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Russlands Export von gefrorenem Rindfleisch nach China steigt um 40%

Russland exportierte im ersten Halbjahr 2026 gefrorenes Rindfleisch im Wert von 68,7 Millionen $ nach China, nach 48,7 Millionen $ im Vorjahr. Im Juni legten die Lieferungen zu, Russland blieb jedoch weit hinter Brasilien, Australien und Argentinien.

Russlands Export von gefrorenem Rindfleisch nach China steigt um 40%

Exporterlös erreicht 68,7 Millionen $ im Halbjahr

Russland exportierte von Januar bis Juni 2026 gefrorenes Rindfleisch im Wert von 68,7 Millionen $ nach China. Im entsprechenden Zeitraum 2025 waren es 48,7 Millionen $. Das berichtete Interfax unter Berufung auf Daten der chinesischen Generalzollverwaltung. Der Zuwachs betrug 20 Millionen $ beziehungsweise rund 41% und entspricht damit der von der Agentur genannten Steigerung auf das 1,4-Fache.

Das Ergebnis setzt die Expansion des russischen Geschäfts mit gefrorenem Rindfleisch in China fort. Im Gesamtjahr 2025 stiegen die Exporterlöse von 86,6 Millionen $ im Jahr 2024 auf 100,2 Millionen $. Allein der Wert des ersten Halbjahres 2026 entsprach damit mehr als zwei Dritteln des gesamten Vorjahreserlöses. Die verfügbaren Daten erfassen allerdings den Warenwert und nicht die physische Menge.

Die Monatswerte zeigen einen schwankenden, aber anhaltenden Handel. Im Juni beliefen sich die russischen Lieferungen auf 10,3 Millionen $, nach 8,7 Millionen $ im Mai und 8,5 Millionen $ im Juni 2025. Den bisher höchsten Monatswert des Jahres 2026 verzeichnete der April mit 15,6 Millionen $.

Brasilien bleibt mit großem Abstand führend

China bezog im ersten Halbjahr 2026 Rindfleisch aus 16 Ländern. Brasilien blieb mit Lieferungen im Wert von 5,1 Milliarden $ der mit Abstand größte Anbieter auf dem chinesischen Markt. Dahinter folgten laut Interfax Australien mit 1,4 Milliarden $ und Argentinien mit 1,1 Milliarden $.

Diese Zahlen ordnen das russische Wachstum ein. Die russischen Verkäufe von gefrorenem Rindfleisch im Wert von 68,7 Millionen $ machen nur einen kleinen Teil der Erlöse der drei führenden Lieferländer aus. Der brasilianische Wert lag mehr als 70-mal so hoch wie der russische. Russland wächst somit von einer vergleichsweise niedrigen Basis und stellt die etablierte Rangfolge der Rindfleischlieferanten Chinas bislang nicht infrage.

Die Zolldaten zeigen außerdem, dass sich Russlands Marktzugang auf gefrorene Ware konzentriert. Im ersten Halbjahr 2026 exportierte Russland kein frisches Rindfleisch nach China, nachdem im Vorjahreszeitraum noch Ware im Wert von 393.800 $ geliefert worden war. Australien ist Chinas wichtigster Lieferant von frischem Rindfleisch. Für russische Verarbeiter und Exporteure bleibt Tiefkühlware daher der wichtigste kommerzielle Zugang zum chinesischen Markt.

Höhere russische Preise beeinflussen das Angebot

Der Exportzuwachs fällt mit steigenden Rindfleischpreisen in Russland zusammen. Nach Angaben von Lenta.ru erreichte der durchschnittliche Inlandspreis am 1. Juli 744,9 Rubel je Kilogramm, 15,58% mehr als ein Jahr zuvor. Rindfleisch verteuerte sich stärker als die anderen genannten Fleischarten: Hähnchenfleisch stieg um 7,31% auf 243,78 Rubel je Kilogramm, Schweinefleisch um 1,9% auf 392,22 Rubel.

Höhere Inlandspreise können zwar die Erlöse der Verarbeiter stützen, erschweren aber eine Exportausweitung, wenn Vieh- und Beschaffungskosten schneller steigen als die in China erzielbaren Preise. Die Zolldaten enthalten weder Liefermengen noch durchschnittliche Stückwerte. Daher lässt sich nicht bestimmen, welcher Teil des Erlöszuwachses 2026 auf mehr Tonnage und welcher auf Preiseffekte entfällt. Der Anstieg von 48,7 Millionen $ auf 68,7 Millionen $ und das stärkere Juni-Ergebnis zeigen dennoch, dass China für russische Anbieter von gefrorenem Rindfleisch als Absatzmarkt an Wert gewinnt.

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