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Polen erwartet 480.130 Tonnen Kürbisse, Exporte bleiben bei rund 1 Prozent

Polens Kürbisernte soll von 435.770 Tonnen im Jahr 2025 auf 480.130 Tonnen 2026 steigen. Obwohl das Land der größte EU-Produzent ist, werden nur rund 1 Prozent der Erzeugung exportiert.

Polen erwartet 480.130 Tonnen Kürbisse, Exporte bleiben bei rund 1 Prozent

Produktion nähert sich 500.000 Tonnen

Polens Kürbisernte soll 2026 auf 480.130 Tonnen steigen. Damit setzt sich die rasche Expansion des vergangenen Jahrzehnts fort und die Stellung des Landes als größter Produzent der Europäischen Union festigt sich. 2025 lag die Produktion laut SadyOgrody.pl bei 435.770 Tonnen.

Polen stellte 2025 rund 35 Prozent der EU-Kürbisproduktion. Die gesamte Erzeugung im Staatenbund betrug 1,23141 Millionen Tonnen, sodass mehr als ein Drittel aus polnischen Betrieben kam. Wird die Prognose erreicht, steigt die Produktion 2026 um 44.360 Tonnen beziehungsweise etwas mehr als 10 Prozent.

Anbaufläche treibt das Wachstum

Grundlage des Anstiegs ist die deutliche Ausweitung der Anbaufläche. Nach Angaben des polnischen Landwirtschaftsministeriums wuchs sie von 1.100 Hektar im Jahr 2014 auf 9.300 Hektar 2024. Im selben Zeitraum stieg die Ernte um mehr als das Achtfache, von 48.000 auf 383.000 Tonnen.

Auch nach 2024 hielt die Expansion an. 2025 wurden fast 10.500 Hektar bewirtschaftet, für 2026 werden annähernd 12.000 Hektar erwartet. Damit bleibt zusätzliche Fläche ein zentraler Wachstumstreiber und der Anstieg ist nicht nur eine kurzfristige Produktionsspitze. Zugleich wächst der Bedarf an Verarbeitung, Lagerung und leistungsfähigen Vertriebswegen im Inland.

Exporte nehmen nur einen kleinen Anteil ab

Der Außenabsatz hält mit der Produktion nicht Schritt. Nur rund 1 Prozent der polnischen Kürbisse werden exportiert, weil fast die gesamte Ernte im Inland vermarktet wird, berichtete SadyOgrody.pl. 2025 führte Polen mehr als 4.700 Tonnen aus, rund 300 Tonnen mehr als 2024.

Die Exporterlöse gingen dennoch zurück. Polnische Anbieter erzielten 2025 fast 3,2 Millionen Euro, nach mehr als 4 Millionen Euro im Vorjahr. Mehr Menge bei geringeren Erlösen deutet auf einen deutlichen Rückgang des Durchschnittswerts je exportierter Tonne hin. Einzelpreise oder Gründe für diese Entwicklung nennt die Quelle nicht.

Die Einfuhr sank leicht nach Menge, stieg aber nach Wert. Polen importierte 2025 rund 2.900 Tonnen für fast 3,6 Millionen Euro, verglichen mit 3.000 Tonnen für knapp 3,3 Millionen Euro im Jahr 2024. Die Importmenge lag damit unter der Exportmenge, ihr Gesamtwert jedoch darüber. Für Erzeuger und Händler stellt die Prognose für 2026 eine konkrete Frage: Kann die Inlandsnachfrage das Wachstum weiter aufnehmen, oder müssen zusätzliche Exportmärkte und Verarbeitungskapazitäten erschlossen werden?

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