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Piemont erntet Haselnüsse früher – Erzeuger fordern angemessene Preise

In den frühesten Lagen des Piemont beginnt die Haselnussernte kommende Woche, rund eine Woche früher als im Vorjahr. Confagricoltura Cuneo e Piemonte erwartet eine bessere Ernte als im schwierigen Jahr 2025, aber unter den Erwartungen von Ende Mai, nach Hitze, Trockenheit, Wanzenbefall und Hagel. Auf rund 27.000 Hektar Anbaufläche fordern die Erzeuger Preise, die niedrigere Erträge und höhere Kosten abbilden.

Piemont erntet Haselnüsse früher – Erzeuger fordern angemessene Preise

In den frühesten Lagen des Piemont beginnt die Haselnussernte bereits kommende Woche und damit rund eine Woche früher als im vergangenen Jahr, berichtet das lokale Medium targatocn.it. Dem frühen Start ging eine Saison voraus, in der außergewöhnliche Hitze, anhaltende Trockenheit, Befall durch Baumwanzen und örtliche Hagelschläge die guten Frühjahrsaussichten schrittweise reduziert haben.

Nach Einschätzung der Fachleute von Confagricoltura Cuneo e Piemonte fällt die Ernte besser aus als im schwierigen Jahr 2025, bleibt aber hinter den bis Ende Mai formulierten Erwartungen zurück. In den Anbaugebieten wurde verbreitet vegetativer Stress festgestellt.

Besser als 2025, schwächer als im Frühjahr erwartet

„Der piemontesische Haselnussanbau steht vor einem weiteren komplexen Jahr“, sagte Enrico Allasia, Präsident von Confagricoltura Cuneo e Piemonte. „Die Betriebe haben professionell gearbeitet, um die Folgen der sehr ungewöhnlichen Witterung zu begrenzen, doch Hitze und Wassermangel haben die Produktion zwangsläufig beeinträchtigt.“ Die Saison sei ein weiterer Beleg dafür, wie sehr der Klimawandel die Betriebe fordere, die für die Erzeugung von Qualität immer höhere Kosten tragen müssten.

Ein Indikator verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr. Der vorzeitige Fruchtfall, der die Kampagne 2025 belastet hatte, fiel in dieser Saison deutlich geringer aus, wenn auch nicht in allen Anbaugebieten, so Confagricoltura-Fachberater Antonio Marino.

Eine Mengenschätzung in Tonnen für die Region wurde nicht veröffentlicht. Confagricoltura beschreibt die Aussichten in relativen Größen – über 2025, unter den Erwartungen von Ende Mai – und nicht in absoluten Volumina; der tatsächliche Umfang der Ernte zeigt sich erst im Verlauf der Kampagne.

27.000 Hektar mit uneinheitlichem Bild

Das Piemont zählt weiterhin zu den wichtigsten Haselnussregionen Italiens: Rund 27.000 Hektar sind mit Haselnüssen bestockt, vor allem in den Provinzen Cuneo, Asti und Alessandria. Der Verband bezeichnet die Wertschöpfungskette als strategisch für die regionale Agrarwirtschaft, als eines der Aushängeschilder der piemontesischen Ernährungswirtschaft und als zentrale Ressource für tausende Betriebe und die Wirtschaft der Hügellagen.

Marino zufolge kommt die Ernte in der Provinz Cuneo in den nächsten Tagen richtig in Gang, mit unterschiedlichen Terminen je nach Lage und Sorte.

  • Die Sorte Biglini ist der Tonda Gentile delle Langhe leicht voraus, was den früheren Kampagnenstart bestätigt.
  • Prognosen einer sehr frühen Ernte müssen korrigiert werden, da die geringen Niederschläge der vergangenen Wochen die Entwicklung der Pflanzen und den Nussfall verlangsamt haben.
  • Die Erträge fallen uneinheitlich aus: Ältere Anlagen tun sich mit Wasserstress deutlich schwerer, während jüngere, sorgfältig geführte und gut gedüngte Anlagen weniger gelitten haben und gute Ernteaussichten bieten.
  • Fleckenweise niedergegangene Hagelschläge in mehreren Anbaugebieten haben die Bäume erheblich geschädigt, mit Folgen auch für die kommenden Ernten.

Erzeuger dringen auf angemessene Preise

Vor dem Start der Vermarktung fordern Confagricoltura Cuneo e Piemonte den Markt auf, das Produkt angemessen zu bewerten und dabei sowohl den Verlauf der Kampagne als auch die gestiegenen Kosten der Betriebe zu berücksichtigen.

„Die Notierungen werden über die Zukunft der Branche entscheiden“, sagte Allasia, „denn die Erträge liegen unter den Erwartungen und die Produktionskosten steigen weiter. Angemessene Preise sind unverzichtbar, um den Betrieben Einkommen zu sichern, die Erneuerung der Haselnussanlagen zu fördern und einen Sektor wettbewerbsfähig zu halten, der für das Piemont ein wirtschaftliches, ökologisches und soziales Gut darstellt.“ Die Qualität der piemontesischen Haselnuss sei eine Stärke, die der Markt anerkennen und honorieren müsse.

Vollständige Marktanalyse

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