Russischer Rogen vom Buckellachs wird bei 33.000 Tonnen Fang 7% billiger
Der durchschnittliche russische Einzelhandelspreis für Rogen vom Buckellachs ist binnen Jahresfrist um 7% auf 9.900 Rubel je Kilogramm gesunken. Der Fischverband führt dies auf den wachsenden Lachsfang im Fernen Osten zurück, bei dem der Buckellachs mit 33.000 Tonnen einen Anteil von 55% erreichte.
Buckellachsrogen entwickelt sich gegen den Markt
Der durchschnittliche Einzelhandelspreis für Rogen vom Buckellachs ist in Russland gegenüber dem Vorjahr um 7% auf 9.900 Rubel je Kilogramm gesunken, wie aus Angaben des Fischverbands hervorgeht. Rogen aus dem frischen Fang von 2026 ist deutlich teurer: Verkäufer verlangen durchschnittlich 15.800 Rubel je Kilogramm.
Damit bildet der Buckellachs unter den wichtigsten Rogenarten pazifischer Lachse eine Ausnahme, denn alle anderen verzeichneten zweistellige Preissteigerungen. Die Abweichung verweist auf eine ungleichmäßige Rohstoffversorgung bei den einzelnen Arten und nicht auf einen allgemeinen Preisrückgang bei rotem Kaviar.
Preise für Rotlachs, Ketalachs und Silberlachs steigen
Rogen vom Rotlachs verteuerte sich binnen Jahresfrist um 17% auf durchschnittlich 11.400 Rubel je Kilogramm. Ware aus der laufenden Fangsaison kostet bis zu 14.700 Rubel. Ketalachskaviar legte um 14% auf durchschnittlich 11.200 Rubel zu, während Rogen aus frischem Fang für 16.300 Rubel je Kilogramm angeboten wird.
Silberlachsrogen wurde 13% teurer und erreichte einen Verkaufspreis von 12.600 Rubel je Kilogramm. Der Durchschnittspreis für Buckellachsrogen liegt damit unter den Werten für Rotlachs, Ketalachs und Silberlachs. Frischer Buckellachsrogen zu 15.800 Rubel kostet jedoch mehr als die aktuelle Saisonware vom Rotlachs und weniger als frischer Ketalachsrogen.
Der Abstand zwischen den durchschnittlichen Einzelhandelspreisen und den Angeboten für Rogen aus dem Fang von 2026 zeigt, wie wichtig Fangzeitpunkt und Alter der Ware sind. Händler und Verarbeiter müssen ältere Bestände parallel zu teurerer Frischware steuern, während Verbraucher selbst innerhalb derselben Art erheblich unterschiedliche Preise sehen.
Buckellachs dominiert den Fang im Fernen Osten
Der Fischverband begründete den Preisrückgang mit der Fangentwicklung im russischen Fernen Osten. Der zunehmende Fang pazifischer Lachse erreichte 60.000 Tonnen, davon entfielen 33.000 Tonnen auf Buckellachs. Dies entsprach 55% der Gesamtmenge und machte die Art mit großem Abstand zur wichtigsten Quelle für neue Rohware.
Die Fangmengen von Ketalachs und Rotlachs lagen dicht beieinander. Die Fischer landeten 13.700 Tonnen Ketalachs beziehungsweise 22,8% der Gesamtmenge sowie 13.000 Tonnen Rotlachs oder 21,7% an. Die übrigen Arten lieferten nur geringe Mengen: 146 Tonnen Königslachs, 47 Tonnen Silberlachs und 43 Tonnen Masu-Lachs. Ihre Anteile betrugen 0,2%, 0,1% und 0,1%.
Für Kaviarverarbeiter und Vertriebsgesellschaften ist die Artenzusammensetzung des Fangs ebenso wichtig wie das Gesamtvolumen. Das große Angebot an Buckellachs erhöht die Verfügbarkeit seines Rogens und setzt etablierte Einzelhandelspreise unter Druck. Die geringeren Fänge anderer Arten begrenzen diesen Effekt in deren Marktsegmenten. Das erklärt, weshalb Rogen von Rotlachs, Ketalachs und Silberlachs teurer wurde, obwohl der Preis für Buckellachsrogen sank.