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Zuckerproduzentenverband: Russlands Zuckerproduktion deckt 2026/27 Inlandsmarkt und Zielexporte

Russlands Zuckerproduktion wird in der Saison 2026/27 ausreichen, um den Inlandsmarkt vollständig zu versorgen und die Exportziele der Branche zu erfüllen, sagte Andrey Bodin, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Zuckerproduzenten Russlands. Von 63 Werken arbeiten 54 mit einer Gesamtkapazität von 38.500 Tonnen pro Tag bei einem Inlandsverbrauch von 16.000 Tonnen. Seit Saisonbeginn wurden 6,3 Millionen Tonnen Rüben verarbeitet und 815.500 Tonnen Zucker erzeugt.

Zuckerproduzentenverband: Russlands Zuckerproduktion deckt 2026/27 Inlandsmarkt und Zielexporte

Russlands Zuckerproduktion wird in der Saison 2026/27 ausreichen, um den Inlandsmarkt vollständig zu versorgen und die angestrebten Exportkennziffern der Branche zu erfüllen. Das sagte Andrey Bodin, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Zuckerproduzenten Russlands; TASS und InvestFuture berichteten über seine Einschätzung. Die Aussage fällt in eine Phase, in der die Werke bei der Verarbeitung der neuen Rübenernte auf volle Auslastung zulaufen.

54 von 63 Werken in Betrieb

Seit Ende Juli erzeugen die Zuckerwerke Zucker aus Zuckerrüben der neuen Ernte, so Bodin. Von den 63 Werken des Landes sind derzeit 54 in Betrieb, mit einer Gesamtkapazität von 38.500 Tonnen Zucker pro Tag. Die übrigen neun Werke sollen die Produktion innerhalb eines Monats aufnehmen; danach erreicht der Tagesausstoß der Branche 51.000 Tonnen.

Der tägliche Zuckerverbrauch Russlands liegt bei 16.000 Tonnen. Die bereits laufenden Werke verfügen damit über eine Kapazität von rund dem 2,4-Fachen der täglichen Inlandsnachfrage; bei Betrieb aller 63 Werke wäre es etwa das Dreifache des Verbrauchs. Kapazität ist nicht gleich tatsächlicher Tagesausstoß, der von Rübenanlieferungen, Zuckergehalt der Rüben und Anlagenverfügbarkeit abhängt. Der Abstand zwischen beiden Zahlen zeigt jedoch, wie schnell sich Bestände aufbauen, sobald die Kampagne ihren Höhepunkt erreicht, und weshalb die Saisonbilanz eher über den Absatz als über die Produktion entschieden wird.

Verarbeitete Mengen seit Saisonbeginn

Seit Beginn der Saison 2026/27 haben die russischen Werke nach den von Bodin genannten Zahlen 6,3 Millionen Tonnen Zuckerrüben verarbeitet und 815.500 Tonnen Rübenzucker erzeugt. Das entspricht einer Zuckerausbeute von rund 12,9 Prozent der bislang verarbeiteten Rübenmenge – ein Wert, der im Verlauf der Kampagne mit steigendem Zuckergehalt der Rüben üblicherweise zunimmt.

  • 54 von 63 Werken in Betrieb, Gesamtkapazität 38.500 Tonnen Zucker pro Tag
  • Tagesausstoß erreicht 51.000 Tonnen, sobald alle Werke laufen
  • Inlandsverbrauch von 16.000 Tonnen pro Tag
  • 6,3 Millionen Tonnen Rüben verarbeitet, 815.500 Tonnen Zucker erzeugt seit Saisonbeginn

Eine Produktionsprognose für die gesamte Saison, die Rübenanbaufläche oder ein konkretes Exportziel nannte Bodin nicht. Seine Einschätzung ist als Frage der Bedarfsdeckung formuliert: genug Zucker für den Inlandsmarkt plus die Mengen, die sich die Branche als Exportvorgabe gesetzt hat. Eine Aufteilung zwischen Weißzucker für den Handel und Lieferungen an industrielle Abnehmer wurde nicht angegeben.

Preise hängen an Betriebsmitteln und Exportparität in Zentralasien

Die weitere Preisentwicklung am Inlandsmarkt hängt laut Bodin von zwei Faktoren ab: vom Bedarf der Zuckerwerke an Betriebsmitteln zur Bezahlung des Rohstoffs und zur Deckung der Kosten sowie vom Niveau der Exportparität für russischen Zucker in den Ländern Zentralasiens.

Der erste Punkt ist eine Cashflow-Frage, die für die Rübenverarbeitung typisch ist. Die Werke nehmen den ganzen Herbst über Rüben an und müssen genau dann mit den Anbauern abrechnen und laufende Kosten decken, wenn der Ausstoß am höchsten ist. Das drückt Ware in den Markt, wenn das Angebot ohnehin am größten ist. Der zweite Punkt verknüpft den Inlandspreis mit der Nachfrage jenseits der Grenze: Trägt die Exportparität in Zentralasien, fließt Zucker ab und der Druck auf die Inlandsbilanz lässt nach; trägt sie nicht, bleibt der Überschuss im Land und belastet die Notierungen.

Aktuelle Inlandspreise, Exportmengen der Vorsaison oder einzelne Abnehmerländer in Zentralasien wurden in den Berichten nicht genannt. Für Verarbeiter, Händler und regionale Importeure sind derzeit zwei Zahlen maßgeblich: die 51.000 Tonnen Tageskapazität nach vollem Anlauf der Kampagne und die 16.000 Tonnen, die der Inlandsmarkt täglich aufnimmt.

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