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Russlands Agrarexporte nach Kasachstan steigen um 40 Prozent auf 4,6 Millionen Tonnen

Russland exportierte im ersten Halbjahr 2026 4,6 Millionen Tonnen Agrarprodukte nach Kasachstan, das 1,4-Fache des Vorjahresvolumens. Die Erlöse stiegen um 24 Prozent auf 2,1 Milliarden $, womit Kasachstan nach vorläufigen Daten zum drittgrößten Abnehmer russischer Lebensmittel wurde.

Russlands Agrarexporte nach Kasachstan steigen um 40 Prozent auf 4,6 Millionen Tonnen

Liefermenge erreicht 4,6 Millionen Tonnen

Russland exportierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 4,6 Millionen Tonnen Agrarprodukte nach Kasachstan, teilte das föderale Zentrum Agroexport Interfax mit. Das entsprach dem 1,4-Fachen der Menge im Vorjahreszeitraum. Die Exporterlöse nahmen langsamer als das physische Volumen zu und stiegen um 24 Prozent auf 2,1 Milliarden $.

Nach vorläufigen Daten rückte Kasachstan gemessen am Lieferwert auf den dritten Platz unter den größten Abnehmern russischer Lebensmittel vor und überholte Belarus. Die Position unterstreicht die wachsende Bedeutung des kasachischen Marktes für russisches Getreide, Pflanzenöl und verarbeitete Lebensmittel. Dass die Menge stärker als der Wert zunahm, verweist zugleich auf den Einfluss des Produktmixes und der Erlöse je Tonne.

Weizen erzielt den höchsten Exporterlös

Unter den von Agroexport genannten Warengruppen brachte Weizen die höchsten Einnahmen. Von Januar bis Juni überstieg der Wert der russischen Weizenlieferungen nach Kasachstan 213 Millionen $ und erreichte damit das 4,3-Fache des entsprechenden Werts von 2025. Die Zuckerexporte legten um 14 Prozent auf 181 Millionen $ zu, Schokoladenwaren um 27 Prozent auf 144 Millionen $.

Der Absatz von Sonnenblumenöl erhöhte sich um fast das 1,5-Fache auf 135 Millionen $. Die Ausfuhren von Backwaren und Süßwaren auf Mehlbasis stiegen um 10 Prozent auf 133 Millionen $. Die Expansion erfasste somit sowohl landwirtschaftliche Rohstoffe als auch höherwertige Verarbeitungserzeugnisse. Russische Anbieter bauen ihre Position in mehreren Segmenten des kasachischen Lebensmittelmarktes aus und sind nicht von einem einzigen Produktzyklus abhängig.

Zuwächse bei Futtermitteln, Lebensmitteln und Vieh

Mehrere kleinere Kategorien verzeichneten besonders kräftige Zuwächse, allerdings nannte Agroexport hierfür keine absoluten Mengen oder Werte. Die Maisexporte verzehnfachten sich, die Kleielieferungen verdreifachten sich und die Gerstenausfuhren stiegen auf das 2,2-Fache. Der Absatz von Hunde- und Katzenfutter erhöhte sich auf fast das 1,8-Fache, während die Ausfuhr lebender Tiere um 29 Prozent zunahm. Kartoffelchips legten um 25 Prozent, Mayonnaise und andere Soßen um 22 Prozent sowie Teigwaren um 14 Prozent zu.

Agroexport-Leiter Ilja Iljuschin bezeichnete Kasachstan als einen der wichtigsten russischen Handelspartner im Agrarsektor und Russland als größten Agrarlieferanten Kasachstans. Das Fehlen zollrechtlicher, finanzieller und sonstiger Beschränkungen erleichtere die Entwicklung des bilateralen Handels. Auch die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit in Biotechnologie, Züchtung und Genetik werde ausgebaut.

Russische Unternehmen verbreitern ihre Präsenz

Die EkoNiva-Gruppe lieferte im ersten Halbjahr fast 2.000 Tonnen ultrahocherhitzte Milch, Sahne, Quark, saure Sahne, Butter, Joghurt und Quarkerzeugnisse nach Kasachstan. Nach Unternehmensangaben besteht dort außerdem Nachfrage nach Saatgut für Sommerweizen, Sommergerste, Sojabohnen, Erbsen und Flachs. EkoNiva zufolge erzielten seine Sorten 2025 gute Ergebnisse bei staatlichen Demonstrationsprüfungen und wurden in das kasachische Staatsregister aufgenommen. Dies stütze die engere Zusammenarbeit mit einheimischen Landwirten.

Der Hersteller Timosha aus der Region Moskau ist seit mehr als 10 Jahren auf dem kasachischen Markt aktiv. Regionalentwicklungsleiter Murad Schichschabekow sagte, das Unternehmen liefere Süßwaren, darunter orientalische Süßigkeiten, sowie Fischkonserven über sämtliche Vertriebskanäle. 2024 schloss Timosha einen Direktvertrag mit der großen kasachischen Einzelhandelskette Small. Die Kombination aus Massengütern, Konsumgütern, Milchprodukten und landwirtschaftlichen Betriebsmitteln zeigt, dass der bilaterale Warenstrom sowohl größer als auch vielfältiger wird.

Vollständige Marktanalyse

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