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Rapsschrot treibt Indiens Ölschrotexporte im Mai um 18,41 % nach oben

Indien exportierte im Mai 2026 insgesamt 373.000 Tonnen Ölschrote, 18,41 % mehr als im Vorjahr, da sich die Rapsschrotlieferungen nahezu verdoppelten. Die Nachfrage aus China stützte die Exporte, während höhere Preise die Wettbewerbsfähigkeit von Sojaschrot schwächten.

Rapsschrot treibt Indiens Ölschrotexporte im Mai um 18,41 % nach oben

Rapsschrotnachfrage lässt Lieferungen im Mai steigen

Indiens Ölschrotexporte legten im Mai 2026 gegenüber dem Vorjahr um 18,41 % zu, getragen von einem starken Anstieg der Rapsschrotlieferungen. Nach Angaben der Solvent Extractors’ Association of India (SEA) exportierte das Land 373.000 Tonnen, verglichen mit 315.000 Tonnen im Mai 2025.

Rapsschrot lieferte den größten Teil des Zuwachses. Die Ausfuhren erreichten 247.000 Tonnen nach 134.000 Tonnen im Vorjahr. Der Anstieg glich schwächere Lieferungen anderer Ölschrote aus und eröffnete indischen Verarbeitern einen größeren Absatzkanal für das Nebenprodukt der Rapsverarbeitung.

Die Erholung im Mai konnte den schwachen Start in das Finanzjahr nicht vollständig ausgleichen. Im April und Mai 2026-27 sanken die gesamten Ölschrotexporte um 5,37 % von 781.000 auf 739.000 Tonnen. SEA-Geschäftsführer BV Mehta erklärte, die Lieferungen seien im April wegen anhaltender Störungen im Roten Meer und hoher Frachtkosten um 21,5 % gefallen.

China wird zum wichtigsten Wachstumsmarkt

China importierte im April und Mai 2026-27 insgesamt 276.000 Tonnen indische Ölschrote, mehr als doppelt so viel wie die 117.000 Tonnen des Vorjahres. Davon entfielen 273.000 Tonnen auf Rapsschrot, 1.616 Tonnen auf Rizinusschrot und 998 Tonnen auf Sojaschrot. Das Wachstum konzentrierte sich damit auf ein Produkt und hing stark von der chinesischen Futtermittelnachfrage ab.

Bangladesch blieb ein weiterer wichtiger Absatzmarkt und nahm in den ersten beiden Monaten 2026-27 rund 102.000 Tonnen ab, etwa so viel wie im Vorjahr. Die Menge umfasste 92.985 Tonnen Rapsschrot, 8.204 Tonnen Sojaschrot und 911 Tonnen Reiskleieextrakt.

Vietnams Einfuhren aus Indien verdoppelten sich von 40.040 auf 80.231 Tonnen. Darin enthalten waren 29.435 Tonnen Rapsschrot, 47.811 Tonnen Reiskleieextrakte und 2.855 Tonnen Sojaschrot. Vietnam bot damit einen breiter aufgestellten Markt als China; Reiskleieextrakte bildeten dort die größte Produktgruppe.

Sojaschrot verliert durch intensiveren Wettbewerb

Die Rapsschrotexporte stiegen im April und Mai von 347.000 auf 495.000 Tonnen. Sojaschrot entwickelte sich in die entgegengesetzte Richtung: Die Lieferungen fielen von 387.000 auf 144.000 Tonnen. Allein im Mai sanken sie von 156.000 auf 81.629 Tonnen.

Mehta führte den Rückgang auf höhere Preise für indischen Sojaschrot zurück, die dessen Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt beeinträchtigen. Indische Anbieter treffen auf aggressive Preise aus Argentinien und Brasilien sowie auf Konkurrenz europäischer Produzenten. Eine veränderte Nachfrage in China und Südkorea erhöht den Druck, sodass Rapsschrot einen wachsenden Teil der indischen Exportbilanz tragen muss.

Die Aussichten der Verarbeiter hängen zudem von der heimischen Ernte ab. Am 14. August lag die Sojaanbaufläche mit 12,1 Millionen Hektar knapp unter den 12,3 Millionen Hektar des Vorjahres, während die Erdnussfläche von 4,701 Millionen auf 4,803 Millionen Hektar zunahm. Laut SEA werden Erträge und Produktion vom Wetter der kommenden Monate abhängen. Frachtkosten, Pflanzenentwicklung und der Preisabstand zu konkurrierenden Lieferanten entscheiden darüber, ob sich die Erholung vom Mai fortsetzt.

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