← Zurück zu den Nachrichten

Russlands Erlöse aus Fischexporten könnten 2026 6,5 Milliarden $ erreichen

Russland könnte 2026 mit Fischereiexporten 6,4–6,5 Milliarden $ erlösen, 5–6 % mehr als die rund 6,1 Milliarden $ des Vorjahres. China treibt das Wachstum, während die Branche einen kartellrechtskonformen Mechanismus zur Koordinierung ihrer Verhandlungspositionen anstrebt.

Russlands Erlöse aus Fischexporten könnten 2026 6,5 Milliarden $ erreichen

Exporterlöse sollen um 5–6 % steigen

Russlands Erlöse aus dem Export von Fischereiprodukten könnten 2026 rund 6,4–6,5 Milliarden $ erreichen. Diese Prognose stammt von German Swerew, dem Präsidenten des russischen Verbands der Fischereiunternehmen, Unternehmer und Exporteure VARPE. Gegenüber den rund 6,1 Milliarden $ des Vorjahres entspräche das einem Anstieg von etwa 5–6 %.

Die Prognose zeigt, dass der Wert der Exporte schneller wächst als deren physisches Volumen. Nach Angaben von Life.ru lieferten russische Unternehmen im ersten Halbjahr mehr als 1 Million Tonnen Fischereiprodukte in ihre vier wichtigsten Auslandsmärkte. Die Menge stieg im Jahresvergleich um 10 %, die Erlöse dagegen um 33 % auf 3,72 Milliarden $.

Laut der Publikation war dies der höchste Halbjahreswert der vergangenen fünf Jahre. Der Abstand zwischen Mengen- und Wertzuwachs deutet darauf hin, dass Preise, Produktmix oder beide Faktoren den Erlös je exportierter Tonne verbessern.

China bleibt der wichtigste Wachstumsmotor

Mehr als 80 % der russischen Fischexporte entfallen auf vier Ziele: China, Japan, Südkorea und die Länder der Europäischen Union. Diese Konzentration macht Nachfrage und Einkaufsbedingungen in einer kleinen Zahl von Märkten besonders wichtig für russische Fang- und Verarbeitungsunternehmen.

China bleibt die wichtigste Wachstumsquelle. Von Life.ru zitierte VARPE-Daten zeigen, dass die russischen Fischexporte nach China von Januar bis Juli 2,64 Milliarden $ erreichten, etwa das 1,5-Fache des vergleichbaren Zeitraums. Russlands Anteil an den chinesischen Fischimporten stieg auf 16,7 %.

Die Zahlen für die ersten fünf Monate 2026 bestätigen diesen Trend. Die russischen Lieferungen von Fisch und Meeresfrüchten nach China nahmen mengenmäßig um 16 % und wertmäßig um 53 % zu. Life.ru bezifferte sie auf 672.000 Tonnen im Wert von fast 2,06 Milliarden $. Besonders deutlich wuchsen die Erlöse mit Pollack, Kabeljau und lebenden Krabben.

Die große Differenz zwischen 16 % Mengenwachstum und 53 % Erlöswachstum ist wirtschaftlich relevant. Der chinesische Markt bringt mehr Einnahmen, ohne dass Fang oder Liefermenge im gleichen Umfang steigen müssen. Damit gewinnen Produktauswahl und Verkaufsbedingungen größeren Einfluss auf das Ergebnis der Exporteure.

Exporteure wollen ihre Verhandlungsmacht stärken

Die Branche sieht weiteres Potenzial nicht nur in größeren Mengen, sondern auch in höheren Erlösen je Lieferung. Swerew zufolge haben russische Produzenten derzeit nur begrenzte Möglichkeiten, sich auf Auslandsmärkten auf eine gemeinsame Preispolitik zu verständigen. Große Importeure in China und Japan können dagegen ihre Einkäufe bündeln und stärkeren Einfluss auf die Preise ausüben.

VARPE erörtert mit dem russischen Landwirtschaftsministerium und der Föderalen Antimonopolbehörde einen Mechanismus für Exportvereinigungen. Unternehmen könnten damit ihre Position gegenüber großen ausländischen Käufern koordinieren, ohne gegen das Kartellrecht zu verstoßen. Der Vorschlag wird noch diskutiert, könnte aber beeinflussen, wie sich die Erlöse zwischen russischen Lieferanten und konzentrierten Käufergruppen in den wichtigsten Absatzmärkten verteilen.

Vollständige Marktanalyse

Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern, personalisierte Inhalte bereitzustellen und unseren Traffic zu analysieren. Durch Klicken auf "Alle akzeptieren" stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Sie können Ihre Einstellungen verwalten oder mehr erfahren in unserer Datenschutzrichtlinie.