← Zurück zu den Nachrichten

Russlands Fischproduktion sinkt um 2,5 % auf 2,85 Millionen Tonnen, Filetausstoß steigt um über 11 %

Russlands Fischwirtschaft produzierte in den ersten acht Monaten 2026 laut einer Studie des Verbands der Reeder der Fischfangflotte (ASRF) 2,85 Millionen Tonnen, 2,5 % weniger als im Vorjahr. Die Filetproduktion legte um mehr als 11 % zu, Fischmehl um 10,3 %, während gefrorene Fischfarce und Surimi um ein Viertel zurückgingen.

Russlands Fischproduktion sinkt um 2,5 % auf 2,85 Millionen Tonnen, Filetausstoß steigt um über 11 %

Russlands Fischerei und Fischverarbeitung haben in den ersten acht Monaten 2026 insgesamt 2,85 Millionen Tonnen Erzeugnisse hergestellt, 2,5 % weniger als ein Jahr zuvor, während der Ausstoß höherwertiger Produkte zunahm. Die Zahlen stammen aus einer Studie des Verbands der Reeder der Fischfangflotte (ASRF), über die konkurent.ru berichtet.

Die gemeinsame Produktion von Filet, Fischfarce und Fischmehl stieg um fast 2 % auf 415.900 Tonnen. Bei schrumpfender Gesamtbasis erhöhte sich der Anteil dieser Erzeugnisse am Gesamtvolumen auf 14,6 %. Der ASRF sieht darin einen Hinweis darauf, dass die Hersteller den Rohstoff in margenstärkere Linien lenken, statt um Tonnage zu kämpfen.

Filet und Fischmehl treiben das Wachstum

Die Filetproduktion wuchs um mehr als 11 % und damit am stärksten unter den von der Studie erfassten Produktgruppen. Gefrorenes Filet, mengenmäßig die größte Kategorie, legte um 10,9 % zu. Relativ am schnellsten expandierte getrocknetes und gesalzenes Filet mit einem Plus von fast dem 1,5-Fachen. Die Fischmehlproduktion stieg um 10,3 %.

  • Gesamtproduktion: 2,85 Millionen Tonnen, minus 2,5 %
  • Filet, Farce und Fischmehl zusammen: 415.900 Tonnen, plus fast 2 %, also 14,6 % der Gesamtmenge
  • Filet: plus mehr als 11 %, davon gefrorenes Filet plus 10,9 % und getrocknetes sowie gesalzenes Filet fast das 1,5-Fache
  • Fischmehl: plus 10,3 %
  • Gefrorene Fischfarce und Surimi: minus ein Viertel

Surimi und gefrorene Farce geben Volumen ab

Das Gegenstück zum Filetwachstum ist ein starker Rückgang bei weniger verarbeiteten Waren: Die Produktion von gefrorener Fischfarce und Surimi fiel um ein Viertel. Surimi und Filet entstehen aus demselben Weißfischrohstoff und konkurrieren an Bord der Fabrikschiffe wie in den Landbetrieben direkt darum. Ein Einbruch dieser Größenordnung in einer Kategorie bei zweistelligem Wachstum in der anderen deutet auf eine Umverteilung des Rohfisches hin, nicht auf dessen Knappheit: Die Gesamtproduktion sank lediglich um 2,5 %.

Ferner Osten dominiert, Nordwesten gewinnt Anteile

Regional bleibt der Ferne Osten mit 1,8 Millionen Tonnen die wichtigste Fischquelle, trotz leicht rückläufiger Mengen. Der Nordwestliche Föderationskreis festigte seine Position und steigerte die Produktion um 7,4 %. Gemeinsam stehen die beiden Regionen für 87 % des gesamten russischen Fangs und seiner Verarbeitung. Diese Konzentration macht den Produktmix des Landes von Investitions- und Flottenentscheidungen in wenigen Häfen abhängig, wobei der Nordwesten die einzige große Region mit nennenswertem Zuwachs im Berichtszeitraum war.

Was die Verschiebung für den Markt bedeutet

Für industrielle Abnehmer bedeutet das konkret ein engeres Angebot an russischer gefrorener Farce und Surimi und ein breiteres an Filet, gefroren wie getrocknet und gesalzen. Surimiverarbeiter stützen sich auf Weißfischblöcke russischer Hersteller; das fehlende Viertel muss aus anderen Herkünften gedeckt oder über höhere Preise abgefedert werden. Importeure gefrorener Filets finden bei denselben Lieferanten umgekehrt mehr verfügbare Tonnage.

Das Fischmehlplus von 10,3 % zeigt eine vollständigere Verwertung der Zuschnittreste, die normale Begleiterscheinung wachsender Filetkapazitäten. Sinkende Gesamttonnage bei steigendem Anteil höherwertiger Ware verändert zudem die Bewertung der Branchenleistung: Das reine Volumen untertreibt den Umsatz, wenn sich der Produktmix weiter zum Filet verschiebt. Der ASRF liest die Achtmonatsdaten als Fokusverschiebung der Produzenten. Ob sie Bestand hat, hängt vom Preisverhältnis zwischen Filet und Surimi im Rest des Jahres 2026 ab, das die Studie nicht behandelt.

Vollständige Marktanalyse

Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern, personalisierte Inhalte bereitzustellen und unseren Traffic zu analysieren. Durch Klicken auf "Alle akzeptieren" stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Sie können Ihre Einstellungen verwalten oder mehr erfahren in unserer Datenschutzrichtlinie.