderte Produkt- und Vertragsbedingungen hin.

Russland exportiert 2026 Mehl in mehr als 70 Länder und verfügt damit über eine geografisch breite Kundenbasis. Das gemeldete Wachstum bleibt dennoch konzentriert: China erzeugte die größte zusätzliche Nachfrage, während Agroexport Turkmenistan, Afghanistan, die Mongolei und Belarus als weitere führende Absatzmärkte nannte. Entscheidend wird sein, ob die Exporteure den starken Anstieg der chinesischen Käufe halten und zugleich ihre etablierten Regionalmärkte sichern können.

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