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Russlands Käse- und Quarkproduktion steigt trotz Rückgang der Lebensmittelproduktion

Russland produzierte im Juli mehr Käse und Quark, obwohl die gesamte Lebensmittelproduktion gegenüber Juni um 1,8 % sank, wie von Rosbalt veröffentlichte Rosstat-Daten zeigen. Die Getränkeproduktion stieg im selben Monatsvergleich um 1,3 %.

Russlands Käse- und Quarkproduktion steigt trotz Rückgang der Lebensmittelproduktion

Milchprodukte entwickeln sich gegen den Branchentrend

Russische Hersteller haben ihre Produktion von Käse und Quark im Juli erhöht. Das geht aus amtlichen Daten des staatlichen Statistikdienstes Rosstat hervor, über die Rosbalt berichtete. Der Zuwachs in diesen beiden Molkereikategorien fiel in einen Monat, in dem die breitere Lebensmittelproduktion des Landes schrumpfte.

Die gesamte russische Lebensmittelproduktion sank im Juli gegenüber Juni um 1,8 %. Die verfügbaren Angaben nennen weder die jeweiligen Wachstumsraten noch die Produktionsmengen von Käse und Quark. Ihr Beitrag zum Gesamtergebnis der Branche lässt sich deshalb aus den veröffentlichten Zahlen nicht berechnen.

Die gegenläufige Entwicklung zeigt dennoch, dass nicht alle Lebensmittelkategorien dem Gesamtindikator folgten. Hersteller von Käse und Quark weiteten ihre Produktion aus, während der zusammengefasste Wert für die Lebensmittelherstellung zurückging. Molkereiprodukte gehörten damit im Juli zu den Bereichen, die sich besser als die Gesamtbranche entwickelten.

Getränkeproduktion legt im Monatsvergleich zu

Auch die Getränkeherstellung entzog sich dem Rückgang der Lebensmittelproduktion. Nach denselben Rosstat-Daten stieg die russische Getränkeproduktion im Juli gegenüber Juni um 1,3 %. Zwischen der monatlichen Entwicklung der Getränke- und der Lebensmittelproduktion lag damit eine Differenz von 3,1 Prozentpunkten.

Die Zahlen bilden einen Vergleich zum Vormonat und keine Veränderung gegenüber dem Vorjahr ab. Sie zeigen somit die Produktionsrichtung zwischen Juni und Juli, belegen für sich genommen aber keinen längerfristigen Wachstums- oder Schrumpfungstrend. Angaben zu Preisen, Kapazitäten, Lagerbeständen oder Verkäufen enthält das vorliegende Quellenmaterial nicht.

Folgen für Verarbeiter und Marktteilnehmer

Für Molkereien kann die höhere Käse- und Quarkproduktion sowohl die Verfügbarkeit fertiger Erzeugnisse als auch die Nachfrage nach Rohmilch beeinflussen. Die wirtschaftliche Wirkung hängt von Konsum, Lagerbeständen und Preisen ab; diese Faktoren werden in den veröffentlichten Daten nicht beziffert. Mehr Produktion verbessert das Angebot, kann den Markt aber belasten, wenn der Absatz nicht in ähnlichem Tempo wächst.

Händler und Einzelhändler müssen den Produktionsanstieg mit Bestellungen und Beständen abgleichen, bevor sie die Marktlage beurteilen können. Auch Investoren und Hersteller sollten das Juli-Ergebnis als monatliches Betriebssignal und nicht als Beleg für eine dauerhafte Expansion werten. Weitere Rosstat-Veröffentlichungen müssen zeigen, ob die Käse- und Quarkproduktion weiter steigt und ob die Lebensmittelherstellung nach dem Rückgang um 1,8 % im Juli wieder wächst.

Vollständige Marktanalyse

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