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Rumäniens Honigernte steigt um 7.000 Tonnen, Akazienhonig verdoppelt sich

Rumäniens Imker haben in dieser Saison schätzungsweise 15.000 bis 17.000 Tonnen Honig geerntet, 7.000 Tonnen mehr als im Vorjahr, als die Produktion unter 10.000 Tonnen blieb. Treiber ist Akazienhonig, der 2025 weitgehend ausfiel. Die Erzeugerpreise sind bereits von 60 auf 50 Lei je Kilogramm gefallen.

Rumäniens Honigernte steigt um 7.000 Tonnen, Akazienhonig verdoppelt sich

Rumäniens Honigernte liegt in dieser Saison um 7.000 Tonnen über dem Vorjahr, die nationale Erntemenge wird auf 15.000 bis 17.000 Tonnen geschätzt. Das berichtet der Sender Știrile Pro TV unter Berufung auf den rumänischen Imkerverband (Asociația Crescătorilor de Albine). Nach Verbandsangaben lag die Produktion im Vorjahr unter 10.000 Tonnen, womit die Menge binnen eines Jahres um mehr als die Hälfte zugelegt hat.

Răzvan Coman, Präsident des Imkerverbands, bezifferte die nationale Ernte auf „irgendwo zwischen 15.000 und 17.000 Tonnen“. Als Hauptgrund gilt die milde Witterung. Die Imkerin Sara Talpoș sagte demselben Sender, die Temperaturen seien sehr günstig gewesen; Klima und Regen hätten die Nektarbildung in den Blüten und damit den eingetragenen Honig unterstützt.

Akazienhonig trägt die Erholung

Die Erholung konzentriert sich auf Akazienhonig, jenes Segment, das in der Vorsaison einbrach. „Betrachtet man allein die Produktion von Akazienhonig, kann man von bis zu 100 Prozent sprechen, denn im vergangenen Jahr gab es praktisch keinen Akazienhonig“, sagte Coman. Akazie ist Rumäniens wichtigste Sortenhonig-Linie und erzielt in der Regel die höchsten Erzeugerpreise, weshalb eine Schwankung dieser Größenordnung bei einer einzigen Sorte die Rechnung der gesamten Landesernte verändert.

Die Einzelergebnisse gehen weit auseinander. Laut Știrile Pro TV haben manche Imker ihre Produktion gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Diese Spreizung ist betriebswirtschaftlich entscheidend: Wer 2025 die Akazientracht verlor und sie nun zurückgewann, steht finanziell völlig anders da als Betriebe mit nur geringem Zuwachs.

Erzeugerpreise geben nach

Angesichts der höheren Mengen erwartet der Verband stabile oder sinkende Preise. Die Notierungen aus der Praxis sprechen zumindest bei Akazie für die zweite Variante.

  • Der Imker Viorel Popa, der 500 Bienenvölker hält und online verkauft, verlangt für Akazienhonig 50 Lei je Kilogramm nach 60 Lei im Jahr 2025.
  • Popa zufolge liegen die Preise rund 20 bis 25 Prozent unter dem Vorjahr, insbesondere bei Akazie.
  • Ein weiterer Imker, Alexandru Popa, sagt, der Akazienpreis sei bereits gefallen, und rechnet in den kommenden zwei Monaten mit 36 bis 40 Lei je Kilogramm.

Sollte sich diese Spanne bestätigen, läge Akazienhonig rund ein Drittel bis 40 Prozent unter dem Niveau von 60 Lei aus dem Jahr 2025. Nicht alle Erzeuger sehen dasselbe Bild: Sara Talpoș sagte Știrile Pro TV, in ihrem Betrieb blieben die Preise unverändert — ein Hinweis darauf, dass Direktvermarktung und Großabgabe auseinanderlaufen.

Binnennachfrage und Importrechnung

Der Verbrauch wächst, allerdings von niedrigem Niveau. Im Bericht zitierte Daten des Nationalen Instituts für Statistik (INS) zeigen, dass ein Rumäne im vergangenen Jahr 1,3 kg Honig aß. Bei diesem Pro-Kopf-Verbrauch bleibt von einer Ernte von 15.000 bis 17.000 Tonnen eine erhebliche Menge, die über Export, Verarbeitung oder Lager untergebracht werden muss.

Rumänische Erzeuger verkaufen durchaus ins Ausland, wertmäßig bleibt das Land bei diesem Produkt jedoch Nettokäufer: Nach INS-Daten stieg der Wert der Honigimporte 2025 auf mehr als 17 Millionen Euro. Deutlich größere Inlandsernte, anhaltende Einfuhren und schwächere Erzeugerpreise ergeben zusammen einen Käufermarkt für Abfüller, Verarbeiter und Händler, die in dieser Saison rumänische Ware beschaffen.

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