Landesweite Kontrolle in Polen: Mängel bei 48 von 80 Herstellern und Geschäften
Eine landesweite Kontrolle verpackter Backwaren in Polen hat bei 48 von 80 überprüften Herstellern und Geschäften Unregelmäßigkeiten festgestellt, also in 60 % der Fälle. Die Ergebnisse der Prüfung durch die Inspektion für Handelsqualität landwirtschaftlicher Lebensmittel (IJHARS) wurden am 24. September veröffentlicht. Zur Stichprobe gehörten Hotdog-Brötchen, Toastbrot, Pinsa-Böden, Pita-Brote und Tortillas.
Eine landesweite Kontrolle verpackter Backwaren in Polen hat bei 48 von 80 überprüften Herstellern und Geschäften Unregelmäßigkeiten ergeben, also in 60 % der Fälle. Die Ergebnisse der Prüfung durch die Inspektion für Handelsqualität landwirtschaftlicher Lebensmittel (IJHARS) wurden am 24. September veröffentlicht, wie das Lebensmittelportal zywienie.medonet.pl berichtet.
Was die Kontrolle umfasste
Die IJHARS-Prüfung erstreckte sich auf das gesamte Land und betraf vorverpackte Backwaren, also das Segment, das in versiegelter Folie oder in Beuteln mit aufgedrucktem Etikett verkauft wird, und nicht lose Ware von der Theke. Nach den veröffentlichten Ergebnissen umfasste die Stichprobe unter anderem:
- Hotdog-Brötchen
- Toastbrot
- Pinsa-Böden
- Pita-Brote
- Tortillas
Es handelt sich um Industrielinien mit langen Produktionsläufen, landesweiter Distribution und in vielen Fällen Handelsmarkenverträgen mit Einzelhandelsketten. Da das Produkt bereits verpackt beim Verbraucher ankommt, steht alles, was vor dem Kauf überprüfbar ist, auf dem Etikett: Zutatenverzeichnis, Allergenangaben, Nettofüllmenge, Mindesthaltbarkeitsdatum und Angaben zum Hersteller. Genau das ist der Zuständigkeitsbereich der IJHARS, nämlich Handelsqualität und die Richtigkeit der auf der Verpackung dargestellten Informationen.
Eine Quote von 60 %
Entscheidend ist das Verhältnis: 48 beanstandete Betriebe von 80 geprüften. Sowohl Hersteller als auch Geschäfte waren Teil der Stichprobe, das Ergebnis deckt somit die Kette von der Produktionslinie bis ins Regal ab und zeigt nicht auf ein einzelnes Glied. Die von zywienie.medonet.pl wiedergegebene Zusammenfassung schlüsselt die 60 % weder nach Art der Mängel noch nach einzelnen Unternehmen oder nach der Aufteilung zwischen Produktion und Handel auf und nennt auch keine anschließenden Maßnahmen.
80 geprüfte Betriebe sind gemessen an der Größe des polnischen Backwarensektors eine begrenzte Stichprobe, die Zahl ist daher eher ein Indikator als ein Abbild des gesamten Marktes. Dennoch deutet ein Ergebnis, bei dem die Mehrheit der Geprüften beanstandet wird, darauf hin, dass die Kennzeichnungspraxis dem Tempo hinterherhinkt, mit dem das Sortiment an verpackten Fladenbroten gewachsen ist. Tortillas, Pita und Pinsa sind vom Spezialitätenregal in das alltägliche Lebensmittelsortiment gerückt, und jede neue Rezeptur, jedes Format und jede Packungsgröße bringt eigene Kennzeichnungspflichten mit sich.
Folgen für Hersteller und Handel
Kennzeichnungsfehler entstehen billig und werden teuer korrigiert. Die Korrektur bedeutet neues Artwork, neue Druckformen oder Dateien, eine erneute Prüfung der Allergen- und Nährwertdaten sowie die Abschreibung bereits produzierter Verpackungsbestände. In einer Kategorie mit langen Läufen, in der Folie in großen Mengen eingekauft wird, macht diese Abschreibung meist den größten Kostenblock aus. Die Lieferzeit für neue Verpackungen beträgt Wochen, in denen eine Linie entweder mit korrigierenden Aufklebern liefert oder stillsteht.
Für den Handel ist das Risiko unmittelbar. Nach den EU-Regeln zur Lebensmittelinformation trägt derjenige die Verantwortung, dessen Name auf der Packung steht, womit Handelsmarken-Tortillas, Toastbrot und Brötchen im eigenen Compliance-Bereich der Kette landen. Polnische Backwarenhersteller liefern zudem in andere EU-Märkte, wo dieselben Informationsanforderungen gelten und wo ein im Inland dokumentierter Verstoß in Kundenaudits auftaucht. Für Importeure und Handelspartner, die polnische Fladenbrote und verpackte Brote beziehen, lautet die praktische Konsequenz: das Etikett bereits bei der Spezifikation prüfen, nicht erst an der Grenze.