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Rindermangel kostet Ternera Gallega mehr als 200 Verkaufsstellen in Spanien

Ternera Gallega zertifizierte 2025 nur 89.719 Schlachtkörper, nach mehr als 100.000 im Jahr 2024, weil schlachtreife Rinder knapp waren. Trotz Rekordpreisen für Erzeuger und eines Erstverkaufsumsatzes von fast 173 Millionen € verlor die geschützte Herkunftsangabe mehr als 200 Verkaufsstellen.

Rindermangel kostet Ternera Gallega mehr als 200 Verkaufsstellen in Spanien

Weniger zertifiziertes Rindfleisch

Die spanische geschützte geografische Angabe Ternera Gallega verlor 2025 landesweit mehr als 200 Verkaufsstellen. Wegen des Mangels an schlachtreifen Rindern stand nicht genügend zertifiziertes Fleisch für die Belieferung der Kunden zur Verfügung. Laut La Voz de Galicia schwächt dieser Rückgang die Stellung der Marke im nationalen Markt und könnte auch nach einer Normalisierung von Angebot und Preisen nachwirken.

Die Zahl der zertifizierten Schlachtkörper sank 2025 auf 89.719, nachdem sie 2024 noch über 100.000 gelegen hatte. Ternera Gallega bezeichnete den Rückgang als erheblich. Gleichzeitig wurden 132.617 Kälber identifiziert, etwas mehr als im Vorjahreszeitraum. Der größere registrierte Kälberbestand führte somit nicht unmittelbar zu einem höheren Angebot an Markenfleisch.

Ternera Gallega nennt mehrere Gründe für die Knappheit in Spanien und anderen Teilen Europas. Tierseuchen wie die epizootische Hämorrhagie und die Blauzungenkrankheit ließen die Bestände schrumpfen. Zudem verließen Kälber Galicien zur Mast in anderen Regionen, während der Handel mit Lebendrindern und Schlachtkörpern für nordafrikanische Märkte Mengen aus den etablierten Inlandskanälen abzog.

Hohe Preise stützen Betriebe und bremsen Konsum

Das begrenzte Angebot brachte Angebot und Nachfrage aus dem Gleichgewicht und führte in einigen angestammten Märkten der Marke zu Versorgungslücken. Die Erzeugerpreise stiegen rasch auf Rekordniveau; Landwirte erhielten mehr als 8 € je Kilogramm Schlachtgewicht. In der von La Voz de Galicia genannten Woche lagen die Notierungen von Ternera Gallega je nach Tier zwischen 7,18 € und 8,03 € je Kilogramm.

Die hohen Preise ermöglichten dem geschützten Sektor einen Erstverkaufsumsatz von fast 173 Millionen €. Die höheren Rinderkosten setzten sich jedoch über Verarbeitung und Handel bis in die Metzgereien fort. Ternera Gallega zufolge zeigen sich bereits ein schwächerer Konsum und der Verlust einiger bisheriger Absatzmärkte.

Die Zahl der aktiven registrierten Betriebe sank weiter, vor allem wegen des hohen Durchschnittsalters der Eigentümer und fehlender Hofnachfolger. 2025 waren noch 7.554 Betriebe eingetragen, gegenüber mehr als 8.000 drei Jahre zuvor. Der Kontrollrat verweist zugleich auf eine gewisse Vergrößerung traditioneller Betriebe, da die Zahl der identifizierten Tiere trotz des Rückgangs der Unternehmen leicht zunahm.

Das nationale Vertriebsnetz lässt sich schwer ersetzen

José Ramón González, Viehzuchtsekretär der Union der Kleinbauern, sagte La Voz de Galicia, dass höhere Preise infolge der Exporte in afrikanische Länder die Landwirte dazu veranlasst hätten, Verkäufe zurückzuhalten und vorrangig Galicien zu beliefern. Der nationale Markt sei dabei vernachlässigt worden. Wenn wieder mehr Tiere verfügbar seien, könne der galicische Markt ohne das frühere landesweite Absatznetz gesättigt werden.

Die Schließung des marokkanischen Marktes vergrößert dieses Risiko. Marokko stellte nach dem Auftreten der Lumpy-Skin-Krankheit den Kauf spanischen Rindfleischs ein. González zufolge könnte eine anhaltende Sperre den Druck erhöhen, sobald das Tierangebot wächst. La Voz de Galicia berichtete zudem von einem leichten Rückgang der Rindernotierungen an wichtigen spanischen Handelsplätzen. Uneinigkeit besteht darüber, ob dies auf Mercosur-Ware in der Europäischen Union oder auf die Schließung Marokkos zurückgeht. Ternera Gallega bleibt dennoch Spaniens führende qualitätszertifizierte Kalbfleischmarke und steht für fast 60 % des landesweit mit Qualitätssiegel verkauften Rindfleischs.

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