Russland genehmigt 20.675 Tonnen bosnische Äpfel und Birnen aus der Ernte 2026
Bosnien und Herzegowina hat die Genehmigung erhalten, 14.270 Tonnen Äpfel und 6.405 Tonnen Birnen der Ernte 2026 nach Russland zu exportieren. Im Vorjahr lag die zugelassene Menge bei 4.000 Tonnen Äpfeln und 1.000 Tonnen Birnen. Beide Länder arbeiten zudem an einem Memorandum zu phytosanitären Anforderungen.
Bosnien und Herzegowina hat die Genehmigung erhalten, 14.270 Tonnen Äpfel und 6.405 Tonnen Birnen der Ernte 2026 nach Russland zu exportieren. Das erklärte der bosnische Minister für Außenhandel und Wirtschaftsbeziehungen, Staša Košarac, nach der jüngsten Sitzung der zwischenstaatlichen Kommission beider Länder. Die Zahlen meldete TASS am 25. September aus Belgrad.
Die Entscheidung erweitert die Menge deutlich, die bosnische Obstbauern auf dem russischen Markt unterbringen können. Ein Jahr zuvor lag die zugelassene Einfuhrmenge laut TASS bei 4.000 Tonnen Äpfeln und 1.000 Tonnen Birnen. Die Agentur Prime beschrieb dieselbe Vereinbarung als Lieferung von 14,3 Tausend Tonnen bosnischer Äpfel und 6,4 Tausend Tonnen bosnischer Birnen.
Genehmigte Mengen für die Ernte 2026
- Äpfel: 14.270 Tonnen gegenüber 4.000 Tonnen im Vorjahr
- Birnen: 6.405 Tonnen gegenüber 1.000 Tonnen im Vorjahr
- Insgesamt: 20.675 Tonnen gegenüber 5.000 Tonnen im Vorjahr
Zusammengenommen liegt die Menge damit mehr als viermal so hoch wie im Vorjahr. Bei Äpfeln beträgt der Zuwachs rund das 3,6-Fache, bei Birnen mehr als das Sechsfache. Die Genehmigung ist ausdrücklich an die Ernte 2026 gebunden, Lieferungen müssen also in die laufende Saison fallen und können nicht auf eine künftige Ernte verschoben werden.
Was in Pale vereinbart wurde
Die Genehmigung ging aus der regulären Sitzung der zwischenstaatlichen Kommission Russland–Bosnien und Herzegowina für Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit hervor, die am 24. und 25. September in der Stadt Pale stattfand. Košarac leitete die bosnische Delegation, die russische Seite vertrat Anton Shalaev, Leiter von Rosstandart, der Behörde für Normung und Metrologie.
„Das zeigt, dass die russische Seite die Frage der Öffnung des russischen Marktes für Produkte aus der Republika Srpska und der Föderation Bosnien und Herzegowina kennt und versteht“, sagte Košarac nach Angaben von Radio und Fernsehen der Republika Srpska. Sein Hinweis auf beide Entitäten deutet darauf hin, dass Erzeuger in jeder von ihnen Zugang erhalten und nicht nur in einem Landesteil.
Als Nächstes: Memorandum zu Pflanzengesundheit
Nach Angaben von Košarac werden beide Länder an einem Memorandum über die Zusammenarbeit bei phytosanitären Anforderungen arbeiten, das nach seinen Worten „die Anpassung von Produkten aus Bosnien und Herzegowina an die Anforderungen des russischen Marktes erleichtern“ soll. Einen Zeitplan für die Unterzeichnung nannte keiner der beiden Berichte.
Für Exporteure ist nicht die genehmigte Menge der Engpass, sondern die Konformität. Eine zugelassene Menge legt lediglich eine Obergrenze fest; die tatsächlichen Lieferungen hängen von zertifizierten Packbetrieben, phytosanitären Dokumenten und Aufträgen russischer Käufer ab. Der Handel mit Äpfeln und Birnen ist saisonal und lagerabhängig, die Mengen konzentrieren sich zwischen der Herbsternte und dem folgenden Frühjahr. Das verengt das Fenster, in dem das Kontingent 2026 genutzt werden kann.
Ob aus der größeren Menge auch Handel wird, entscheiden zwei Faktoren: wie schnell der phytosanitäre Rahmen formalisiert wird und wie wettbewerbsfähig bosnisches Obst über den Winter bei Preis und Qualität gegenüber anderen Lieferanten für Russland ist. Angaben zu den tatsächlich ausgelieferten Mengen unter dem kleineren Vorjahreskontingent enthielt keiner der Berichte, sodass die Ausnutzung des früheren Kontingents offenbleibt.