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Russlands Fleischexporte auf die Philippinen übersteigen 14.000 Tonnen im ersten Halbjahr 2026

Russland exportierte im ersten Halbjahr 2026 mehr als 14.000 Tonnen Fleischwaren im Wert von über 34 Millionen $ auf die Philippinen. Geliefert wurden Schweine-, Rind-, Hühner- und Putenfleisch, nachdem es ein Jahr zuvor noch keine entsprechenden Lieferungen gegeben hatte.

Russlands Fleischexporte auf die Philippinen übersteigen 14.000 Tonnen im ersten Halbjahr 2026

Lieferungen erreichen nach Marktöffnung 34 Millionen $

Russland exportierte im ersten Halbjahr 2026 mehr als 14.000 Tonnen Fleischwaren im Wert von über 34 Millionen $ auf die Philippinen. Das berichtete Interfax unter Berufung auf das föderale Zentrum Agroexport und dessen Leiter Ilja Iljuschin. Die Lieferungen umfassten Schweine-, Rind-, Hühner- und Putenfleisch. Ein Jahr zuvor hatte Russland keines dieser Erzeugnisse auf die Philippinen geliefert. Das gesamte Volumen des ersten Halbjahres ist somit ein neuer Handelsstrom und kein Wachstum auf einer bestehenden Basis.

Dem Ergebnis gingen mehrere philippinische Entscheidungen über den Marktzugang voraus. Russland erhielt im April 2025 die Genehmigung für Rindfleischlieferungen. Im Juli 2025 wurden die Beschränkungen für russisches Geflügelfleisch aufgehoben, im Dezember 2025 folgte die Zulassung von russischem Schweinefleisch. Damit öffneten sich innerhalb von weniger als einem Jahr mehrere wichtige Produktsegmente. Die Unternehmen müssen jedoch noch Kundenbeziehungen sowie tragfähige Lösungen für Transport, Lagerung und Zahlungsabwicklung aufbauen.

Schweinefleisch bietet das größte kurzfristige Potenzial

Iljuschin zufolge wollen russische Unternehmen ihre Fleischexporte in das Land weiter ausbauen, insbesondere bei Schweinefleisch. Nach Angaben von Agroexport gehören die Philippinen gemessen am Volumen bereits zu den zehn größten Schweinefleischimporteuren weltweit. 2025 kaufte das Land Schweinefleisch und Schlachtnebenerzeugnisse im Wert von mehr als 1,2 Milliarden $ im Ausland. Die Einfuhren von Rindfleisch und Nebenerzeugnissen überstiegen 700 Millionen $, jene von Geflügelfleisch und Nebenerzeugnissen erreichten 570 Millionen $.

Diese Beträge ordnen die russischen Anfangslieferungen ein. Die auf vier Fleischarten verteilten 34 Millionen $ bilden bislang nur eine erste Position in einem Markt, dessen Einfuhren in den drei genannten Gruppen 2025 zusammen mehr als 2,47 Milliarden $ ausmachten. Zugleich erklären die Zahlen den Schwerpunkt auf Schweinefleisch: Dieses Importsegment war wertmäßig größer als Rindfleisch oder Geflügel und stand allein für fast die Hälfte der kombinierten Summe.

Lieferanten arbeiten an Logistik und langfristigen Verträgen

Eine russische Delegation stellte die Produktionskapazitäten und das Exportpotenzial der heimischen Fleischwirtschaft auf einem Branchenforum des philippinischen Fleischverarbeiterverbands PAMPI vor. Bei Gesprächen mit philippinischen Unternehmen ging es um die örtliche Nachfrage, Logistik, Lagerung, Zahlungsabläufe und mögliche Geschäftspartner. Von diesen operativen Fragen hängt ab, ob sich die ersten Lieferungen zu einem regelmäßigen Geschäft für russische Produzenten und philippinische Verarbeiter entwickeln.

Sergej Juschin, Leiter des russischen Nationalen Fleischverbands, hatte Interfax zuvor gesagt, dass die russischen Schweinefleischlieferungen auf die Philippinen unter günstigen Bedingungen allein 2026 mindestens 35.000-40.000 Tonnen erreichen könnten. Für 2027 könne ein Ziel von 70.000-80.000 Tonnen gesetzt werden. Dabei handelt es sich um Prognosen und nicht um bestätigte Aufträge, sie zeigen jedoch die angestrebte Größenordnung. Dafür müssen die Lieferanten den neuen Marktzugang in dauerhafte Verträge überführen und Fernlogistik, Kühlhaltung sowie Zahlungsabwicklung zuverlässig organisieren.

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