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Perus Großhandelspreis für braunen Zucker steigt um 45%

Der Großhandelspreis für braunen Zucker in Peru stieg vom 5. August bis 4. September um 45%; einzelne Händler boten 50-Kilogramm-Säcke für bis zu S/190 an. Erzeuger melden bislang keine direkten El-Niño-Schäden an den Zuckerrohrfeldern im Norden.

Perus Großhandelspreis für braunen Zucker steigt um 45%

Großhandelspreis steigt um 45%

Die Zuckerpreise sind auf Perus Groß- und Einzelhandelsmärkten kräftig gestiegen. Nach Daten des Ministeriums für Agrarentwicklung und Bewässerung, über die Caretas und Agraria.pe berichteten, verteuerte sich loser brauner Zucker aus heimischer Produktion zwischen dem 5. August und dem 4. September um 45%: von S/2,10 auf S/3,05 je Kilogramm.

Auf Basis dieser Kilopreise stieg der rechnerische Wert eines 50-Kilogramm-Sacks von S/105 auf S/152,50. In einigen Märkten lagen die tatsächlichen Händlerpreise höher. In Huancayo berichtete eine Händlerin von einem Anstieg binnen rund 20 Tagen von S/114 auf S/170. In digitalen Großhandelskanälen fanden sich Angebote von bis zu S/190 für einen in den Berichten als Quintal bezeichneten Sack.

Auch loser weißer Zucker aus heimischer Produktion wurde teurer, allerdings weniger stark. Sein Großhandelspreis stieg um 20% von S/2,47 auf S/2,97 je Kilogramm. Damit erhöhte sich der rechnerische Wert eines 50-Kilogramm-Sacks von S/123,50 auf S/148,50.

Preisanstieg erreicht den Einzelhandel

In Lima ist die Entwicklung bereits bei den Verbraucherpreisen sichtbar. Brauner Zucker verteuerte sich um 17% von S/3,04 auf S/3,55 je Kilogramm, also um S/0,51. Weißer Zucker stieg um 10% von S/3,74 auf S/4,11 je Kilogramm.

Die Differenz zwischen den Großhandelsrichtwerten und den gemeldeten Sackpreisen deutet darauf hin, dass Standort, Vertriebskosten und kurzfristige Verfügbarkeit die Transaktionen beeinflussen. Betroffen sind neben Haushalten auch Bäckereien, Getränkehersteller, Süßwarenproduzenten und weitere Lebensmittelverarbeiter.

Direkter El-Niño-Effekt ist umstritten

Händler brachten den Anstieg mit El Niño in Verbindung. Die befragten Erzeuger bestritten jedoch vorerst direkte Schäden an den nördlichen Zuckerrohrfeldern. Alberto Salinas Barba, Präsident des Verbands der Zuckerrohrerzeuger, erklärte, die Plantagen hätten keine Probleme und das Rohr sei erntereif.

Druck kann dennoch vom Weltmarkt kommen. Conveagro-Geschäftsführer Luis Cruz Cuadros verwies darauf, dass Zucker international gehandelt wird und globale Preisbewegungen Peru beeinflussen können. Der FAO-Zuckerpreisindex stieg im August um 11,9% auf 106,4 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Juni 2025. Die FAO nannte Sorgen um das weltweite Angebot 2026/27: heißes, trockenes Wetter in der EU, El-Niño-Folgen in asiatischen Erzeugerländern, eine geringere Produktion im zentralen Süden Brasiliens sowie Indiens Ankündigung zollfreier Rohzuckerimporte.

Rohrerzeuger hinterfragen die Margen

Agraria.pe zufolge kontrolliert Grupo Gloria 80% des peruanischen Zuckermarktes. Cruz Cuadros sagte, Weltmarktpreise könnten der Gruppe als Preisreferenz dienen. Internationale Veränderungen werden jedoch nicht zwangsläufig sofort oder im gleichen Umfang an Perus Verbraucher weitergegeben.

Erzeuger aus Lambayeque haben sich beim Agrarministerium beschwert, weil der Zuckerpreisanstieg im Gegensatz zu ihren Erlösen für Zuckerrohr steht. Laut Salinas bieten manche Käufer S/50-S/60 je Tonne Rohr, aus der etwa 120 Kilogramm Zucker gewonnen werden. Hinzu kommen vermarktbare Nebenprodukte wie Melasse und Bagasse. Der wachsende Abstand zwischen Rohr- und Zuckerpreisen rückt daher die Margen der Verarbeitung und des Vertriebs stärker in den Fokus.

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